Antoine Tamestit

Der Bratschist Antoine Tamestit hat sich in den letzten Jahren als Solist und als Kammermusiker auf den bedeutenden Bühnen der Welt etabliert. Er gastiert bei den führenden Orchestern der Welt, so etwa beim Gewandhausorchester Leipzig, dem London Symphony Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Orchestre de Paris, und arbeitet mit namhaften Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Daniel Harding, Paavo Järvi und Antonio Pappano zusammen. 2008 debütierte er unter der Leitung von Riccardo Muti beim Lucerne Festival mit den Wiener Philharmonikern.

Mit seinen musikalischen Partnern Frank Peter Zimmermann und Christian Poltéra begründete er das Trio Zimmermann, das in den grossen Musikzentren Europas zu hören ist. Darüber hinaus teilt er seine Leidenschaft für die Kammermusik mit Musikern wie Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Pierre-Laurent Aimard, Leonidas Kavakos und Gidon Kremer sowie mit Streichquartetten wie dem Quatuor Ébène, dem Hagen Quartett und dem Belcea Quartet. Er ist regelmäßig bei den bedeutendsten Festivals zu Gast und seit 2013, gemeinsam mit Nobuko Imai, Künstlerischer Leiter des Viola Space Festivals in Tokio.

Das breitgefächerte Repertoire von Antoine Tamestit reicht von der Barockzeit bis in die Gegenwart. Er spielte 2015 die Uraufführung von Jörg Widmanns Viola Concerto und hat dieses Werk seitdem mit vielen namhaften Orchestern aufgeführt, u.a. mit dem Orchestre de Paris, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, mit dem er es unter der Leitung von Daniel Harding für eine CD-Aufnahme einspielte, die 2018 bei harmonia mundi erschien. Zahlreiche Aufnahmen seiner Diskografie wurden mit Preisen ausgezeichnet.

In der Saison 2019/20 ist Tamestit Artist in Residence bei der Kammerakademie Potsdam und konzertiert die Saison über als Solist, Dirigent und Kammermusiker. Er ist auch Portrait Artist des London Symphony Orchestra und wird das Widmann-Konzert mit Daniel Harding, Berio Voci mit Francois Xavier Roth und das Walton-Konzert mit Alan Gilbert spielen. Ausserdem wird er im Rahmen des Portraits Kammermusikprogramme gemeinsam mit Jörg Widmann, Denes Varjon, Der Quatuor Arod, Colin Currie und Masato Suzuki aufführen.

In der letzten Saison ging Tamestit mit Sir John Eliot Gardiner und dem Orchestre Révolutionnaire et Romantique auf USA-Tournee und trat als Gardiners Solist mit dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia auf. Er kehrte zum London Symphony Orchestra zurück und spielte mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Dresdner Staatskapelle, dem Orchestre de Paris und konzertierte mit den Wiener Symphonikern, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra und dem São Paulo Symphony Orchestra. Mit Rezital- und Kammermusikkonzerten trat er in der Berliner Philharmonie, Wigmore Hall, Wiener Konzerthaus, BOZAR in Brüssel und dem Prinzregententheater in München auf.

Antoine Tamestit gibt weltweit Meisterkurse und lehrte von 2007 bis 2016 zunächst an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und dann am Conservatoire de Paris.

Er spielt eine Viola von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm von der Stiftung Habisreutinger zur Verfügung gestellt wird.