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Isabelle Jakob
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail isabelle.jakob@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Saison 2019.2020 | Allgemeine Informationen

 

Mehr als 30 Premieren und Projekte – darunter zwölf Uraufführungen – sowie 12 Symphoniekonzerte des Berner Symphonieorchesters stehen in der Saison 2019.2020 auf dem Spielplan von Konzert Theater Bern. Am 24. August 2019 läuten wir mit unserem grossen Theaterfest die Saison ein, öffnen den ganzen Tag unsere Türen und gewähren Einblick in alles, was sonst verborgen bleibt. Am Abend spielt das BSO unter der Leitung seines Chefdirigenten Mario Venzago bei trockener Witterung ein Openair-Konzert auf dem Bundesplatz – bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Stadttheater statt.

Spielzeitheft 2019.2020

 

Der reguläre Vorverkauf beginnt am 12. Juni 2019!

Der Vorverkauf für die Wiederaufnahme der Oper «Carmen» und für das Extrakonzert «Über ds Chrüz» mit dem Berner Symphonieorchester und Lo & Leduc beginnt ab sofort!

 

 

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Spielzeitheft 2019.2020

Jemandland

 

Theater im Mikrokosmos Baustelle

Von Ivona Brdjanovic│URAUFFÜHRUNG

Premiere: 15. Mai 2019, 19:30, Vidmar 2

Viele Arbeitsorte funktionieren wie ein Mikrokosmos, also wie die Welt im Kleinen. In ihrem Dramendebüt Jemandland macht die Autorin Ivona Brdjanovic eine Baustelle zum Ort des Geschehens und der grossen Fragen. Miroslav, «ein Geschäftsmann aus dem Osten», führt ein erfolgreiches Bauunternehmen. Sein Mitarbeiter Nenad lebt in der Illegalität und muss deshalb unsichtbar bleiben. Doch dieses Vorhaben scheitert gewaltig und die Geschichte nimmt eine ungeahnte Wendung…

In Jemandland verpackt Ivona Brdjanovic die Schicksale von vier Einzelkämpfer*innen, die auf einer Baustelle aufeinandertreffen und sich fortan gegenseitig instrumentalisieren. Das Stück dreht sich um Machtmechanismen in Arbeitsverhältnissen, um die Frage nach Individualität, um Heimat und Zugehörigkeit.

Die Autorin Ivona Brdjanovic wurde in Bosnien und Herzegowina geboren und lebt seit 1991 in Zürich. Sie studierte am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel und schreibt Prosa sowie Dramatik. Die junge Regisseurin Sophia Aurich stellt ihre erste Regiearbeit für Konzert Theater Bern vor.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Paul Klee

 

Paul Klee lädt zum Tanze

Etienne Béchard │Kor’sia │URAUFFÜHRUNGEN

Premiere: 3. Mai 2019, 19:30, Vidmar 1

Bei der Tanzplattform Bern 2018 wurden bereits zum 5. Mal die Berner Tanzpreise vergeben. Und auch bei dieser Ausgabe wurden die Preisträger damit beauftragt, sich choreografisch mit einer Berner Persönlichkeit auseinanderzusetzen. Der diesjährige Tanzabend Paul Klee trägt einerseits die Handschrift des Gewinner-Kollektivs Kor’sia, andererseits jene von Etienne Béchard, Choreograf der umjubelten Produktionen Post Anima und Bolero am Konzert Theater Bern.

Kor’sia, bestehend aus Mattia Russo und Antonio de Rosa, werden in ihrer Choreografie nach der Skurrilität und der möglichen Bewegungssprache der berühmten Engel von Paul Klee fragen. Zudem werden zahlreiche andere Werke des Künstlers thematisiert, so dass das Publikum in das Universum von Klee eintauchen kann, dessen Werk die Kunstgeschichte bis heute beeinflusst.

Der gebürtige Franzose Etienne Béchard wird sich dem Schaffen von Paul Klee sehr narrativ nähern und nebst der Compagnie auch Puppen tanzen lassen, die an Klees berühmte Handpuppen angelehnt sind. Sie werden eine Geschichte erzählen, die das Publikum in eine märchenhafte Welt entführen wird.

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Fotos (© Gregory Batardon)

Der Elefant von Murten

 

Der Elefant von Murten kommt nach Bern

Premiere: 13. April 2019, Stadttheater

1866 wurde in Murten mit Kanonen auf einen Elefanten geschossen. Auf einen Elefanten, der mit einem Wanderzirkus ins beschauliche Städtchen Murten einzog. Das Tier brach aus und wurde getötet, sein Skelett steht bis heute im Naturhistorischen Museum in Bern. Das sind die historischen Fakten. Alles andere ist frei erfunden: ein Wanderzirkus mit seinen ganz eigenen Gesetzen bringt bei den braven Bürgerinnen und Bürgern in Murten so einiges durcheinander, weckt Sehnsüchte und Ängste, lässt buchstäblich zwei Welten aufeinanderprallen. Sogar ein Metzgerssohn verliebt sich gegen den Willen seines Vaters in eine Akrobatin, die ihn mit einer Wette um den Bau eines Flugapparates herausfordert. Und als auch noch der Elefant aus seinem Gehege ausbricht, ist die Katastrophe perfekt…

Die Uraufführung Der Elefant von Murten erzählt von einer Epoche grosser technologischer Innovationen und einschneidender sozialer Veränderungen. Und wie die industrielle Revolution damals gesellschaftliche Bruchlinien auftat, spürt die heutige Menschheit die Auswirkungen der Globalisierung. Der Elefant von Murten ist der erste Theatertext des Solothurner Drehbuchautors Uwe Lützen und ein Paradestück für die Theatergruppe VOR ORT, die im letzten Winter mit Krabat das Stadttheater verzauberte.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Das Resort – Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung

 

Im Hotel mit Jürg Halter & Elia Rediger

Premiere: 04. April 2019, Vidmar 1

Da haben sich zwei gefunden. Der Berner Schriftsteller Jürg Halter und der Basler Musiker und Komponist Elia Rediger präsentieren am Konzert Theater Bern ihre erste grosse Zusammenarbeit für die Bühne. In Das Resort – Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung bleibt ein Luxusresort mit integrierter Entzugsklinik nach einem gewaltigen Bergsturz von der Welt abgeschnitten. Die Gäste, das Personal und das Salonorchester im Hotel «Fortschritt» bilden eine Notgemeinschaft. Bald beginnen die gegenseitigen Vorwürfe, es bilden sich Lager und neue Paare. Kommen sie je heil wieder heraus? Und wer ist der geheimnisvolle Retter, von dem die Rede ist?

Jürg Halter und Elia Rediger verhandeln in Das Resort – Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung drei hochaktuelle Gesellschaftsthemen: Selbstoptimierung, religiöse Erlösungssehnsucht und den Klimawandel. Im Kern des Stücks soll es immer darum gehen, was der Mensch dazu beiträgt, sich allmählich selber abzuschaffen. Hinter dieser Melancholie und diesem Kulturpessimismus steckt jedoch ein bitterböser, grotesker und bisweilen schonungsloser Humor, ganz wie er dem Werk von Halter und Rediger eigen ist.

Das Resort – Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung ist eine Dreigroschenoper des 21. Jahrhunderts mit Salonorchester und eignet sich dank der Verknüpfung von Theater und Musik für Interessierte beider Genres.

Jürg Halter und Elia Rediger sind Konzert Theater Bern seit mehreren Jahren verbunden. Halters Mondkreisläufer gelangte am Konzert Theater Bern zur Uraufführung und wurde im Rahmen der „Autorentheatertage 2017“ am Medienmitteilung
Deutschen Theater in Berlin gezeigt. Er gehört mittlerweile du den bekanntesten Schweizer Autoren seiner Generation, letztes Jahr ist sein Erstlingsroman Erwachen im 21. Jahrhundert erschienen. Elia Rediger hat sein Interesse an der Theaterarbeit am Konzert Theater Bern vertieft und im Rahmen seiner Hausautorenschaft sein erstes abendfüllendes Theaterstück Oh Boyoma geschrieben. Er ist zudem Gründungsmitglied der Band „The Bianca Story“.

Die Uraufführung von Das Resort – Ein Singspiel über das tragische Ende der Selbstoptimierung bringt die junge Regisseurin Antje Schupp auf die Bühne, die schon quer durch die Genres von der klassischen Oper bis zur Queer-Performance gearbeitet hat. Sie inszeniert u.a. am Theater Basel, am Schauspielhaus Zürich und am Schauspielhaus Wien.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Reigen

 

Ein skandalöser Liebesreigen

Premiere: 31. März 2019, Stadttheater

«Etwas Unaufführbareres hat es noch nie gegeben». So radikal äusserte sich Arthur Schnitzler selbst über die zehn Dialoge, die er 1897 unter dem Arbeitstitel Liebesreigen verfasste. Und tatsächlich: kaum ein anderes Stück der Weltliteratur erregte einen ähnlichen Skandal quer durch die Gesellschaftsschichten des Fin de Siècle. Im Liebesreigen begegnen sich zehn Personen in unterschiedlichen Paarkonstellationen, wobei es jedes Mal zur sexuellen Vereinigung kommt.

Der belgische Komponist Philippe Boesmans nahm sich dieses Stoffs in seiner 1993 uraufgeführten Oper Reigen an und setzte darin das Prinzip des Reigens musikalisch um. Die eingängige Musik ist reich an humorvollen Irritationen und gleichzeitig von einer allgemeinen Traurigkeit, was den Gemütszustand der ProtagonistInnen auf geschickte Weise widerspiegelt.

Markus Bothe, der im Berner Stadttheater zuletzt mit Le Nozze di Figaro und Il Trovatore grosse Erfolge feierte, wird Regie führen und in seinem Reigen die Verzweiflung und die Traurigkeit der Menschen ins Zentrum stellen. Denn obwohl sie sich in intensive Liebeleien verstricken, bleiben sie teilweise unfähig, miteinander zu kommunizieren und wirkliche Nähe zuzulassen.

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Fotos (© Christian Kleiner)

Humanoid

 

Science-Fiction-Oper für Jugendliche

Premiere: 14. März 2019, Vidmar 1

Die Schlagworte Künstliche Intelligenz und Digitalisierung sind in aller Munde. Die Frage danach, wie intelligente Maschinen künftig das menschliche Dasein beeinflussen und prägen werden, steht fast täglich im medialen Fokus. Ob der Mensch zu diesen Wesen sogar emotionale Verbindungen aufbauen kann, ist Teil der Debatte. Können wir uns in ein künstliches Wesen verlieben? Und kann dieses Wesen unsere auch Gefühle erwidern?

Vor diesem hochaktuellen Hintergrund hat Konzert Theater Bern gemeinsam mit dem Theater Winterthur bei der Schweizer Autorin Pamela Dürr eine Science-Fiction-Oper für Jugendliche in Auftrag gegeben. Pamela Dürr hat mit Humanoid einen Thriller geschaffen, der aktueller nicht sein könnte. Jonah lebt im 3. Jahrtausend, experimentiert mit Androiden und erschafft sich seine ideale Partnerin. Doch als ein Kind dazwischenfunkt, eskaliert das Ganze und wird zu einem „Game“ um Leben und Tod, zwischen Mensch und Maschine...

Der niederländische Komponist Leonard Evers hat zu dieser Geschichte eine flirrende Fantasy-Oper für ein Kammerensemble und sechs SängerInnen komponiert. In Winterthur wird das Musikkollegium Winterthur mit von der Partie sein, in Bern das Berner Symphonieorchester.

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Fotos (© Toni Suter)

Lotario

 

Menschliches Drama vor epischer Kulisse

Premiere: 24. Februar 2019, Stadttheater

Seine erste Opernakademie war bankrottgegangen und so eröffnete Händel 1729 im Londoner King’s Theatre mit der Uraufführung des Lotario seine «zweite Opernakademie». Der mässige Erfolg des Stückes zwang Händel jedoch, das Stück nach nur wenigen Vorstellungen wieder abzusetzen. Obgleich er darin den italienischen Gesangsstil weiter zur Perfektion führte und seine Kunst bewies, aus der Handlung musikalisch Kapital zu schlagen, traf das kammerspielartig angelegte Historiendrama um Erbfolge und Macht damals nicht den Geschmack des Publikums.

Dass Lotario dieses Schicksal zu Unrecht ereilte, beweist unsere Koproduktion mit den Internationalen Händelfestspielen Göttingen. Die Premiere provozierte «Jubel für alle groß und ungeteilt» (Neue Musikzeitung). Der Lotario von Regisseur Carlos Wagner zeigt Adelaide und Idelberto als Opfer von Machtstreben und Repräsentationspflichten vor der Kulisse von Schlacht und Heldenbildern. Carlos Wagners Interesse gilt dem menschlichen Drama in dieser Geschichte, was er in seiner Inszenierung sehr ausdrucksstark umsetzt.

 

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Fotos (© Christian Kleiner)

Titus Andronicus

 

Shakespeares brutalstes Stück mal anders

Premiere: 22. Februar 2019, Vidmar 1

Titus Andronicus gilt sicherlich als das brutalste von Shakespeares Stücken. Zahlreiche Morde geschehen – die Rache dafür sind Schändung und Kannibalismus. Shakespeare erzählt die Geschichte um den Feldherrn Titus als Parabel auf das im Untergang begriffene römische Weltreich.

In der Inszenierung der Regisseurin Mizgin Bilmen steht Rom für die westliche, kapitalistische Welt. Bilmen, die am Konzert Theater Bern zuletzt Malina von Ingeborg Bachmann inszeniert hat, schaut in ihrem Titus Andronicus mit kritischem Blick auf die heutige Konsumgesellschaft, auf ihre Künstlichkeit und Oberflächlichkeit. In der Titelrolle Titus wird die Schauspielerin Chantal Le Moign zu sehen sein, eine besondere Setzung, die zusätzlich die Geschlechterrollen in Frage stellt.

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Aus dem Bleistiftgebiet: Felix-Szenen

 

Wer ist Felix?


Premiere: 15. Februar 2019, Mansarde Stadttheater

Den Schweizer Schriftsteller Robert Walser verbindet eine lange Geschichte mit der Stadt Bern. Zwischen 1921 und 1923 wohnte er in der Altstadt an der Gerechtigkeitsgasse 29, zwischen 1929 und 1933 war er in der Berner Heilanstalt Waldau. Während seiner Zeit in Bern schrieb Walser viele Texte in winziger Mikrogrammschrift, darunter die sogenannten Felix-Szenen. Aber wer ist Felix? Mit dieser Figur erschuf Walser ein Alter Ego, das die Ambivalenzen seines Seins mit Witz zu beschreiben weiss und gleichzeitig eine Sehnsucht nach Gewalt spürbar werden lässt.

Die Felix-Szenen von Robert Walser wurden bereits 1991 in der Mansarde des Berner Stadttheaters aufgeführt und erleben nun, fast dreissig Jahre später, eine Neuinszenierung durch den deutschen Nachwuchsregisseur Henri Hüster (*1989). Dieser stellt sich mit diesem Stück erstmals dem Berner Publikum vor. Er hat die Felix-Szenen neu angeordnet und präsentiert einen Theaterabend mit drei SchauspielerInnen, welche die Figur Felix auf dreierlei Weise verkörpern und so drei Blickwinkel auf seine Identität ermöglichen.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Kontraste

 

Weltberühmte Choreografin kommt nach Bern

Premiere: 1. Februar 2019, Vidmar 1

Lost Cause, Choreografie: Sharon Eyal │Schweizer Erstaufführung
Salve Regina, Choreografie: Jo Strømgren

Sie gilt als eine der bedeutendsten Choreografinnen unserer Zeit und erobert mit ihren Stücken die Welt. Sharon Eyal tanzte jahrelang in der berühmten Batsheva Dance Company, ihre Stücke sind abstrakt und assoziativ und ziehen das Publikum meistens in einen faszinierenden Bann. Nun bringt die Tanzcompagnie Konzert Theater Bern ihr Stück Lost Cause (2012) zur Schweizer Erstaufführung. In Lost Cause kommen tiefe Emotionen zum Vorschein, die Körper erzählen von der Passion des Tanzens und bringen eine extrem physische Bewegungssprache auf die Bühne.

Der pure Kontrast zu diesem Tanzstück ist Salve Regina (2017) des norwegischen Choreografen Jo Strømgren. Das Stück ist – fernab einer religiösen Konnotation – eine Hymne auf den Trost und die Barmherzigkeit. Strømgren ist ein wahrhaftes Theatergenie. Denn er ist nicht nur Choreograf, sondern schreibt und inszeniert zudem Theaterstücke und Opern, entwirft Bühnenbilder und macht Puppentheater. In seinen Tanzabenden schafft Jo Strømgren durch die Verbindung verschiedener Theatermittel und -sprachen konkrete Kontexte. Als Choreograf zeigt er klare Haltung und macht seine Arbeiten dadurch aktuell, politisch, einzigartig und immer humorvoll.

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Fotos (© Gregory Batardon)

Fierabras

 

Heimliche Gefühle im Patriarchat

Premiere: 27. Januar 2019, Stadttheater

Es ist eine Oper, die nur selten auf den internationalen Spielplänen auftaucht. Dabei ist Fierabras von Franz Schubert ein äusserst zeitloses Werk, dessen Kernthema heute aktueller ist denn je. Diese heroisch-romantische Oper zeigt nämlich Figuren, die unglaublich viele Gefühle in sich tragen, diese aber aufgrund des herrschenden Systems und gnadenlosen Befehlshabern nicht äussern können. Es ist eine Welt der heimlichen Emotionen und der steten Unterdrückung. Und es stellt sich die Frage, wie viel Macht Herrscher haben und wie sich die empfindsamen Individuen trotzdem ausrücken können. Mit Blick auf die aktuelle Weltpolitik tatsächlich eine sehr dringliche Fragestellung.

Elmar Goerden setzt diese heimlichen Gefühlswelten und die Patriarchatskritik ins Zentrum seiner Regie. Er ist das erste Mal als Opernregisseur in Bern, ist dem Publikum aber bereits bestens bekannt als Schauspielregisseur, zuletzt mit Die Irrfahrten des Odysseus und Penelope. Auch der Tenor Uwe Stickert ist seit Jahren ein gern gesehener Gast in Bern und schlüpft in Fierabras in die Rolle des Eginhard. Zuletzt stand er in Faust und Das Schloss Dürande auf der Bühne des Berner Stadttheaters. Am Dirigentenpult steht Mario Venzago.

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Freigänger

 

Gefängnis-Reportage für die Bühne

Premiere: Donnerstag 24. Januar 2019, Vidmar 2

 Was macht jahrelange Gefangenschaft mit einem Menschen? Und wie gelingt die Rückkehr vom Gefängnis in die Gesellschaft? Schliesslich leben Gefangene abgeschirmt vom Rest der Bevölkerung, welche sich dadurch nicht mit der Realität einer Strafanstalt und den damit verbundenen Fragen und Ängsten auseinandersetzen muss. Doch wer von uns würde wirklich einen Ex-Bankräuber in der Nachbarschaft willkommen heissen?

Dieser Thematik hat sich Anna Papst während ihrer Hausautorschaft am Konzert Theater Bern gewidmet. Während drei Jahren hat sie für ihr Stück Freigänger recherchiert und hat 30 Interviews mit Insassen der Strafvollzugsanstalt Witzwil (Kanton Bern), ehemaligen Straftätern, forensischen Psychiatern, Angehörigen und Opfern geführt. Daraus entstanden ist Freigänger, eine dichte und extrem lebensnahe Reportage fürs Theater.

Passend zu Freigänger findet am 30. Januar 2019 die erste Ausgabe der neuen Reihe Res:Publikum statt, die Konzert Theater Bern gemeinsam mit dem digitalen Magazin „Republik“ veranstaltet. Freigänger-Autorin Anna Papst, eine Juristin, eine Journalistin und eine Schauspielerin diskutieren darin über „Recht und Freiheit“. Zudem wird es im Rahmen von Freigänger eine Reihe von Publikumsgesprächen geben, bei welchen u. a. ein ehemaliger Insasse von Witzwil und ein forensischer Psychiater zu Gast sein werden.

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Fotos (© Christian Kleiner)

Das Missverständnis

 

Morden bis zur Erkenntnis

Premiere: Donnerstag 20. Dezember 2018, Vidmar 1

Die Geschichte könnte düsterer kaum sein: ein Mann kehrt nach zwanzig Jahren in seinen Heimatort zurück. Dort führen seine Mutter und seine Schwester ein Gasthaus, wo sie wohlhabende Reisende ausrauben und ermorden. Sie erkennen den Heimkehrer jedoch nicht als Sohn und Bruder, was ihn am Ende das Leben kostet. Das Missverständnis von Albert Camus ist ein Schicksalsdrama sondergleichen und wirft unweigerlich Fragen auf. Warum gibt sich der Mann nicht zu erkennen? Und warum hat das grausame Handeln von Mutter und Tochter scheinbar keinerlei Konsequenzen? Das Missverständnis spielt geschickt mit dem Thema der Erkenntnis und klaustrophobischen Zuständen, was der Autor Albert Camus folgendermassen erklärt hat: „Das Missverständnis entstand 1941 im besetzten Frankreich. Ich lebte damals unter dem Zwang der Umstände in den Bergen Mittelfrankreichs. Schon allein diese historische geographische Lage genügte, um die Art Klaustrophobie zu erklären, an der ich damals litt und die sich in diesem Stück spiegelt.»

Das Missverständnis wird inszeniert von Claudia Meyer, die bei Konzert Theater Bern zuletzt bei Die Toten Regie führte. Die Mutter wird von Heidi Maria Glössner, der Grande Dame des Schweizer Schauspiels, verkörpert.

 

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Fotos (© Tanja Dorendorf)

Donkey der Schotte...

 

Don Quijote als Weihnachtsmärchen

Premiere: 7. Dezember 2018, Stadttheater

Etwas hat der spanische Autor Miguel de Cervantes in seinem berühmten Roman Don Quijote für sich behalten. Nämlich, dass die beiden treuen Begleittiere Esel und Pferd richtig dicke Freunde werden. Es ist also höchste Zeit für einen Perspektivenwechsel! Und deshalb gibt die junge Regisseurin Sophia Bodamer den Tieren der Weltliteratur mit Donkey der Schotte und das Pferd, das sich Rosi nannte endlich eine Stimme.


Der Text zum diesjährigen Weihnachtsmärchen stammt vom Berner Autorenduo Ariane von Graffenried und Martin Bieri. Ariane von Graffenried ist Theaterwissenschaflerin, Autorin, Mitglied der AutorInnengruppe „Bern ist überall“ und ein Teil des Duos „Fitzgerald und Rimini“ auf. Für ihren Roman Babylon Park erhielt sie 2017 den Literaturpreis des Kantons Bern. Martin Bieri ist auch Theaterwissenschaftler und war Mitglied des Kollektivs Schauplatz International. Er ist Dramaturg und schreibt als Journalist über Kunst und Sport. Seine Lyrik wurde mit dem Literaturpreis des Kantons Bern und mit dem Literaturpreis der Stadt Bern ausgezeichnet.


Mit von der Partie ist auch Christine Hasler, die als Theatermusikerin u.a. am Theater Kanton Zürich und im Schlachthaus Theater Bern arbeitete. Bald erscheint ihr erstes Album.

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Fotos (© Annette Boutellier)

La Bohème

 

Matthew Wild ist zurück!

La Bohème, eine Oper von Giacomo Puccini

Premiere: 24. November 2018, 19:30, Stadttheater

Der italienische Komponist Giacomo Puccini lebte als junger Mann in einer Art Wohngemeinschaft. Nicht, weil er zu jener Zeit finanziell in einer prekären Lage gesteckt hätte, sondern weil er den Lebensstil der Bohemiens dadurch am besten pflegen konnte. Sein Werk La Bohème thematisiert dieses Künstlerdasein zwischen Armut, Krankheit und Lebensfreude und hat unsere gängige, durchaus romantische Vorstellung der ‘Bohemiens’ massgeblich mitgeprägt.


Mit dieser klischeehaften Betrachtung der Bohemiens hat die Inszenierung des südafrikanischen Regisseurs Matthew Wild nichts zu tun. Er wird die Geschichte aus der Perspektive des alternden Künstlers Marcello erzählen, der auf sein Leben als junger Bohemien zurückblickt. Wild versetzt den Protagonisten mitunter in die Sechzigerjahre, wo Andy Warhol gerade die Kunstszene aufmischt und alle in seinen Bann zieht. Auf Marcellos Erinnerung ist aber kein Verlass, denn seine Erinnerungslücken prägen sich immer mehr aus…

 

Dem südafrikanischen Regisseur Matthew Wild gelang in der vergangenen Saison mit Don Giovanni ein regelrechter Coup. Nun wagt er sich mit La Bohème von Giacomo Puccini an ein weiteres Meisterwerk des Musiktheaters. Die Inszenierung entsteht in Kooperation mit der Cape Town Opera.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Mondlicht

 

Galgenhumor in Krisenzeiten

Mondlicht von Harold Pinter

Schweizer Erstaufführung

Premiere: Freitag 9. November 2018, 19:30 Uhr, Vidmar 1

Als Harold Pinter 2005 mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, war sein Krebs schon stark fortgeschritten. So stark, dass der Autor nicht persönlich an der Preisverleihung erscheinen konnte. Das Thema Krankheit spielte aber nicht nur in Pinters Leben, sondern auch in vielen seiner Werke eine zentrale Rolle. In Mondlicht liegt der Mittfünfziger Andy in seinem Bett, resümiert sein zu Ende gehendes Leben und sinniert über menschliche Beziehungen. Wie gehen eng vertraue Menschen in Krisenzeiten miteinander um? Und was bleibt bei aller Nähe unausgesprochen? Die Antworten darauf entlädt Pinter in seinem typisch schwarzen Humor.

Dieser Galgenhumor ist das Spezialgebiet von Regisseur Johannes Lepper, der seit vier Spielzeiten in Bern inszeniert. Leppers Mondlicht ist gespickt mit surrealen Momenten, wie sie einem manchmal im Alltag widerfahren und wo sich manch einer nicht ganz sicher ist, ob ihm seine Sinne nicht einen Streich spielen…


Mit von der Partie ist Ensemblemitglied Chantal Le Moign, die im Film Zone Rouge von Schauspieldirektor Cihan Inan mitspielte und deren schauspielerische Leistung von den KritkerInnen durchwegs gewürdigt wurde. Sie spielt in Mondlicht Bel, die Frau von Andy.

Donwloads

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Fotos (© Annette Boutellier)

Vier Jahreszeiten

 

Tanz am Rande des Wahnsinns

Vier Jahreszeiten, Choreografie: Estefania Miranda

Premiere: 3. November 2018, 19:30, Stadttheater

Die Vier Jahreszeiten gehören zweifelsohne zu den berühmtesten Werken der Musikgeschichte. Basierend auf Antonio Vivaldis Partituren hat der britische Komponist Max Richter eine furiose Version dieses Zyklus geschaffen und hauchte den Melodien Vivaldis damit neues Leben ein.


Diesem Werk widmet sich Tanzdirektorin Estefania Miranda, die nach dem Erfolg von Callas wieder im Stadttheater choreografiert. Miranda hat den Abend zweiteilig konzipiert, wobei das Publikum nicht immer gleichzeitig im Zuschauerraum sein wird. Den Hauptteil erleben alle gemeinsam. Die Tanzenden bilden ein Kollektiv, das ohne Hierarchien auskommt, ganz so wie das bei Tierschwärmen zu beobachten ist. Diese Harmonie wird allmählich durch Rivalitäten und Ausgrenzungen bedroht, bis schliesslich alles im Wahnsinn endet… Der zweite Teil bildet einen Gegenentwurf zum Hauptteil und zeigt einen paradiesischen Zustand, einen Sehnsuchtsort ohne Rivalität und Hierarchie. Je nach Einteilung wird das Publikum diesen Teil als Prolog oder Epilog erleben.


Die Tanzkompanie von Konzert Theater Bern wird in Vier Jahreszeiten vom Berner Symphonieorchester begleitet. Der erste Konzertmeister Alexis Vincent übernimmt den Solopart, die musikalische Leitung hat Sebastian Schwab (*1993). Er ist derzeit Assistent von Kevin John Edusei bei den Münchner Symphonikern und übernahm bei Konzert Theater Bern bereits die Nachdirigate des Tanzabends Sacre/Faun/Bolero.

 

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Fotos (© Gregory Batardon)

Der Tod des Iwan Iljitsch

 

Sprechen über den Tod - auf der Bühne!

Der Tod des Iwan Iljitsch nach einer Erzählung von Leo Tolstoi

Premiere: Mittwoch 31. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Vidmar 2

Was nutzen gesellschaftlicher Status und Ansehen im Beruf, wenn eine schwere Erkrankung ins Leben tritt? Mit diesen Fragen muss sich der Protagonist in Leo Tolstois Erzählung Der Tod des Iwan Iljitsch auseinandersetzen. Tolstoi erzählt darin sehr zeitlos, wie schwierig es für eine Gesellschaft ist, über Krankheiten zu sprechen. Und wie gross die Hilflosigkeit bei den Kranken und ihrem Umfeld teilweise sein kann.


Der in Israel geborene Regisseur Noam Brusilovsky (*1989) thematisierte seine überwundene Krebserkrankung bereits in einer eigenen Theaterarbeit. Der Tod des Iwan Iljitsch ist eine Art Fortsetzung davon und zwischen Dramatisierung und Dokumentartheater anlegt. Brusilovsky hat intensive Recherchen betrieben und mit BernerInnen aus dem Bereich der Bestattung, der Palliativmedizin und der Psychoonkologie darüber gesprochen, wie sie in ihrem Alltag mit den Themen Krankheit und Tod konfrontiert werden. Ihre Erfahrungen fliessen direkt in die Inszenierung mit ein.


Noam Brusilovsky hat an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Regie studiert und ist seither als bekannter Hörspielregisseur unterwegs. Für den SWR inszenierte er 2017 das Hörspiel Broken German, wofür er mit dem Deutschen Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet wurde.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Beresina - oder die letzten Tage der Schweiz

 

Das Callgirl und seine Geheimarmee

Nach dem Drehbuch von Martin Suter und dem Film von Daniel Schmid

Premiere: Freitag 19. Oktober, 19:30 Uhr, Stadttheater Bern

Das Thema Machtmissbrauch ist in aller Munde. Spätestens seit #MeToo wird öffentlich darüber diskutiert, wie Machtstrukturen missbräuchlich und diskriminierend zwischen den Geschlechtern ausgenutzt werden. Diese brandaktuelle Problematik bringt Cihan Inan, Schauspieldirektor von Konzert Theater Bern, ins Berner Stadttheater. Die Uraufführung Beresina oder die letzten Tage der Schweiz basiert auf dem gleichnamigen Film, der 1999 am Film Festival in Locarno Premiere feierte und dem Regisseur Daniel Schmid einen Ehrenleoparden bescherte. Das Drehbuch stammt vom Erfolgsautor Martin Suter und erzählt eine bitterböse und teils düstere Komödie über die Schweizer Politik, wobei das russische Callgirl Irina die Hauptrolle spielt. Cihan Inan inszeniert Beresina oder die letzten Tage der Schweiz als Stück, in dem die Frauen mit ihren ganz eigenen Methoden gegen die Machtstrukturen in Bundesbern ankämpfen und so für einmal den Spiess umdrehen – sie übernehmen sogar eine Geheimarmee!

In Beresina oder die letzten Tage der Schweiz tritt ein altbekannter Publikumsliebling aus Bern auf die Bühne des Stadttheaters. Stefano Wenk war von 2000 bis 2015 festes Ensemblemitglied, arbeitete danach drei Jahre in Kapstadt und kehrt nun für diese Produktion als Gast in Cihan Inans Ensemble zurück.

Übrigens: Konzert Theater Bern bietet in Zusammenarbeit mit der Stiftung procom zwei Vorstellungen mit DolmetscherInnen in Gebärdensprache an.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Cosi fan tutte

 

Hätte Mozart getindert?

Cos fan tutte - Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart

Premiere: Sonntag 14. Oktober, 18:00, Stadttheater

 

Dating-Plattformen wie Tinder & Co. haben das Liebesleben des modernen Menschen grundlegend verändert. Auf ihren Profilen inszenieren die UserInnen die scheinbar vorzüglichste Version ihrer selbst, es wird kaschiert, geflunkert, getäuscht. Aber wohin führt diese Selbstoptimierung in unseren Liebesbeziehungen? Sind die potentiellen LiebespartnerInnen wirklich authentisch?

Solche und ähnliche Fragen stellten bereits W. A. Mozart und Lorenzo da Ponte in ihrer weltberühmten Oper Cos fan tutte. Der junge Regisseur Maximilian von Mayenburg nimmt sich des Opernklassikers an und transportiert ihn in die Zeit von Tinder & Co. Er setzt seine ProtagonistInnen in eine After-Party-Situation, wo sie vom listigen Barkeeper Alfonso zu wirren Liebesexperimenten in seiner Bar verführt werden. Von Mayenburg ist dem Berner Publikum bereits bestens bekannt als Regisseur von The Turn of the Screw in der Saison 2016.2017.

Mit Cos fan tutte vollendet Chefdirigent Musiktheater Kevin John Edusei am Konzert Theater Bern nach Le nozze di Figaro und Don Giovanni den Mozart-da-Ponte-Zyklus. Zudem wird sich unser neues Ensemblemitglied Michal Marhold (Bariton) dem Publikum als Guglielmo vorstellen.

 

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Fotos (© Tanja Dorendorf / T+T Fotografie)

Im Tingeltangel tut sich was

 

Im Tingeltangel tut sich was

Ein Soloabend von und mit Uwe Schönbeck

Premiere: Samstag 6. Oktober 2018, 19:30 Uhr, Mansarde Stadttheater

Uwe Schönbeck wird mit "Im Tingeltangel tut sich was" nach seinen Auftritten im „Weissen Rössl“, der „Zauberflöte“ und „Die Sternstunde des Josef Bieder“ mit einem eigenen Programm ans Stadttheater zurückkehren. Das Publikum erwartet ein heiter-skurriler Abend mit Texten und Liedern von Norbert Schultze und Fritz Grasshoff wie beispielsweise „Käpt’n Bay-Bay aus Shanghai“ und „Madame Goulou“. Am Klavier spielt Hans-Christoph Bünger.

Der Mann ohne Eigenschaften

 

Ein Hauch Volksbühne in Bern

Der Mann ohne Eigenschaften nach dem Roman von Robert Musil

Premiere: Freitag 21. September 2018, 19:00 Uhr, Vidmar 1
 
Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften" ist das wohl legendärste ungelesene Werk der Weltliteratur. Die Geschichte um den jungen Mathematiker Ulrich ist eine grosse Parabel auf den Untergang der europäischen Gesellschaften des 19. Jahrhunderts und eine kluge Analyse des 20. Jahrhunderts. 
 
Konzert Theater Bern präsentiert den "Mann ohne Eigenschaften" nun in einer brandneuen Fassung von Regisseur Sebastian Klink. Seine Inszenierung ist ein Versuch, diesen monumentalen Roman auf die Bühne zu übersetzen. Im Fokus stehen die Zwillinge Ulrich und Agathe, deren Beziehung immer drastischere Ausmasse annimmt. Klink wird die Stadt Bern auf multimediale Weise mit einbeziehen und den Roman zu einem 360°-Erlebnis machen.
 
Sebastian Klink war langjähriger Mitarbeiter von Frank Castorf und steht somit in der Tradition der legendären Berliner Volksbühne. Diese Tradition trägt er mit seinen Regiearbeiten in eine neue Generation, mit "Der Mann ohne Eigenschaften" ist er das erste Mal in Bern.
 

Love Life

 

Eine rasante Show zur Saisoneröffnung! 

Ein Vaudeville von Kurt Weill und Alan Jay Lerner Koproduktion mit dem Theater Freiburg Musikalische Leitung: Daniel Carter Regie: Joan Anton Rechi

Premiere: Freitag 31. August 2018, 19:30 Uhr, Stadttheater 
 
Konzert Theater Bern startet mit einer rasanten Show in die neue Saison! Das Vaudeville Love Life von Kurt Weill erzählt die Geschichte von Susan und Sam Cooper, deren Ehe in einer tiefen Krise steckt. Aber in Love Life, das 1948 am Broadway uraufgeführt wurde, erzählt der Komponist Kurt Weill nicht nur eine Liebesgeschichte am Abgrund, sondern kritisiert vor allem den boomenden Kapitalismus. Und so durchlaufen Susan und Sam in bunten Revue-Nummern nebst ihrer eigenen Beziehung auch 150 Jahre amerikanischer Geschichte. Als Rahmen dafür dient die Welt des Kinos, in welcher Regisseur Joan Anton Rechi die Protagonisten eine turbulente Reise durch verschiedene Filmgenres und berühmte Filme wie „Vom Winde verweht“ oder „Der Zauberer von Oz“ machen lässt. 
 
Kurtz Weill, der als Komponist vor allem durch Die Dreigroschenoper und seine Zusammenarbeit mit Bertolt Brecht bekannt geworden ist, entpuppt sich in Love Life als wahrer Zauberkünstler der Musik. Er vereint mühelos Jazz, Blues, schmissige Ohrwürmer und folkloristische Stücke. Love Life ist als Koproduktion mit dem Theater Freiburg, wo das Stück 2017 zur deutschen Erstaufführung kam, erstmals in der Schweiz zu erleben.