Liebes Konzertpublikum

Nach dem ersten gemeinsamen Jahr im neuen Casino möchte ich mich bei Ihnen dafür bedanken, dass Sie so zahlreich und mit derselben Neugier wie eh und je zu unseren Konzerten erschienen sind. Auch möchte ich geradeheraus auf etwas hinweisen, das mir lieb und teuer ist: In der kommenden Saison spielen wir am 04. Dezember ein Benefizkonzert zugunsten junger Herzpatient*innen weltweit, die ohne finanzielle Unterstützung keine lebensrettenden Operationen erhalten können. Nehmen Sie an diesem Anlass teil und unterstützen Sie die Stiftung!

Die Sonderkonzerte umfassen die Welt Tschaikowskys und die 600-Jahr-Feier des Münsters. Bei unserem Erfolgsformat Über ds Chrüz steht diesmal der Bluessänger Philipp Fankhauser mit dem Berner Symphonieorchester auf der Bühne.

Grosse Klassik gibt es in dieser Saison wieder mit Richard Strauss, Gustav Mahler, Johannes Brahms und Robert Schumann. Einmal mehr dürfen wir Sol Gabetta, Frank Peter Zimmermann und Kit Armstrong bei uns begrüssen. Zudem ist es mir eine grosse Freude, dem Berner Publikum den Pianisten Lucas Debargue, die Flötistin Katherine Bryan, den Violinisten Tobias Feldmann und den Dirigenten Andrew Litton vorstellen zu dürfen. Ganz besonders freue ich mich auf die Kompositionen von Stenhammar, Dvořák, Klecki und Venzago. Ja – Mario Venzago hat ein Violinkonzert komponiert!

Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich für Ihre Treue bedanken. Ich verlasse zum Ende der Spielzeit Konzert Theater Bern. Ich wünsche uns eine schöne, gemeinsame letzte Saison.

Ihr

XAVIER ZUBER
Opern- und Konzertdirektor

Verehrtes Publikum! Seit nunmehr zehn Jahren schreibe ich an dieser Stelle ein Vorwort, das mehr als nur ein Gruss mit netter Eigenwerbung sein soll. Dass ich nicht nur der Chefdirigent des wunderbaren bso bin, sondern auch dessen künstlerischer Leiter, garantiert dem Orchester seine spezielle Autonomie unter dem grossen KTB-Dach. Diese ‹Konstruktion› sichert den Bestand mit verbürgten künstlerischen Aufgaben. Zudem konnten wir auf diese Weise einen eigenen, unverkennbaren Stil entwickeln, schlank im Blech, oft ohne Vibrato bei den Streichern, historisch informiert und ‹französisch› im Gegensatz zum deutschen Klang. Meine Freude ist, wie agogisch frei wir mittlerweile spielen, ohne dass alles auseinanderfällt … Es war und ist mein Privileg, in dieser Stadt eine herausragende Position einnehmen zu dürfen. Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen!

Auch wenn das Orchester gern und gut in der Oper spielt, sind doch die Symphoniekonzerte seine eigentliche Kernaufgabe. So bieten wir auch in dieser Saison wieder zwölf Abonnementskonzerte an – und darüber hinaus viele Events und Sonderanlässe wie Haydns Schöpfung zur 600-Jahr-Feier des Berner Münsters, das sommerliche Openair auf dem Bundesplatz, das Neujahrskonzert und unser kleines Tschaikowsky-Fest.

In der kommenden Saison möchte ich noch einmal ‹alle Register› ziehen: Da darf eine der grossen Bruckner-Symphonien natürlich nicht fehlen. Weitere Meilensteine sind Mahlers Dritte und ein Benefizkonzert mit Sol Gabetta. Alte Freunde wie die Welt-Solisten Frank Peter Zimmermann und Kit Armstrong begrüssen wir wiederum bei uns an der Aare. So zahlreiche Gastdirigenten wie noch nie werden um Ihre Gunst ringen. Darunter sind viele neue Namen, aber auch bekannte wie Jun Märkl, Michael Sanderling, Leonard Slatkin und Ton Koopman.

Die zunächst gewöhnungsbedürftige neue Akustik unseres renovierten alten Saales ist uns vertrauter geworden, und die Berner Burgergemeinde hat grossherzig Nachbesserungen unterstützt. Wir sind einen grossen Schritt weitergekommen, sodass wir uns uneingeschränkt gemeinsam auf die neue Saison freuen dürfen!

Ihr

MARIO VENZAGO
Chefdirigent & Künstlerischer Leiter des Berner Symphonieorchesters