Berner Symphonieorchester

TETZLAFF | KASPSZYK. POLNISCHE MEISTER

4. Symphoniekonzert

Frei von Chopin und doch polnisch vom ersten bis zum letzten Takt: In Kooperation mit culturescapes taucht dieses Konzert ein in die Musikkultur einer Nation, die deutscher Besatzung und stalinistischem Terror ihre künstlerische Identität entgegensetzte. In seinem Bern-Debüt führt Jacek Kaspszyk, Leiter der Warschauer Philharmonie, gleich drei bedeutende Komponisten des 20. Jahrhunderts zusammen. Unter ihnen befindet sich Witold Lutosławski, der den Krieg im patriotischen Untergrund überlebte, sich stets neu erfand und in der vierten und letzten Symphonie seinen unkonventionellen Stil zur Vollendung brachte. Aber auch Karol Szymanowskis erstes Violinkonzert steckt voller Überraschungen. Es ist «ein echter Solitär und ein vollkommen neuartiges Stück» – so Christian Tetzlaff, der schon lange als der Solist schlechthin für dieses aufregende, von ekstatischer Spannung getragene Konzert gilt. Und dann ist da noch das wunderschöne, neoklassizistisch geprägte Konzert für Streichorchester der Komponistin Gra˙zyna Bacewicz.

Konzertprogramm

GRAŻYNA BACEWICZ 1909 – 1969
Konzert für Streichorchester (1948) (15’)

KAROL SZYMANOWSKI 1882 – 1937
Violinkonzert Nr. 1 op. 35 (1916) (26’)

WITOLD LUTOSŁAWSKI 1913 – 1994
Symphonie Nr. 4 (1988 – 1992) (25’)

KONZERTEINFÜHRUNG

DR. DORIS LANZ
DO, 05. DEZ 2019, 18:30
FR, 06. DEZ 2019, 18:30
UNIBIBLIOTHEK, MÜNSTERGASSE 61

Aufführungstermine