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Annina Hasler & Julia Spahr
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail medien@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Konzert Theater Bern

Neue Intendanz KTB – Florian Scholz

 

Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern hat Florian Scholz zum neuen Intendanten für das KTB gewählt. Der 49jährige Florian Scholz leitete die letzten sieben Jahre mit Erfolg das Stadttheater Klagenfurt in Österreich, welches wie das KTB als Mehrspartenhaus organisiert ist. Florian Scholz startet bereits in der nächsten Spielzeit als designierter Intendant und wird ab 2021.2022 die künstlerische Gesamtverantwortung am Konzert Theater Bern übernehmen. Ab dieser Spielzeit wird auch der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Theaterregisseur Roger Vontobel zum KTB stossen

Überzeugt hat Florian Scholz auf Grund seiner Verankerung sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater, seinem künstlerischen Leistungsausweis sowie seiner starken Vernetzung in der Schweizer wie internationalen Kunst- und Kulturszene. Zentral für die Wahl war insbesondere sein erfolgreiches, aktuelles Schaffen an einem Mehrspartenhaus: Als Intendant des Theaters des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt bringt Florian Scholz seit sieben Jahren mit über 250 festangestellten Mitarbeitenden pro Saison circa 15 Neuproduktionen in den Sparten Oper und Musiktheater, Schauspiel, Tanz sowie im Kinder-und Jugendtheater in rund 200 Aufführungen auf die Bühne. Er zeichnet für alle Sparten verantwortlich und ist als Intendant des Kärntner Sinfonieorchesters ebenfalls für das Konzertwesen zuständig.
Vor diesem Hintergrund sagt Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin KTB: «Mit Florian Scholz übernimmt ein Intendant die Leitung des KTB, der nicht nur auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, sondern auf einen Erfahrungsschatz, der perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Florian Scholz bringt fachlich und persönlich die besten
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Voraussetzungen mit, um am grössten Vierspartenhaus der Schweiz zu wirken und dieses weiter voranzubringen». Florian Scholz wird als designierter Intendant bereits in der kommenden Spielzeit seine Arbeit am KTB aufnehmen und zwar in einer 50 Prozent-Anstellung. Ab der Spielzeit 2020.2021 wird er als Intendant vollamtlich in Bern tätig sein und mit dem bestehenden Leitungsteam die Geschicke des Hauses lenken. Die erste Spielzeit unter seiner Planung wird die Spielzeit 2021.2022 sein.
Vor seiner Intendanz am Stadttheater Klagenfurt arbeitete Florian Scholz, der an der Universität Zürich ein Aufbaustudium zum Theaterleiter absolviert hat, als Direktor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte an der Bayerischen Staatsoper bei Nikolaus Bachler in München (2006-2012). Dort war er unter anderem für die Kuratierung des Sonderprogramms der Münchner Opernfestspiele verantwortlich. Zuvor war er an der Opéra National de Paris als Assistent von Gerard Mortier und am Deutschen Nationaltheater Weimar als Spielstättenleiter tätig sowie an der Schaubühne Berlin bei Thomas Ostermeier als Regieassistent. Zwischen den Jahren 1995 und 2000, nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, arbeitete der gebürtige Heidelberger als Schauspieler an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen.

Berner Modell für Florian Scholz im Zentrum
Beworben hat sich Scholz ganz bewusst aufgrund des Berner Modells, das – wie er betont – im Zentrum seines Wirkens stehen wird: «Als Intendant will ich eine enge, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Intendanz und Spartenleiterinnen und Spartenleitern aufbauen, welche ihre Bereiche eigenständig und unabhängig leiten werden. Wir wollen uns dabei als Team verstehen». Florian Scholz wird nicht selber inszenieren, sondern er wird sich bewusst auf die Gesamtstruktur konzentrieren. «Ein spezielles Augenmerk will ich dabei auch auf spartenübergreifende Arbeiten legen, denn es ist ein besonderes Privileg, unter einem Dach ein Orchester, eine Tanzcompagnie, einen Chor, ein Opern- und Schauspielensemble zu vereinen», so Scholz. Entsprechend einem zeitgemässen Kunstgeschehen müsse diese Ausgangslage für das gemeinsame Schaffen genutzt werden.

Lokal verankert und international unterwegs
Mit einem starken und festen Ensemble, das fallweise von externen Gästen unterstützt werden soll, plant Scholz «ein künstlerisch zeitgemässes, gesellschaftlich relevantes und sinnlich erfahrbares Programm, das sowohl in die Stadt und in den Kanton, als auch überregional und international ausstrahlt.» Das KTB könne und müsse für die Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, ist Scholz
überzeugt: «Es ist Aufgabe einer jeden Kunststätte, sich für Empathie, Toleranz und Gerechtigkeit einzusetzen und den Geist der Freiheit aufrechtzuerhalten. Dies in der Stadt Bern zu tun, einem Ort, in welchem direkte Demokratie gelebt wird, wird für mich eine Herausforderung und Kern meiner Arbeit werden. »

Einen Schwerpunkt will Scholz auf das Lokale und das unmittelbare Geschehen vor Ort legen. Für das Lokale stehen die Künstlerinnen und Künstler der Region, für das unmittelbare Geschehen vor Ort steht die Zusammenarbeit mit den Institutionen wie der HKB, der Universität oder dem Konservatorium, aber auch mit Initiativen und Vereinen. Gerade, weil im Kanton Bern Sprachbarrieren durchbrochen werden können, will Florian Scholz übergreifende Projekte fördern – etwa durch Koproduktionen mit Kulturinstitutionen in ganz Europa und auch interkontinental.

Roger Vontobel wird neuer Schauspieldirektor
Zum Team von Florian Scholz stösst ab der Spielzeit 2021.2022 der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Schauspieldirektor Roger Vontobel. 1977 in Zürich geboren, studierte Vontobel Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er führte Regie unter anderem am Schauspiel Essen und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sowie an den Münchner Kammerspielen, dem Deutschen Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Köln, am Royal Danish Theatre in Kopenhagen und in Paris am Théâtre National de la Colline. Von 2011-2016 war Vontobel Hausregisseur am Schauspielhaus Bochum, seit 2016 ist er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Düsseldorf tätig.
Roger Vontobel wurde 2006 von «Theater heute» zum «Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt». Im selben Jahr erhielt er den Kurt-Hübner-Förderpreis für junge Regisseure. Für seine Dresdner Inszenierung von Schillers «Don Carlos» gewann Vontobel 2010 den Faust-Theaterpreis in der Kategorie «Regie Schauspiel» und wurde damit zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen. Sein Operndebüt gab er 2016 an der Staatsoper in Hamburg mit Rossinis «Guillaume Tell».
Vontobel hat klare Vorstellungen, wohin sich das Berner Schauspiel bewegen soll. Er will zugängliches Schauspiel fördern und einen Ort schaffen, wo eine «Gemeinschaft des Erlebens» entsteht. Mit seinem weitreichenden Netzwerk in der deutschsprachigen und europäischen Theaterlandschaft will er am KTB «ein herausragendes Team und Ensemble zusammenstellen, damit Bern berührendes und verführendes Schauspiel auf höchstem Niveau erhält». Bern, im Zentrum der Schweiz, ist für Vontobel eine Stadt, die zugleich offen und dezidiert eigen ist – hier kumulierten sich
Themen unserer Zeit wie Zugehörigkeit und Identität, Ängste und Sehnsüchte. Die Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragen, die einen ehrlichen Blick abverlangen, will Vontobel am KTB angehen: «Hierzu braucht es eine Heimat – und diese möchte ich in Bern finden und den Bernerinnen und Bernern in ihrem Theater anbieten».

Findungskommission und Verfahren
Die Intendanz wurde von der Findungskommission in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Nach der Stellenausschreibung, auf die sich mehrere Dutzend Personen gemeldet haben, wurde erst eine Longlist mit 16 qualifizierten Kandidaten erstellt und daraus eine Shortlist mit neun Persönlichkeiten herausgearbeitet. Nach diversen Gesprächen und Abklärungen hat die Findungskommission dem Stiftungsrat schliesslich Florian Scholz einstimmig zur Wahl vorgeschlagen. Diese erfolgte am 17. Juni 2019. Geleitet wurde die Findungskommission von Nadine Borter, der Stiftungsratspräsidentin von KTB. Weitere Mitglieder der Findungskommission waren Anna Badora, Georges Delnon, Marcel Brülhart, Markus Hongler, Ueli Studer, Hansueli Glarner und Giulia Meier.

Kontakt für weitere Fragen
Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin Konzert Theater Bern
+41 (0)79 455 07 69

Geschäftsbericht Spielzeit 2018.19

 

Geschäftsbericht Spielzeit 2018.19

Die Spielzeit 2018.19 konnte am Konzert Theater Bern nicht im courant normal beginnen: Intendant Stephan Märki hatte im Juli 2018 überraschend seinen Rücktritt verkündet. Daraufhin übernahm der kaufmännische Direktor Anton Stocker interimistisch den Vorsitz der Geschäftsleitung, während sich die drei Spartenleiter*innen Estefania Miranda (Tanz), Cihan Inan (Schauspiel) und Xavier Zuber (Musiktheater, Konzert) bereit erklärten, die künstlerische Leitung zu verantworten.

Zwar musste Konzert Theater Bern einen Publikumsrückgang hinnehmen: Die Besucherzahlen sanken von 144‘452 in der Spielzeit 2017.18 auf 123‘117 in der vergangenen Spielzeit. Geschuldet war dies unter anderem einem Vorstellungsrückgang von 441 auf 425. Doch künstlerische Höhenflüge und eine positive Jahresrechnung (Überschuss von CHF 74‘816) relativieren die rückläufigen Publikumszahlen.

Gerade die Tanzsparte durfte sich in der Saison 2018.19 über reihenweise ausverkaufte Vorstellungen freuen. So erreichte Vier Jahreszeiten, der grösste Publikumserfolg der Spielzeit, eine Auslastung von 95 Prozent (inklusive Zusatzvorstellung). Auch die beiden Vidmar-Produktionen Kontraste und Paul Klee verzeichneten eine Auslastung von nahezu 100 Prozent. Die Besucherzahlen widerspiegeln die grosse Beliebtheit der Tanzcompagnie: Sie stiegen von 11‘639 in der Spielzeit 2017.18 auf 19‘671 in der vergangenen Spielzeit.

Die Abteilung Vermittlung mit dem Jungen Konzert Theater Bern hielt zahlreiche Angebote bereit: Workshops mit Kindern, Jugendlichen, Schülern, Lehrern und Senioren, den Zukunftstag, die Jugendoper Humanoid, das Schulmusical Schiffbruch, das Side-by-Side-Konzert, Führungen, Probebesuche, Stückeinführungen und Nachgespräche – um nur einige zu nennen.

Die Konzertsparte musste ihren Saisonauftakt, das traditionelle Openair-Konzert, wetterhalber vom Bundesplatz in den Kursaal verschieben, was zu den tieferen Gesamtbesucherzahlen beitrug. Grund zur Freude hatten das Berner Symphonieorchester und sein Chefdirigent Mario Venzago dennoch:
Die Vorfreude auf das renovierte Casino war bei den Konzertbesucher*innen so gross, dass für die Spielzeit 2019.20 über 400 Konzertabonnemente mehr verkauft wurden. Und sie war berechtigt, die Vorfreude: Das Publikum und die Medien feierten die Rückkehr des BSO in seine Heimspielstätte im September 2019 euphorisch.

Den Sparten Schauspiel, Tanz und Musiktheater gelang der Start in die aktuelle Spielzeit ebenfalls sehr gut. Die Produktionen Der grosse Diktator und Il barbiere di Siviglia halten sämtliche Vorstellungen vor vollen Rängen ab. Für manche Stücke wurden bereits Zusatzvorstellungen angesetzt, so etwa für das feministische Schauspiel frau verschwindet (versionen). Auch der dreiteilige Tanzabend Swan ist ein Publikumserfolg der laufenden Spielzeit: Die 12 Vorstellungen sind so gut wie ausverkauft.

Den gesamten Geschäftsbericht der Spielzeit 2018.19 können Sie unter folgendem Link herunterladen:
http://www.konzerttheaterbern.ch/geschaeftsbericht/
Für weitere Auskünfte erreichen Sie mich unter 031 329 51 05 oder annina.hasler@konzerttheaterbern.ch

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Konzert Theater Bern sagt per sofort alle Veranstaltungen bis Ende April ab

 

Der Bundesrat hat heute Freitag, 13. März 2020, entschieden, dass ab sofort keine Veranstaltungen mehr mit 100 Personen und mehr durchgeführt werden dürfen. Diese und weitere Massnahmen sollen die Verbreitung des Coronavirus eindämmen. Deshalb hat sich Konzert Theater Bern schweren Herzens entschieden, bis Ende April alle Vorstellungen und Konzerte abzusagen. Kultur ist wichtig, gerade in bewegten Zeiten wie diesen. Aber die Gesundheit unserer Zuschauer*innen und unserer Mitarbeiter*innen geht vor.

Ebenfalls bereits betroffen von diesen Massnahmen sind das heutige Symphoniekonzert Höfele | Venzago im Casino Bern, das Schauspiel Der grosse Diktator im Stadttheater sowie die weiteren Vorstellungen von diesem Wochenende. Inwiefern der interne Probebetrieb aufrecht erhalten bleibt, klärt der Krisenstab von Konzert Theater Bern derzeit ab.

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Konzert Theater Bern sagt Premieren dieser Spielzeit ab

 

Aufgrund der Verfügungen des Bundesrates musste Konzert Theater Bern vergangene Woche alle Vorstellungen und Konzerte bis am 30. April absagen. Nach weiteren behördlichen Verschärfungen zur Eindämmung des Coronavirus sind derzeit auch alle Proben sowie die technischen und künstlerischen Arbeiten in den Ateliers und den Werkstätten sistiert. Weil somit wichtige Proben der Produktionen nicht stattfinden können, hat sich die Geschäftsleitung entschieden, noch anstehende Premieren und damit neue Produktionen der laufenden Spielzeit abzusagen. Ob für diese Saison geplante Stücke in der Saison 2020.21 nachgeholt werden können, wird derzeit abgeklärt.

Konzert Theater Bern will sich bei der allfälligen Wiederaufnahme des Theaterbetriebes in dieser Spielzeit auf die laufenden und beim Publikum sehr beliebten Produktionen konzentrieren.

Betroffen von der Absage sind folgende Produktionen der aktuellen Spielzeit:

Schauspiel
Onkel Wanja, Vidmar 1, ab 27.03.
Mein Sommer mit Kim, Vidmar 1, ab 15.05.
Die Hand ist ein einsamer Jäger, Vidmar 2, ab 23.05.

Musiktheater
Pelléas et Mélisande, Stadttheater, ab 19.04.
Intolleranza 1960, Stadttheater, ab 16.05.

Tanz
Paradis Fantastique, Vidmar 1, ab 30.04.

Konzert
Jussen Brüder | Stenz Poulencs Doppelkonzert, 10. Symphoniekonzert, Casino,
am 01.05.

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Einladung an das Theatertreffen

 

25. März 2020, 16:30

Wir hätten uns ausserordentlich gefreut, Ihnen heute mitteilen zu dürfen, dass Konzert Theater Bern für das 7. Schweizer Theatertreffen nominiert worden ist. Die Auswahlkommission hat Der letzte Schnee nach dem Roman von Arno Camenisch und in der Inszenierung von Jonas Knecht nach Graubünden und Liechtenstein eingeladen. Wie das Theatertreffen jedoch heute in Absprache mit dem Bundesamt für Kultur bekannt gegeben hat, ist der Anlass von Mitte Mai 2020 aufgrund der Coronavirus-Krise abgesagt.

Schade, wir hätten das Stück gerne in Vaduz gezeigt. Denn das Publikum war begeistert von der nunmehr dritten Camenisch-Bühnenadaption in Bern. Nachdem praktisch alle Vorstellungen von Der letzte Schnee ausverkauft waren, hatten wir weitere Zusatzvorstellungen geplant. Doch Ihre und die Gesundheit aller Mitmenschen geht vor.

Berner Symphonieorchester

Gabetta | Venzago. Elgars Cellokonzert

 

Starcellistin Sol Gabetta zu Gast beim Berner Symphonieorchester

2. Symphoniekonzert

Mario Venzago | Dirigent
Sol Gabetta | Violoncello
Berner Symphonieorchester

BENJAMIN BRITTEN, «The Young Person’s Guide to the Orchestra». Variations and fugue on a theme of Purcell op. 34 (20’)
EDWARD ELGAR, Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85 (28’)
MODEST MUSSORGSKY, Bilder einer Ausstellung (Instrumentierung Maurice Ravel) (29’)

Konzerte: 26. & 27. September 2019 | 19:30 Uhr | Casino Bern

Wenige vermögen so zu verzaubern wie Sol Gabetta. Die junge argentinische Cellistin mit Wahlheimat Basel steht für grenzenlose Virtuosität, künstlerische Vielseitigkeit und emotionale Tiefe. Gemeinsam mit Mario Venzago und dem Berner Symphonieorchester stellt die Musikerin ihr Können mit dem Cellokonzert von Edward Elgar unter Beweis. Ihre Einspielung des Konzertes – mit Mario Venzago – erfuhr 2010 hymnisches Lob seitens der Kritik.
Umrandet wird dieser Saison-Höhepunkt von zwei Meisterwerken, die der klanglichen Vielfalt des Orchesters huldigen: Brittens Orchesterführer für Jung (und Alt) und Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» zeigen in leuchtenden Tableaus alle Facetten des Berner Symphonieorchesters.

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Foto (© Marco Borggreve)

Krylov | Oue. Symphonische Dichtungen

 

Sergej Krylov und Eiji Oue: Symphonische Dichtungen

3. Symphoniekonzert

Dirigent Eiji Oue
Violine Sergej Krylov
Berner Symphonieorchester

RICHARD STRAUSS Don Juan. Symphonische Dichtung op. 20 (1888) (17’)
JEAN SIBELIUS Violinkonzert d-Moll op. 47 (1903/04, rev. 1905) (35’)
MAURICE RAVEL «Ma mère l’oye». Suite (1908 – 1911) (17’)
OTTORINO RESPIGHI «Pini di Roma». Symphonische Dichtung (1924) (23’)

Konzerte: 17. & 18. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | Casino Bern

Französische Märchenbilder, ein Macho aus dem Bilderbuch und die Via Appia, auf der römische Heerscharen dem Sieg entgegenmarschieren – das 3. Symphoniekonzert entführt sein Publikum in Fantasiewelten. Forsche Orchestertutti, süssholzraspelnde Geigensoli und ebensolche Oboenkantilenen stehen sich in Strauss’ Don Juan gegenüber. Die Partitur erfordert den psychologischen Feinsinn eines Spezialisten wie Eiji Oue.

Schon vor Jahren begeisterte der japanische Maestro das Publikum mit einem umfassenden Strauss-Programm. Jetzt setzt er an zu einem Konzertabend, der zusätzlich die impressionistische Welt eines Ravel und die opulente Klangkultur Ottorino Respighis beinhaltet – und mittendrin das berühmte Violinkonzert des finnischen Nationalheiligen Jean Sibelius. Als Solist eingeladen ist der aus Moskau stammende Sergej Krylov. Der Violinist lässt mit seinem Spiel die grosse russische Tradition lebendig werden und verspricht eine Sternstunde der Virtuosität und des Ausdrucks.

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Foto (© Mary Slepkova)

«HAL-LE-LU-JA». Händel lebt! | 1. Familienkonzert

 

Uwe Schönbeck als Barock-Star!

für Kinder ab 6 Jahren

SAMUEL HOGARTH Dirigent
UWE SCHÖNBECK Georg Friedrich Händel

Konzert: 3. November 2019 | 14:30 - 15.30 Uhr │ Casino Bern

MUSIK VON GEORG FRIEDRICH HÄNDEL (1685 - 1759)

Konzert Theater Bern startet pompös in die Saison der Familienkonzerte! Der Komponist Georg Friedrich Händel war ein Rockstar seiner Zeit – oder vielmehr ein Barock-Star. Am ersten Familienkonzert stehen das Leben und die Musik des exzentrischen Wunderkindes im Fokus. Der Brite Samuel Hogarth dirigiert das Berner Symphonieorchester, während Kabarettist Uwe Schönbeck als Komponist mit Barockperücke witzige Anekdoten aus dem Leben Händels erzählt, kindgerecht aufbereitet.

An Uwe Schönbecks Seite stehen die beiden Opernensemble-Sängerinnen Orsolya Nyakas und Eleonora Vacchi als Francesca Cuzzoni und Faustina Bordoni auf der Bühne des Casino Bern – natürlich darf der historisch belegte Kampf zwischen den beiden damaligen Operndiven nicht fehlen. Das Konzert gipfelt schliesslich im berühmten «Halleluja», bei dem das Publikum eingeladen ist, mitzusingen.

Grossartige Arbeit geleistet haben auch die Bühnen- und Kostümabteilungen: Mithilfe von prunkvollen Kostümen und ebensolchen Requisiten entführen sie Gross und Klein in eine glamouröse Welt zwischen Oper, Konzert, ausgelassenen Festen und luxuriösen Buffets.

Über ds Chrüz. Lo & Leduc | BSO

 

«Über ds Chrüz»: Lo & Leduc | Berner Symphonieorchester
Dirigent: Mario Venzago
Konzerte: 08., 09. & 10. November 2019 | Casino Bern

Weder das Duo Lo & Leduc noch Mario Venzago und das Berner Symphonieorchester muss man in Bern vorstellen. Aber wenn diese Erfolgsgaranten zusammenspannen, dann lohnt es sich, ganz genau hinzuhören: Bei der ersten musikalischen Kooperation zwischen Konzert Theater Bern und dem neu renovierten Casino Bern treffen Popkünstler und Klassikexperten aufeinander und machen gemeinsam Musik «über ds Chrüz».

Für diesen aussergewöhnlichen Konzertabend wurden Stücke neu komponiert und altbekannte Werke für grosses Orchester arrangiert. Der junge Allrounder Sebastian Schwab, der bereits bei verschiedenen Produktionen von Konzert Theater Bern (Vier Jahreszeiten, Turn of the Screw) das Dirigat des Berner Symphonieorchesters übernommen hatte, stellt diesmal seine Fähigkeiten als Komponist unter Beweis. Und natürlich dürfen an diesem Abend auch grosse Hits wie «Ingwer und ewig» oder «079» nicht fehlen.

Galakonzert. Schlagobers

 

Das Galakonzert als rauschendes Fest der Sinne

Dirigent: Mario Venzago | Berner Symphonieorchester
Violoncello: Maximilian Hornung | Sopran: Nikola Hillebrand

Konzert: 15. November | 19.30 Uhr │ Casino Bern

Schlagobers – die funkelnde Finalmusik von Richard Strauss’ gleichnamigem Ballett, diese lebensfrohe Hommage an Wiener Kaffeehauskultur und kaiserliche Lebensart, gibt am diesjährigen Galakonzert des Berner Symphonieorchesters den Takt vor. Das Publikum erwartet eine Fülle prächtiger Musik unterschiedlichster Genres. Da ist der barocke Duktus in Bachs Präludium und Fuge E-Dur, farbig illustriert und säkularisiert durch die Orchesterfassung Arnold Schönbergs. Oder die traumhaft schöne Cello-Kantilene eines Saint-Säens, gespielt von Maximilian Hornung, der bereits zum dritten Mal beim BSO gastiert. Gleichzeitig widmet sich dieser musikalische Festakt mit der jungen deutschen Sopranistin Nikola Hillebrand, die erstmals in Bern zu hören ist, der Welt der Oper und Operette. Auf den Punkt gebracht: Diese Gala verspricht ein rauschendes Fest der Sinne.

Dabei soll auch das Optische nicht zu kurz kommen: Konzert Theater Bern öffnet für das Galakonzert seinen Kostümfundus und verleiht vier Abendgarderoben für den Konzertabend – ob It-Girl der 20er-Jahre oder englischer Dandy. Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie auf unserer Homepage.

Tetzlaff | Kaspszyk. Polnische Meister

 

Polnische Meister am 4. Symphoniekonzert

Tetzlaff | Kaspszyk | Polnische Meister
Dirigent Jacek Kaspszyk | Violine Christian Tetzlaff
Mit dem Berner Symphonieorchester

Konzerte: 5./6. Dezember 2019 | 19.30 Uhr | Casino Bern
Einführung mit Dr. Doris Lanz, 18.30 Uhr in der Unibibliothek, Münstergasse 61

Frei von Chopin und doch polnisch vom ersten bis zum letzten Takt: In Kooperation mit dem Kulturfestival «Culturescapes Polen» taucht das 4. Symphoniekonzert ein in die Musikkultur einer Nation, die deutscher Besatzung und stalinistischem Terror ihre künstlerische Identität entgegensetzte. Unter dem Titel Polnische Meister dirigiert Jacek Kaspszyk, der Leiter der Warschauer Philharmonie, das Berner Symphonieorchester.

Kaspszyk, der Preisträger der Elgar-Medaille ist, führt gleich drei bedeutende Komponisten des 20. Jahrhunderts zusammen. Unter ihnen befindet sich Witold Lutosławski, der den Krieg im patriotischen Untergrund überlebte, sich stets neu erfand und in der vierten und letzten Symphonie seinen unkonventionellen Stil zur Vollendung brachte.

Auch Karol Szymanowskis erstes Violinkonzert steckt voller Überraschungen. Das Konzert sei «ein echter Solitär und ein vollkommen neuartiges Stück», liess sich Christian Tetzlaff zitieren, der schon lange als der Solist schlechthin für dieses aufregende, von ekstatischer Spannung getragene Konzert gilt. Der deutsche Ausnahmegeiger ist viele Jahre nach seinem letzten Auftritt in Bern zum zweiten Mal zu Gast beim Symphonieorchester.
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Zu guter Letzt dirigiert Jacek Kaspszyk das wunderschöne, neoklassizistisch geprägte Konzert für Streichorchester der Komponistin Grazyna Bacewicz.

Eliahu Inbal. Das Lied Von Der Erde

 

Mahlers persönlichste Schöpfung: Das Lied von der Erde

Eliahu Inbal | Das Lied von der Erde
5. Symphoniekonzert | Berner Symphonieorchester
Konzerte: 19. und 20. Dezember 2019 | 19:30 Uhr | Casino Bern

WOLFGANG AMADEUS MOZART Symphonie Nr. 25 g-Moll KV 183 (1773)
GUSTAV MAHLER Das Lied von der Erde (1908/09)

Sein Auftritt ist vielleicht keine Überraschung, aber in jedem Fall eine Offenbarung: Mehrfach schon feierte Eliahu Inbal im Casino Bern rauschende Erfolge und meistens war dabei Gustav Mahler im Spiel. Der israelische Maestro ist eine Mahler-Legende zu Lebzeiten, seine Aufführungen sind das Ergebnis einer viele Jahrzehnte währenden Auseinandersetzung mit dem symphonischen Werk des Komponisten.

Jetzt nähert sich Eliahu Inbal dem Lied von der Erde, jenem Werk, das Mahler selbst als seine persönlichste Schöpfung empfand, und das mit einer genauso ungewöhnlichen Form wie Aussage aufwartet. Das Werk thematisiert den Abschied vom Leben und das Entschweben in himmlische Sphären. Und die Synthese aus Symphonie und Liedzyklus machen diese Komposition zu einem Werk ohnegleichen. Claude Eichenberger – dem Berner Publikum bestens bekannt etwa als Carmen am Stadttheater – und der schwedische Startenor Daniel Frank übernehmen die vokalen Parts in einer Aufführung, deren Eindrücke lange nachklingen werden.

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Foto © Rikimaru Hotta

Neujahrskonzert. Beethovens Neunte

 

Ein fulminanter Start ins neue Jahr!

Neujahrskonzert | Beethovens Neunte Dirigent Mario Venzago | Klavier Alexandre Kantorow | Sopran Oriane Pons | Mezzosopran Claude Eichenberger | Tenor Daniel Frank | Bass Todd Boyce | Mit dem Berner Symphonieorchester, dem Schweizer Jugendchor und dem Chor Konzert Theater Bern
Konzerte: 01. & 02. Januar 2020 | 17 Uhr | Casino Bern

LUDWIG VAN BEETHOVEN Symphonie Nr. 9 d-Moll op. 125 (1822 – 1824)
CAMILLE SAINT-SAËNS Klavierkonzert D-Dur Nr. 1 op. 17 (1858)

«Kunst und Wahrheit feiern hier ihren glänzendsten Triumph», heisst es schon in der allerersten Rezension der neunten Symphonie, erschienen nach der Wiener Uraufführung von 1824. Beethovens Musik und Schillers Dichtung, diese einzigartige Synthese und ihre Botschaft («Alle Menschen werden Brüder»), haben nichts von ihrer Anziehungskraft verloren und sind heute vielleicht aktueller denn je. Kurzum: Zum Auftakt des Beethoven-Jahres 2020 ist die Neunte fraglos die erste Wahl.

Im vergangenen Sommer gewann der erst 22-jährige Alexandre Kantorow als erster Franzose überhaupt den renommierten Tschaikowsky-Wettbewerb in Moskau. Nun gastiert das Ausnahmetalent zum zweiten Mal nach 2017 beim Berner Symphonieorchester. Am Neujahrskonzert spielt er Camille Saint-Saëns’ erstes Klavierkonzert. Das Konzert besticht durch jugendlichen Elan und Frische und findet somit in Alexandre Kantorow den idealen Interpreten.

Als Solisten erleben Sie mit Claude Eichenberger, Oriane Pons und Todd Boyce drei Mitglieder unseres Musiktheaterensembles. Das Trio wird ergänzt durch den schwedischen Startenor Daniel Frank, der am Konzert Theater Bern in der letzten Spielzeit den Tristan in Tristan und Isolde gab. Durch das Neujahrskonzert führt Chefdirigent Mario Venzago.

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Foto © Jean-Baptiste Millot

Beethoven@Bern

 

250 Jahre Beethoven: Beethoven@Bern

Konzertreihe zum Beethoven-Jahr 2020
Abschluss Beethoven@Bern: 25., 26. & 27. Juni 2020 | Casino Bern

Konzert Theater Bern begeht unter dem Titel Beethoven@Bern das Beethoven-Jahr 2020. Mit einer Reihe Veranstaltungen, die in einem dreitägigen Konzertreigen gipfeln, feiern wir den 250. Geburtstag von Ludwig Van Beethoven. Der Startschuss fällt bereits mit dem Neujahrskonzert, für das sich Mario Venzago, Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters, nicht weniger als Beethovens Neunte ausgesucht hat.

Man könnte das Beethoven-Jahr natürlich mit Aufführungen unbekannter Werke zelebrieren, denn davon gibt es genug. Aber Beethoven ist und bleibt der Übervater der Symphonie: «Für uns Interpreten sind diese Symphonien das Neue Testament (das ‹Alte› sind wohl die Werke Johann Sebastian Bachs)», sagt Mario Venzago. «Von den ‹historisch Informierten› haben wir viel gelernt. Jetzt ist es an den klassischen Symphonieorchestern, sich die Deutungshoheit über diesen Kosmos zurückzuholen. Deswegen 'Beethoven@Bern': Beethoven ist nicht nur eine Art Popstar der Klassikszene, sondern auch der Geist, an dem sich jeder ernsthafte Künstler messen muss – und an dem sich die Qualität eines Orchesters offenbart und mehrt.»

Schon vor Jahren feierte das Berner Symphonieorchester mit seinem Aufführungszyklus aller Klavierkonzerte Beethovens einen grossen Erfolg. Mit der dreitägigen Symphonie-Konzertreihe im Juni, unserem Höhepunkt des Beethoven-Jahres, findet der Zyklus nun seine Fortsetzung.

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Frang | Feltz. Schostakowitschs Violinkonzert

 

Intensive Gefühle am 6. Symphoniekonzert

Frang | Feltz | Schostakowitschs Violinkonzert

6. Symphoniekonzert | Berner Symphonieorchester Konzerte: 23. Januar und 24. Januar 2020 | 19:30 Uhr | Casino Bern

DMITRIJ SCHOSTAKOWITSCH Violinkonzert Nr. 1 a-Moll op. 77 (1947/48)
JOSEF SUK Symphonie c-Moll op. 27 Asrael (1905/06)

Die Konzertwelt liegt ihr zu Füssen: In nur wenigen Jahren hat sich Vilde Frangan die Weltspitze gespielt. Nun tritt die norwegische Violinvirtuosin erstmals vor die Reihen des Berner Symphonieorchesters und übernimmt den tiefernsten, konfliktgeladenen Solopart in Dmitrij Schostakowitschs erstem Violinkonzert – einen Part voller starker Gefühle und damit wie geschaffen für die junge Musikerin.

Der aus Berlin stammende Gabriel Feltz gilt schon länger als ein Dirigent fürs Besondere. Seine Wahl fällt auf Joseph Suks Asrael. «Dem Andenken Antonín Dvořák und seiner Tochter, meiner Gattin Ottilie» ist diese grossangelegte und opulent besetzte Symphonie gewidmet, ein instrumentales Requiem also, das Schicksalsklänge, Momente der Trauer, aber auch hoffnungsvolle Passagen umspannt. Komplex, polyphon und vielschichtig angelegt, erinnert diese Partitur stellenweise an die Symphonien Mahlers und kommt doch ganz eigenständig daher – eine zutiefst bewegende und überwältigende Tonschöpfung.

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Tamestit | Venzago. Brahms Vierte

 

Ein Ausnahmebratschist am 7. Symphoniekonzert

7. Symphoniekonzert | Berner Symphonieorchester
Konzerte: 13. und 14. Februar 2020 | 19:30 Uhr | Casino Bern

RICHARD WAGNER
Ouvertüre zu Tannhäuser (1843–1845)
BRETT DEAN Viola Concerto (2004)
JOHANNES BRAHMS Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (1884 / 85)

Altes und Neues, eine Symphonie, ein Solokonzert und ein Filetstück aus der romantischen Oper – dieses Konzert ist Abwechslung pur: Pilgerchor und Sängerkrieg aus Wagners Tannhäuser treffen auf Passacaglia, Scherzo und Elegie aus Brahms’ vierter und letzter Symphonie. Zwischen den beiden Heroen des 19. Jahrhunderts platziert BSO-Chefdirigent Mario Venzago ein zeitgenössisches Werk der besonderen Art: Sein Bratschenkonzert sei «die Art von Kreuzung, die vielleicht entstanden wäre, wenn Paul Hindemith in einer Band mit Tom Waits gespielt hätte», so Brett Dean. Er ist der Komponist des Werkes und selbst als Dirigent und Bratschist aktiv.

In diesem Concerto erhebt sich die Bratsche in schwindelnde Höhen, beschwört fremdartige Klänge und zeigt ihre virtuose Seite – eine Abkehr vom beschaulichen Image, das dem Instrument für gewöhnlich anhaftet. Damit ist das Werk wie geschaffen für Antoine Tamestit. Der Franzose ist ein leuchtender Stern am Bratschen-Firmament und sucht mit aufsehenerregenden Interpretationen stets neue Herausforderungen.

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Schwizgebel | Hindoyan. Tschaikowskys Fünfte

 

Domingo Hindoyan dirigiert das 8. Symphoniekonzert

8. Symphoniekonzert | Berner Symphonieorchester
27. & 28. Februar 2020 | 19:30 | Casino Bern

LUDWIG VAN BEETHOVEN Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 (1809)
PETER ILJITSCH TSCHAIKOWSKY Symphonie Nr. 5 e-Moll op. 64 (1888)

Die Krise rund um das Coronavirus macht auch vor der Kunst nicht Halt. Der chinesische Startdirigent Long Yu, der am 8. Symphoniekonzert erstmals das Berner Symphonieorchester hätte dirigieren sollen, musste seine Reise nach Bern absagen. Wir sind aber sehr glücklich, im jungen venezolanischen Dirigenten Domingo Hindoyan einen wunderbaren Ersatz gefunden zu haben. Hindoyan hätte seinerseits in derselben Woche in Schanghai ein Engagement gehabt und musste dies ebenso absagen.

Hindoyan kann bereits auf eine steile Karriere als Leiter internationaler Orchester und Opernhäuser zurückblicken. Er freut sich auf das Programm des Abends, das aus je einem Meisterstück der Wiener Klassik und der russischen Romantik besteht. Letzteres zeichnen Schicksalsklänge, lichte Passagen, Walzer und ein leidenschaftlich wogender Final aus: Tschaikowskys fünfte Symphonie ist ein unvergessliches Konzerterlebnis.

Beethovens Klavierkonzert Nummer fünf wird interpretiert von Louis Schwizgebel, seines Zeichens Klaviervirtuose aus Genf. Lange als Geheimtipp gehandelt, hat sich der junge Pianist international einen Namen gemacht als Interpret des klassischen und romantischen Repertoires.

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Höfele | Venzago. Bruckners Neunte

 

9. Symphoniekonzert
Schwanengesang trifft auf jungen Shootingstar

Dirigent Mario Venzago | Trompete Simon Höfele
Konzerte: 12. & 13. März 2020 | 19:30 | Casino Bern

BERND ALOIS ZIMMERMANN «Nobody knows de trouble I see» für Trompete in C und Orchester (1954) (14’)
ANTON BRUCKNER Symphonie Nr. 9 d-Moll (1887–1896) (60’)

Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt sich Mario Venzago, Chefdirigent des Berner Symphonieorchesters, intensiv mit dem kompositorischen Vermächtnis Anton Bruckners. Seine Gesamteinspielung aller Symphonien – jene der Neunten entstand gemeinsam mit dem Berner Symphonieorchester – hat die Weltsicht auf das Schaffen des Linzer Meisters auf den Kopf gestellt. Nun also erneut die Neunte, Bruckners Schwanengesang, «dem lieben Gott» gewidmet: Traditionell gilt dieses gewaltige Opus ultimum als symphonische Kathedrale und wird entsprechend weihevoll zelebriert. Mario Venzago geht einen anderen Weg, leuchtet das Innere dieses epochalen Bauwerkes aus und findet so zu einer aufregend neuen Interpretation. Gleichermassen genial ist die Gegenüberstellung mit Bernd Alois Zimmermanns Trompetenkonzert. Das berühmte Spiritual «Nobody knows the trouble I’ve seen», ein Hauch von Jazz und die individuelle Gestaltungskraft des Komponisten machen dieses Werk zu einem besonderen Erlebnis moderner Musik – vor allem dann, wenn ein junger Shootingstar wie Simon Höfele damit in Erscheinung tritt. Der erst 25-jährige deutsche Trompeter zählt zu den besten seiner Generation. Nach seinem Gastspiel am Musikfestival 2018 steht Höfele am 9. Symphoniekonzert zum ersten Mal als Solist mit dem BSO auf der Bühne.

Wir freuen uns sehr, Sie an das 9. Symphoniekonzert in das Casino Bern einzuladen. Um die behördlichen Vorgaben in Zusammenhang mit dem Coronavirus einzuhalten, beschränken wir die Platzzahl auf 875.

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Musiktheater

Il Barbiere di Siviglia

 

Opernregisseurin Cordula Däuper ist zurück am Konzert Theater Bern!

Oper von Gioachino Rossini

Premiere: 13. Oktober 2019, Stadttheater

Die Geschichte ist in zwei Sätzen erzählt: Ein ältlicher Vormund sperrt die abenteuerlustige Schönheit Rosina zuhause ein, weil er sie heiraten und dadurch an ihr Vermögen kommen will. Der junge Graf Almaviva verliebt sich seinerseits auf den ersten Blick unsterblich in Rosina und verhindert die Ehe, tatkräftig unterstützt von seinem ehemaligen Diener Figaro, jetzt Barbier und Hansdampf in allen Gassen.

Man könnte Il barbiere di Siviglia von Gioachino Rossini durchaus abkürzen und direkt das glückliche Ende verkünden. Doch Cordula Däuper, die mit ihrer Cenerentola-Inszenierung 2014.15 am Konzert Theater Bern bewiesen hat, dass sie «Rossini kann», hat alles andere vor: Sie kostet die unvorhersehbaren und haarsträubenden Situationen, in die Rossinis Figuren geraten, mit unglaublicher Spielfreude aus. Eine erfrischend andere Optik auf die Geschichte bietet auch das Bühnenbild, und der musikalische Leiter Matthew Toogood verspricht, den Witz im Text in der Musik fortzusetzen – das Publikum erwartet ein musiktheatrales Feuerwerk schlechthin!

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Fotos (© Annette Boutellier)

Król Roger

 

Die polnische Oper Król Roger – eine Schweizer Erstaufführung

Król Roger | Schweizer Erstaufführung
Oper in drei Akten, Libretto von Karol Szymanowski und Jarosław Iwaszkiewicz
Premiere: 1. Dezember 2019 | 18 Uhr │ Stadttheater

Die Welt ist in Bewegung, ein gewalttätiger Aufstand folgt auf den nächsten. Dass es auch anders geht, zeigt die polnische Oper Król Roger. Im Werk von Karol Szymanowski regt ein Hirte die Menschen dazu an, das System, in dem sie leben, zu überdenken. Was folgt, ist eine friedliche Revolution, die geprägt ist von Liebe, Sinnlichkeit und Spiritualität. Gleichzeitig geht ein König seinen eigenen Weg und lässt sich nicht von den Massen mitreissen.

Konzert Theater Bern zeigt die 1926 uraufgeführte Oper Król Roger zum ersten Mal überhaupt in der Schweiz. Szymanowski schuf mit seinem Werk eine eigene Klangsprache und versuchte dabei, seinen Weg abseits von Wagner und Strauss zu gehen. Regisseur Ludger Engels, der im Stadttheater zuletzt Tristan und Isolde mit grossem Erfolg inszenierte, nimmt sich mit Król Roger einer seiner liebsten Opern an. Er holt das Berner Symphonieorchester auf die Bühne (Ric Schachtebeck) und das Publikum wortwörtlich mitten in die friedliche Revolution hinein.

Eine Oper auf Polnisch? Kein einfaches Unterfangen! Für die Titelrolle des König Roger konnte Konzert Theater Bern Mariusz Waldemar Godlewski verpflichten, der in seiner Muttersprache singt. Das restliche Ensemble verbringt seine Zeit neben der Bühne derzeit im Polnischkurs.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Fotos (© Ric Schachtebeck)

Madama Butterfly

 

Wenn alle Hoffnung schwindet

Oper von Giacomo Puccini

Premiere: 19. Januar 2020 | 18 Uhr | Stadttheater Bern

Wer kennt sie nicht, die Geschichte um die wunderschöne Geisha Cho-Cho-San, genannt Butterfly, die mit dem amerikanischen Marineleutnant Pinkerton die Ehe auf der Basis eines sehr einseitigen Handels eingeht? Nach japanischem Recht kann der Ehemann die Verbindung monatlich auflösen, weshalb er der Angelegenheit keine grosse Ernsthaftigkeit beimisst und – zurück in der Heimat – bereits nach kurzer Zeit auf eine weitere, amerikanische Heirat anstösst. Nach jahrelangem Warten sieht sich Butterfly, die mittlerweile Mutter eines gemeinsamen Kindes ist, mit der bitteren Realität konfrontiert und zieht eine dramatische Konsequenz.

Nach Mozarts Zauberflöte, Gounods Faust und Rossinis L’Occasione fa il ladro zeichnet der Brite Nigel Lowery bereits zum vierten Mal bei Konzert Theater Bern sowohl für die Regie als auch für die Gesamtausstattung einer Oper verantwortlich. Mit Madama Butterfly zaubert er ein sinnliches und ästhetisches Gesamtkunstwerk auf die Bühne des Stadttheaters und gibt Puccinis exotischster Oper eine ganz eigene japanische Färbung. Für die Titelrolle der Geisha Cho-Cho-San konnte Konzert Theater Bern den kroatischen Opernstar Lana Kos verpflichten. Sie begeisterte bereits 2017.18 in Bern in der Verdi-Oper Il trovatore.

Die verkaufte Braut

 

Adriana Altaras bringt Die verkaufte Braut auf die Opernbühne

Eine Oper von Bedřich Smetana | Regie Adriana Altaras
Premiere: 08. März 2020 | 18:00 | Stadttheater

Obwohl Marie eigentlich Hans liebt, haben sie ihre Eltern – getrieben vom zwielichtigen Heiratsvermittler Kecal – Michas Sohn Wenzel versprochen. In einer einzigen, durchzechten Nacht wird Hans seine Geliebte bereitwillig verkaufen, Wenzel auf der Suche nach seinem Glück neue Wege beschreiten und Marie in ihrer Not schier verzweifeln. Wird sie sich ihrem Los beugen? Oder werden die Liebenden am Ende doch noch zusammenfinden?

Regisseurin, Autorin und Schauspielerin Adriana Altaras bewies mit ihrem Team dem Berner Publikum bereits mit Verdis Un ballo in maschera sowie Hubays Anna Karenina, dass sie ein Händchen dafür besitzt, feiernde Gesellschaften lustvoll und mitreissend auf die Bühne zu bringen, ohne dabei die Geschichten der einzelnen Figuren aus den Augen zu verlieren. Im Fall von Die verkaufte Braut von Bedřich Smetana verortet Adriana Altaras die Dorfgemeinschaft im Alpenraum. Die räumliche Enge der Gemeinschaft ist Fluch und Segen zugleich: Im gleichen Masse wie die Dorfbewohner füreinander sorgen manipuliert jeder jeden.

Schauspiel

Walden

 

Kommen Sie walden mit uns!

Von Showcase Beat Le Mot | URAUFFÜHRUNG

Premiere: 6. September 2019, 19:00, Vidmar +

Am Anfang stand ein Baum. Dann kamen Menschen, fällten ihn, zersägten ihn zu Regalen und machten aus seinem Holz Bücher, damit sie sich etwas Gescheites in die Regale stellen konnten. Ohne Baum gäbe es kein Wissen, denn wer durch das Dickicht der Bibliotheksregale streift, wird feststellen, dass um ihn alles eigentlich Wald ist – transformierter und ausgebeuteter Wald.

Das legendäre deutsche Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot will den wirklichen Wald zum Sprechen bringen und nicht den Dschungel aus Buchstaben, der zwischen zwei Buchdeckeln steckt. Dafür nimmt es sein Publikum mit auf einen spätsommerlichen Abendspaziergang im Könizer Wald. Dabei gibt es so einiges zu entdecken: Pflanzen leben ihre Theatralität aus und Wurzeln lachen sich kaputt über waldbadende Menschen und Jogger*innen, die von Igeln überholt werden.

Freundlich soll die Waldperformance jedoch nicht werden, denn was wir der Natur antun, schreibt sich mit dem ABC des Kolonialismus: Ausbeutung, Grausamkeit, Profitgier, Überheblichkeit. Die Natur wird zu einer Ware degradiert. Darum soll Walden unsere Sinne schärfen – und der Spaziergang in einem Aufbegehren enden.

frau verschwindet (versionen)

 

Eine Frau erfindet sich neu

Von Julia Haenni | URAUFFÜHRUNG

Premiere: 7. September 2019, 19:30, Vidmar 2

Eine Frau stellt ein Paar weisse Turnschuhe vor ihre Haustür – und verschwindet plötzlich. Zwei Nachbarinnen rätseln, was mit der Frau passiert sein könnte. Wurde sie Opfer eines Delikts? Ist sie nur einkaufen gegangen? Oder ist sie losgezogen, um sich neu zu erfinden? Versionen der verschwundenen Frau kehren zurück in die Wohnung. Sie zeigen, was die Frau auch sein kann, wenn sie befreit ist von Zuschreibungen und Klischees: kein Opfer, sondern eine Heldin, die wider aller Erwartungen und Konventionen ihre eigene Heldengeschichte schreibt.

Autorin und Regisseurin Julia Haenni hat frau verschwindet (versionen) im Rahmen ihrer Hausautorinnenschaft in der Saison 2018.19 bei Konzert Theater Bern geschrieben. In ihrem vielstimmigen Theatertext fordert sie Frauen (und Männer) heraus, dem Frausein mit einer neuen Offenheit zu begegnen. Oder sollten wir gar in Utopien denken?

Inszeniert von der deutschen Regisseurin Marie Bues, die sich einen Namen gemacht hat als progressive Theaterfrau, ist frau verschwindet (versionen) weder verbissen noch fundamentalistisch. Vielmehr demontiert das Stück auf humorvolle, ja komödiantische Weise Klischees. Als starke Frauenfiguren sind die drei Ensemble-Mitgliederinnen Florentine Krafft, Grazia Pergoletti und Irina Wrona zu sehen. Für die Bühne und die Kostüme zeichnen mit Konstantina Dacheva und Indra Nauck ebenfalls Frauen verantwortlich.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Der Sohn

 

Elmar Goerden zeigt den dritten Teil seiner Trilogie

URAUFFÜHRUNG

Premiere: 20. September 2019, 19:30, Vidmar 1

Mit Penelope und Die Irrfahrten des Odysseus inszenierte Elmar Goerden am Konzert Theater Bern bereits zwei Stücke, die aus seiner Feder stammen. Der Sohn ist der letzte Teil dieser Trilogie, die sich Homers Odyssee zur Ausgangslage nimmt. Nachdem mit Penelope und Odysseus die Eltern im Zentrum standen, legt Goerden nun den Fokus auf die Figur des Sohnes.

Er taucht in seinem Stück ein in das Leben des Telemachos und schreibt dessen Geschichte mit Blick auf die Gegenwart neu. Dabei wirft er mit beissendem Humor ein Schlaglicht auf die Kuriositäten, die das Konstrukt der modernen Familie offenbart. Wie schon in den ersten beiden Teilen zeichnet Goerden in einer Doppelfunktion als Autor und Regisseur verantwortlich.

Goerden war im Frühjahr mit seinem Stück Die Abweichungen an die Mülheimer Theatertage eingeladen worden. Zuletzt inszenierte der Deutsche am Schauspiel Stuttgart, im Theater in der Josefstadt in Wien und bei Konzert Theater Bern die Oper Fierabras. Im April 2020 wird er mit Pelléas et Mélisande bereits die zweite Opernproduktion auf die Stadttheaterbühne bringen.

Wir freuen uns, Sie zu der Premiere von Der Sohn begrüssen zu dürfen. Für Vorausberichte, Interviews oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte jederzeit an mich.

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Fotos (© Janosch Abel)

Der grosse Diktator

 

Der grosse Diktator erstmals auf deutschsprachiger Theaterbühne

Nach dem Film von Charlie Chaplin
Deutschsprachige Erstaufführung
Mit englischen Übertiteln

Premiere: 19. Oktober 2019, Stadttheater

Charlie Chaplin war ein Weltstar, seine Filme erreichten Millionen. Umso mutiger war es, dass er in Der grosse Diktator (1940) den Nationalsozialismus mit aller Kunst der Satire kritisierte. Konzert Theater Bern bringt Chaplins Filmklassiker zum ersten Mal auf eine deutschsprachige Theaterbühne.

Die Geschichte über die groteske Verwechslung zwischen dem Diktator Tomaniens, Adenoid Hynkel, und dem jüdischen Friseur spielt in den 1930er Jahren, zur Zeit der Machtergreifung Hitlers. Nach einer trickreichen Flucht aus der Gefangenschaft hält der jüdische Friseur – der von allen für Hynkel gehalten wird – seine weltberühmt gewordene Schlussrede. Sie ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen den Hass und sollte zu einem Schlüsselmoment der Filmgeschichte werden. Gerade heute, in Zeiten erneut erstarkender nationaler Ideologien, ist die Rede von beklemmender Aktualität.

Regisseur und Schauspielchef Cihan Inan hat basierend auf Chaplins Film eine eigene Bühnenfassung geschrieben. Ensemblemitglied Gabriel Schneider, jüngst in der Kritikerumfrage des Fachblatts «Theater heute» als bester Nachwuchsdarsteller genannt, ist in der Doppelrolle Adenoid Hynkel/Friseur zu sehen.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Der letzte Schnee

 

Winter ohne Schnee, dafür mit Camenisch

Der letzte Schnee | Uraufführung
Schauspiel nach dem Roman von Arno Camenisch

Premiere: 8. November 2019 | 19:30 Uhr | Vidmar 1

Der Schlepplift dreht seine Runden, die Billette sind sortiert – aber der Winter kommt nicht. Dennoch harren die beiden Skilift warte Paul und Georg stoisch aus, behaupten den Winter herbei. Und philosophieren dabei über die Vergänglichkeit der Dinge, der Menschen, der Welt. Der letzte Schnee von Arno Camenisch wurde von den Kritikern gefeiert: «Beckett mit Wollmütze», schrieb die NZZ in Anspielung auf das Theaterstück Warten auf Godot von Samuel Beckett. Konzert Theater Bern bringt Der letzte Schnee am 8. November 2019 zur Uraufführung.

Jonas Knecht, Schauspielchef am Theater St. Gallen, setzt Elemente von Arno Camenischs Roman szenisch um und erzählt mit Charme, Poesie und feinem Humor von der Vergänglichkeit. Dabei spielt die Musik eine zentrale Rolle. Die Berner Musikerin Anna Trauffer legt dem Stück mit ihrem Kontrabass, einer Glasharfe und ihrer Stimme einen melancholischen Klangteppich zu Grunde, der das Abhandenkommen der Welt aufhält.

Cengalo, der Gletscherfloh

 

Greta ist auch ein Gletscherfloh

Märchen von Franz Hohler für Kinder ab 6 Jahren | Uraufführung

Premiere: 15. November 2019 | 18 Uhr | Stadttheater

Cengalo ist ein Gletscherfloh, der mit seiner Familie eine Eishöhle hoch oben in den Alpen bewohnt. Seine Kinder besuchen die Gletscherschule, seine Frau geht zur Arbeit und er sorgt zu Hause dafür, dass es immer genügend Schnee zu essen gibt. Eines Tages beginnt es von der Decke der Eishöhle zu tropfen. Den Kindern ist schnell klar: Dass ihr Zuhause dahinschmelzt, hängt mit dem Klimawandel zusammen, den haben sie in der Schule nämlich eingehend besprochen. Bei den erwachsenen Gletscherflöhen dauert es etwas länger mit der Einsicht.

Der Schweizer Erfolgsautor Franz Hohler hat mit Cengalo, der Gletscherfloh für Konzert Theater Bern ein überaus witziges Märchen geschrieben, das die Brisanz des Klimawandels spielerisch und ohne erhobenen Zeigefinger verhandelt. Mit Meret Matter konnte Konzert Theater Bern eine Regisseurin gewinnen, die dem Berner Publikum als Exponentin der freien Szene bestens bekannt ist. Meret Matter inszenierte bereits zwei Kindertheater am Schauspielhaus Zürich. Für Cengalo, der Gletscherfloh hat sie gemeinsam mit Musikerin und Schauspielerin Sibylle Aeberli (Schtärneföifi) für das Stück eine Reihe neuer Songs geschrieben und eröffnet damit Jung und Alt neue Welten. Sibylle Aeberli steht auch als Schauspielerin auf der Bühne.

FIFA – Glaube, Liebe, Korruption

 

Wir dribbeln die FIFA aus

FIFA – Glaube, Liebe, Korruption | Uraufführung
Ein Projekt von Christoph Frick & Ensemble
Premiere: 19. Dezember 2019 | 19:30 | Vidmar 1

Die FIFA ist ein «gemeinnütziger Verein» mit Sitz in der Schweiz. Und wie bei jedem richtigen Schweizer Verein gibt es auch hier Hauptversammlungen mit Sitzordnungen, langen Reden und freundlichem Zustimmen per Handzeichen. Seit Jahren kommt der Präsident aus dem Wallis, einem Kanton, wo die Kirche noch im Dorf steht. Alles ganz überschaubar also. Ganz bescheiden. Nur: Dieser Verein verfügt über viel Macht. Und über noch mehr Geld. Der Präsident geht bei den Mächtigen dieser Welt ein und aus und zieht geschickt die Fäden in einem Milliardengeschäft. Dabei steht die FIFA seit Jahren unter Korruptionsverdacht. Da werden Konten poliert und Aussagen gebogen, während in schönster Doppelmoral der weltweite Sportsgeist beschworen wird: «Living Football», alles eine Frage von Taktik und Timing.

Doch darin ist nicht nur die FIFA Profi: Mit einem gnadenlosen theatralen Tackling unternehmen Regisseur Christoph Frick und das spielfreudige Ensemble von Konzert Theater Bern den Versuch, diesen Giganten des globalen Geschäfts auszuhebeln. Es ist Christoph Fricks Markenzeichen, in seinen Theaterprojekten Machtstrukturen zu hinterfragen – da liefert die FIFA eine Steilvorlage. Gemeinsam mit seinem Team hat er Korruptionsexperten, Journalisten, Fans und zu guter Letzt auch Sepp Blatter befragt. Entstanden ist ein sehr physisches Theaterstück, das Fussballfans und -gegner gleichermassen begeistern wird.

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Fotos © Janosch Abel

Orest

 

Orest – ein intimes Kammerspiel in der Vidmar2

Orest | Nach Sophokles, Aischylos, Euripides. In einer Bearbeitung von John von Düffel | Schweizer Erstaufführung
Premiere: 18. Dezember 2019 | 19:30 Uhr | Vidmar2

Wir leben in einer Welt, in der wir unendlich viele Entscheidungen treffen können, ein Leben der Selbstbestimmung führen. Aber wie frei ist der freie Wille wirklich und welche Rolle spielt dabei das Schicksal? In Orest sind die Mitglieder der wohl bekanntesten antiken Familie in einem Kreislauf ewiger Gewalt gefangen. Jeden Tag stellen sie ihre Geschichte nach und jeden Tag endet sie wieder mit dem Mord des Sohnes Orest an seiner Mutter Klytaimnestra und deren Geliebten Aegisth. Doch diesmal eilen keine Götter zu Hilfe und die vier Figuren müssen selbst einen Ausweg aus dem Kreislauf finden.

Der deutsche Dramatiker John von Düffel hat von Orest, einem der ältesten Theaterklassiker überhaupt, 2013 eine aktualisierte Version veröffentlicht. Konzert Theater Bern bringt seine zeitlose Neufassung der griechischen Tragödie nun als intimes Kammerspiel in der Schweizer Erstaufführung auf die Bühne. Für die junge Regisseurin Sophia Aurich ist es nach dem Erfolg von Jemandland in der Spielzeit 2018.2019 bereits das zweite Regiewerk am Haus. Im Stück zu sehen sind unter anderen Gabriel Schneider als Orest und Chantal Le Moign als Klytaimnestra (beide Der grosse Diktator).

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Fotos © Annette Boutellier

Tod eines Handlungsreisenden

 

Gerd Heinz gibt seinen Bühnenabschied in Bern

Schauspiel von Arthur Miller | Regie: Gerd Heinz
Premiere: 15. Februar 2020 | 19:30 | Stadttheater

Seit jeher hinterfragt Arthur Millers Stück Tod eines Handlungsreisenden den «American Dream». Der moderne Klassiker formuliert eine Kapitalismuskritik, die nichts von ihrer Aktualität verloren hat. Als der Handlungsreisende Willy Loman seinen Job verliert, stossen die Lebenslügen der Eltern auf die Lebensentwürfe der Kinder. Aber auch diese sind nicht in der Lage, die Weltsicht der älteren Generation zu überwinden.

Gerd Heinz hat im Verlaufe seiner langen Theaterkarriere an allen wichtigen deutschsprachigen Bühnen gearbeitet. Nach der spartenübergreifenden Inszenierung Die Formel gastiert er nun wiederum in Bern. Und es wird seine letzte Produktion: Gerd Heinz hat seinen Abschied von der Bühne angekündigt. Für seine Inszenierung von Millers Klassiker wählt er einen besonderen Ansatz: Das gesamte Geschehen spielt sich in Willy Lomans Kopf ab. Dafür hat Lilot Hegi eine Drehbühne gestaltet, die Lomans Gedankenkarussell visuell umsetzt. Der Dramaturg Marco Läuchli vervollständigt das erfahrene Trio; er zeichnet für die Textfassung verantwortlich. Heinz/Hegi/Läuchli haben bereits zahlreiche Produktionen gemeinsam realisiert.

Gleich eine gute Generation jünger ist Marc Stucki. Der renommierte Berner Jazz-Saxophonist ist Teil des Bühnengeschehens und trägt mit seiner Live-Musik zu einem poetischen Theaterabend bei.

Meisterin Hüpf und der scheue König

 

Meisterin Hüpf verhilft zu ungeahnten Kräften

Uraufführung
Ein poetisches Musiktheater für Kinder von Fabienne Biever | Ab 6 Jahren
Premiere: 13. Februar 2020 | 15:30 | Stadttheater, Mansarde

Meisterin Hüpf, eine lustige Grashüpferin, springt fröhlich singend durch ihre Welt. Eines Tages begegnet ihr ein wortkarger König, der seine Krone in einen Brunnen werfen will, weil er an seiner Rolle verzweifelt. Meisterin Hüpf behauptet, König zu sein, sei kinderleicht. Während eines wundersamen Rollenspiels entdeckt der König eine neue Seite an sich. Seine Zweifel scheinen beinahe überwunden, als das Stachelschwein Katastrophen-Willi auftaucht und vor einem tobenden Riesen warnt. Ist es wirklich ein Riese oder nur ein Gewitter? Und schwebt die Wald-Elfe tatsächlich in Gefahr?

In diesem poetischen, lustigen Stück dürfen sich Kinder kugeln vor Lachen, mitfiebern und erkennen, wie man Ängste überwindet. Erwachsene erfahren, wie heilend Theater und Rollenspiel wirken können und was alles möglich ist, wenn man andere Seiten an sich entdeckt.

Meisterin Hüpf und der scheue König ist ein Stück für Kinder ab 6 Jahren, geschrieben und auf die Bühne gebracht von der Berner Schauspielerin und Regisseurin Fabienne Biever. Das multiinstrumentale Duo Djinbala in the Kosmos hat dafür eigens Musik komponiert, die es während des Stücks live spielt.

Schuld und Sühne

 

Der «grösste Kriminalroman aller Zeiten» in Bern auf der Bühne

Schauspiel nach dem Roman von Fjodor M. Dostojewskij, in der Übersetzung
Verbrechen und Strafe von Swetlana Geier
Premiere: 27. Februar 2019 | 19:30 | Vidmar 1

Der Student Rodion Raskolnikow lebt in einer engen Kammer und dämmert in düsteren Gedanken vor sich hin. Die Lust an Grenzüberschreitungen und ein obskures Menschenbild führen schliesslich dazu, dass er zwei Menschen umbringt. Danach muss er mit Schuld und Einsamkeit leben. Auf seinem Weg begegnet er allerhand Gestalten, die ihn als Widersacher und Unterstützerinnen begleiten.

Mit Schuld und Sühne hat Dostojewskij ein zentrales Werk der Weltliteratur geschaffen. Es ist mitreissend – Thomas Mann bezeichnete es einst als «grössten Kriminalroman aller Zeiten» – und behandelt Fragen, die zu Recht nicht an Aktualität verlieren: Welche Theorien und Moralvorstellungen liegen unserem Handeln zugrunde? Und was geschieht, wenn uns diese Grundlagen plötzlich lächerlich erscheinen?

Um den inneren Konflikten Raskolnikows eine Körperlichkeit zu verleihen, hat das junge Team um Regisseur Henri Hüster die Figur auf fünf Schauspieler*innen verteilt und mit der Choreografin Vasna Aguilar zusammengearbeitet. Dadurch verhandeln sie die Frage, wie stark die moralischen Zweifel nicht nur den Geist, sondern auch den Körper durchdringen.

Fräulein Julie

 

Libido-Lambada in der Mittsommernacht

Schauspiel von August Strindberg
Premiere: 25. März 2020 | 19:30 | Vidmar 2

Die Mittsommernacht wird rauschend gefeiert. In Shakespeares Sommernachtstraum verliebt sich Elfenkönigin Titania in einen Esel, in Strindbergs meistgespieltem Stück die adlige Julie in den einfachen Diener Jean. Sie will sich aus ihrem gesellschaftlichen Korsett befreien und dafür unbedingt nach unten, er wiederum versucht mit allen Mitteln, nach oben in die bessere Gesellschaft zu gelangen.

In dieser heissen Nacht flirten die beiden heftig, provozieren und fordern einander heraus. Die Liebe bahnt sich scheinbar einen Weg. Doch wer spielt in diesem selbstverliebten, abgründigen Spiel voller Erwartungen und Enttäuschungen letztlich mit wem? Und was für eine tragische Konsequenz ist zu erwarten, wenn der Graf, Julies Vater, nach Hause kommt?

Strindbergs Drama aus dem 19. Jahrhundert ist ein Stück über den Geschlechterkampf, über Liebe, Macht und über die Auseinandersetzung mit sozialem Status. Regisseurin Alexandra Wilke, die hauptsächlich Gegenwartsdramatik inszeniert, stellt sich mit diesem Klassiker erstmals dem Berner Publikum vor. Sie macht aus dem Trauerspiel ein „Sauerspiel“, ein „Powerspiel“, wie sie sagt, und prüft den Stoff dabei auf seine Gegenwartstauglichkeit.

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Tanz

Swan

 

Drei Mal Schwanensee ohne Tutu und Tamtam

Choreografien von Estefania Miranda, Jo Strømgren und Ihsan Rustem
URAUFFÜHRUNGEN

Premiere: 2. November 2019, 19:30, Stadttheater

Schwanensee ist der Klassiker schlechthin unter den Handlungsballetten. Doch was bleibt von der Geschichte, wenn die Liebenden vereint sind, der schwarze Schwan entlarvt und das Tutu abgestreift ist? Mit Swan, dem dreiteiligen Tanzabend, präsentiert die Tanzcompagnie Konzert Theater Bern neue Perspektiven auf den Klassiker. Und diese Sichtweisen gehen tiefer, sind aktueller und radikaler.

Nach dem grossen Erfolg von Vier Jahreszeiten im letzten Jahr setzt sich Tanzchefin Estefania Miranda in ihrer neuen Choreografie auf kritische Weise mit der Tradition der Ballerinen in Schwanensee auseinander. Die Choreografin gibt ihrem Stück eine feministische Note und schickt Titelfigur Odile auf die Suche nach ihrem Selbst – in einem Zeitalter, in dem grosse Tanzcompagnien ihre Hauptrollen nach wie vor fast ausschliesslich mit Künstler*innen weisser Hautfarbe besetzen. Jo Strømgren kreiert seinerseits ein poetisches Tanzstück über die Widersprüche und Extreme des Ballettklassikers. Und Ihsan Rustem widmet sich schliesslich der Doppelrolle des weissen und des schwarzen Schwans, die zwischen Gut und Böse oszilliert.

Die Compagnie tanzt teilweise auf Spitze und unter anderem zu Tschaikowskys Originalmusik. Das Berner Symphonieorchesters, das von Thomas Rösner dirigiert wird, begleitet die Tänzerinnen und Tänzer.

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Foto (© Gregory Batardon)

Leonce und Lena

 

Leonce und Lena tanzen sich frei

Uraufführung

Ein Tanzstück von Felix Landerer nach Georg Büchner
Premiere: 25. Januar 2020 | 19:30 | Vidmar 1

Prinzessin Lena und Prinz Leonce haben sich noch nie gesehen, doch sie sollen heiraten. Alles ist arrangiert. Was den beiden zutiefst widerstrebt, scheint ihre Bestimmung zu sein: Auf Heiratsflucht verlieben sie sich ineinander, ohne zu wissen, wer ihr Gegenüber ist.

Felix Landerer, der mit Max Frischs Homo Faber bereits eine erfolgreiche Literaturadaption vorgelegt hat, nimmt sich nun Georg Büchners abgrundtiefem Lustspiel Leonce und Lena an. Assoziativ begegnet er den Widersprüchen der in einem festgefahrenen System lebenden und an Lethargie leidenden Charaktere. Er fokussiert dabei auf Lena, die sich als starke Frauenfigur aus diesem Korsett befreit und die Notwendigkeit nach Veränderung erkennt. Ebenso zieht er Parallelen zu einer Generation, die derzeit mit Protesten zum Umdenken auffordert und sich den Konventionen entgegenstellt.

Zur eigens für das Stück komponierten Musik von Christof Littmann verleihen die Darsteller*innen dem Spannungsfeld zwischen Langeweile und Ausbruch mit einer dynamischen Tanzsprache Ausdruck.