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Annina Hasler
Medienverantwortliche Konzert Theater Bern

E-Mail annina.hasler@konzerttheaterbern.ch

Tel +41 (0)31 329 51 05

Neue Intendanz KTB – Florian Scholz

 

Der Stiftungsrat von Konzert Theater Bern hat Florian Scholz zum neuen Intendanten für das KTB gewählt. Der 49jährige Florian Scholz leitete die letzten sieben Jahre mit Erfolg das Stadttheater Klagenfurt in Österreich, welches wie das KTB als Mehrspartenhaus organisiert ist. Florian Scholz startet bereits in der nächsten Spielzeit als designierter Intendant und wird ab 2021.2022 die künstlerische Gesamtverantwortung am Konzert Theater Bern übernehmen. Ab dieser Spielzeit wird auch der mehrfach ausgezeichnete Schweizer Theaterregisseur Roger Vontobel zum KTB stossen

Überzeugt hat Florian Scholz auf Grund seiner Verankerung sowohl im Musik- als auch im Sprechtheater, seinem künstlerischen Leistungsausweis sowie seiner starken Vernetzung in der Schweizer wie internationalen Kunst- und Kulturszene. Zentral für die Wahl war insbesondere sein erfolgreiches, aktuelles Schaffen an einem Mehrspartenhaus: Als Intendant des Theaters des Landes Kärnten und der Stadt Klagenfurt bringt Florian Scholz seit sieben Jahren mit über 250 festangestellten Mitarbeitenden pro Saison circa 15 Neuproduktionen in den Sparten Oper und Musiktheater, Schauspiel, Tanz sowie im Kinder-und Jugendtheater in rund 200 Aufführungen auf die Bühne. Er zeichnet für alle Sparten verantwortlich und ist als Intendant des Kärntner Sinfonieorchesters ebenfalls für das Konzertwesen zuständig.
Vor diesem Hintergrund sagt Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin KTB: «Mit Florian Scholz übernimmt ein Intendant die Leitung des KTB, der nicht nur auf einen grossen Erfahrungsschatz zurückgreifen kann, sondern auf einen Erfahrungsschatz, der perfekt auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten ist. Florian Scholz bringt fachlich und persönlich die besten
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Voraussetzungen mit, um am grössten Vierspartenhaus der Schweiz zu wirken und dieses weiter voranzubringen». Florian Scholz wird als designierter Intendant bereits in der kommenden Spielzeit seine Arbeit am KTB aufnehmen und zwar in einer 50 Prozent-Anstellung. Ab der Spielzeit 2020.2021 wird er als Intendant vollamtlich in Bern tätig sein und mit dem bestehenden Leitungsteam die Geschicke des Hauses lenken. Die erste Spielzeit unter seiner Planung wird die Spielzeit 2021.2022 sein.
Vor seiner Intendanz am Stadttheater Klagenfurt arbeitete Florian Scholz, der an der Universität Zürich ein Aufbaustudium zum Theaterleiter absolviert hat, als Direktor für Internationale Beziehungen und Sonderprojekte an der Bayerischen Staatsoper bei Nikolaus Bachler in München (2006-2012). Dort war er unter anderem für die Kuratierung des Sonderprogramms der Münchner Opernfestspiele verantwortlich. Zuvor war er an der Opéra National de Paris als Assistent von Gerard Mortier und am Deutschen Nationaltheater Weimar als Spielstättenleiter tätig sowie an der Schaubühne Berlin bei Thomas Ostermeier als Regieassistent. Zwischen den Jahren 1995 und 2000, nach seinem Studium an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin, arbeitete der gebürtige Heidelberger als Schauspieler an verschiedenen deutschsprachigen Bühnen.

Berner Modell für Florian Scholz im Zentrum
Beworben hat sich Scholz ganz bewusst aufgrund des Berner Modells, das – wie er betont – im Zentrum seines Wirkens stehen wird: «Als Intendant will ich eine enge, wie vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Intendanz und Spartenleiterinnen und Spartenleitern aufbauen, welche ihre Bereiche eigenständig und unabhängig leiten werden. Wir wollen uns dabei als Team verstehen». Florian Scholz wird nicht selber inszenieren, sondern er wird sich bewusst auf die Gesamtstruktur konzentrieren. «Ein spezielles Augenmerk will ich dabei auch auf spartenübergreifende Arbeiten legen, denn es ist ein besonderes Privileg, unter einem Dach ein Orchester, eine Tanzcompagnie, einen Chor, ein Opern- und Schauspielensemble zu vereinen», so Scholz. Entsprechend einem zeitgemässen Kunstgeschehen müsse diese Ausgangslage für das gemeinsame Schaffen genutzt werden.

Lokal verankert und international unterwegs
Mit einem starken und festen Ensemble, das fallweise von externen Gästen unterstützt werden soll, plant Scholz «ein künstlerisch zeitgemässes, gesellschaftlich relevantes und sinnlich erfahrbares Programm, das sowohl in die Stadt und in den Kanton, als auch überregional und international ausstrahlt.» Das KTB könne und müsse für die Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen, ist Scholz
überzeugt: «Es ist Aufgabe einer jeden Kunststätte, sich für Empathie, Toleranz und Gerechtigkeit einzusetzen und den Geist der Freiheit aufrechtzuerhalten. Dies in der Stadt Bern zu tun, einem Ort, in welchem direkte Demokratie gelebt wird, wird für mich eine Herausforderung und Kern meiner Arbeit werden. »

Einen Schwerpunkt will Scholz auf das Lokale und das unmittelbare Geschehen vor Ort legen. Für das Lokale stehen die Künstlerinnen und Künstler der Region, für das unmittelbare Geschehen vor Ort steht die Zusammenarbeit mit den Institutionen wie der HKB, der Universität oder dem Konservatorium, aber auch mit Initiativen und Vereinen. Gerade, weil im Kanton Bern Sprachbarrieren durchbrochen werden können, will Florian Scholz übergreifende Projekte fördern – etwa durch Koproduktionen mit Kulturinstitutionen in ganz Europa und auch interkontinental.

Roger Vontobel wird neuer Schauspieldirektor
Zum Team von Florian Scholz stösst ab der Spielzeit 2021.2022 der renommierte und mehrfach ausgezeichnete Schauspieldirektor Roger Vontobel. 1977 in Zürich geboren, studierte Vontobel Schauspielregie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Er führte Regie unter anderem am Schauspiel Essen und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg sowie an den Münchner Kammerspielen, dem Deutschen Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Schauspiel Köln, am Royal Danish Theatre in Kopenhagen und in Paris am Théâtre National de la Colline. Von 2011-2016 war Vontobel Hausregisseur am Schauspielhaus Bochum, seit 2016 ist er in gleicher Funktion am Schauspielhaus Düsseldorf tätig.
Roger Vontobel wurde 2006 von «Theater heute» zum «Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt». Im selben Jahr erhielt er den Kurt-Hübner-Förderpreis für junge Regisseure. Für seine Dresdner Inszenierung von Schillers «Don Carlos» gewann Vontobel 2010 den Faust-Theaterpreis in der Kategorie «Regie Schauspiel» und wurde damit zum Berliner Theatertreffen 2011 eingeladen. Sein Operndebüt gab er 2016 an der Staatsoper in Hamburg mit Rossinis «Guillaume Tell».
Vontobel hat klare Vorstellungen, wohin sich das Berner Schauspiel bewegen soll. Er will zugängliches Schauspiel fördern und einen Ort schaffen, wo eine «Gemeinschaft des Erlebens» entsteht. Mit seinem weitreichenden Netzwerk in der deutschsprachigen und europäischen Theaterlandschaft will er am KTB «ein herausragendes Team und Ensemble zusammenstellen, damit Bern berührendes und verführendes Schauspiel auf höchstem Niveau erhält». Bern, im Zentrum der Schweiz, ist für Vontobel eine Stadt, die zugleich offen und dezidiert eigen ist – hier kumulierten sich
Themen unserer Zeit wie Zugehörigkeit und Identität, Ängste und Sehnsüchte. Die Auseinandersetzung mit diesen zentralen Fragen, die einen ehrlichen Blick abverlangen, will Vontobel am KTB angehen: «Hierzu braucht es eine Heimat – und diese möchte ich in Bern finden und den Bernerinnen und Bernern in ihrem Theater anbieten».

Findungskommission und Verfahren
Die Intendanz wurde von der Findungskommission in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt. Nach der Stellenausschreibung, auf die sich mehrere Dutzend Personen gemeldet haben, wurde erst eine Longlist mit 16 qualifizierten Kandidaten erstellt und daraus eine Shortlist mit neun Persönlichkeiten herausgearbeitet. Nach diversen Gesprächen und Abklärungen hat die Findungskommission dem Stiftungsrat schliesslich Florian Scholz einstimmig zur Wahl vorgeschlagen. Diese erfolgte am 17. Juni 2019. Geleitet wurde die Findungskommission von Nadine Borter, der Stiftungsratspräsidentin von KTB. Weitere Mitglieder der Findungskommission waren Anna Badora, Georges Delnon, Marcel Brülhart, Markus Hongler, Ueli Studer, Hansueli Glarner und Giulia Meier.

Kontakt für weitere Fragen
Nadine Borter, Stiftungsratspräsidentin Konzert Theater Bern
+41 (0)79 455 07 69

Saison 2019.2020 | Allgemeine Informationen

 

Mehr als 30 Premieren und Projekte – darunter zwölf Uraufführungen – sowie 12 Symphoniekonzerte des Berner Symphonieorchesters stehen in der Saison 2019.2020 auf dem Spielplan von Konzert Theater Bern. Am 24. August 2019 läuten wir mit unserem grossen Theaterfest die Saison ein, öffnen den ganzen Tag unsere Türen und gewähren Einblick in alles, was sonst verborgen bleibt. Am Abend spielt das BSO unter der Leitung seines Chefdirigenten Mario Venzago bei trockener Witterung ein Openair-Konzert auf dem Bundesplatz – bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Stadttheater statt.

Spielzeitheft 2019.2020

 

Der reguläre Vorverkauf beginnt am 12. Juni 2019!

Der Vorverkauf für die Wiederaufnahme der Oper «Carmen» und für das Extrakonzert «Über ds Chrüz» mit dem Berner Symphonieorchester und Lo & Leduc beginnt ab sofort!

 

 

Spielzeitheft 2019.2020 zum PDF-Download

Spielzeitheft 2019.2020

Rücktritt Xavier Zuber

 

Opern- und Konzertdirektor Xavier Zuber wird im Sommer 2021 sein Engagement bei Konzert Theater Bern beenden

Xavier Zuber, seit der Spielzeit 2011.12 Opern- und Konzertdirektor bei Konzert Theater Bern, wird nach zehn Jahren auf Ende der Spielzeit 2020.21 zurücktreten. «Zehn Jahre sind eine stolze Zeit und es ist ein guter Moment, mich neuen Aufgaben zu widmen», sagt der Spartenleiter. Er habe in all den Jahren grossen Rückhalt des Hauses für seine Arbeit erfahren und freue sich nun auf die letzten beiden Spielzeiten in Bern.

Zu den Glanzpunkten von Xavier Zubers bisherigen acht Jahren bei Konzert Theater Bern zählen unter anderen die Inszenierung von Fidelio, die Uraufführungen der Oper Alzheim und der Jugendoper Humanoid, die Aufführung der Britten-Oper Peter Grimes in der Grossen Halle der Reitschule, die Wagner-Inszenierungen wie Tannhäuser oder Tristan und Isolde sowie der Mozart-Da-Ponte-Zyklus.

Der gebürtige Basler schaffte es, die Opern- und Konzertsparte international zu vernetzen sowie junge Talente zu fördern und grosse Stars an das Haus zu holen. Er kreierte neue Formate wie die Sitzkissenkonzerte für Kinder oder den Schweizerhof-Brunch. Auch zum Gelingen der Fusion zwischen dem Berner Symphonieorchester und Konzert Theater Bern trug Xavier Zuber massgeblich bei. In seine Zeit fielen die Konzerttourneen des Berner Symphonieorchesters durch China und England sowie zahlreiche CD-Einspielungen.

Konzert Theater Bern dankt Xavier Zuber für seine bisherige Arbeit und wünscht ihm zwei wunderbare letzte Spielzeiten. Das Vierspartenhaus wird derzeit interimistisch von der gesamten Geschäftsleitung unter dem Vorsitz des kaufmännischen Direktors Anton Stocker geführt. Der designierte Intendant Florian Scholz, aktuell noch am Theater Klagenfurt engagiert, übernimmt die künstlerische Gesamtleitung auf die Spielzeit 2021.22 hin.
Die Aufgaben für die Nachfolgeregelung von Xavier Zuber wurden in Angriff genommen. Die Nachfolge wird zu gegebener Zeit kommuniziert.

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Foto (© Frank Schinski)

Swan

 

Drei Mal Schwanensee ohne Tutu und Tamtam

Choreografien von Estefania Miranda, Jo Strømgren und Ihsan Rustem
URAUFFÜHRUNGEN

Premiere: 2. November 2019, 19:30, Stadttheater

Schwanensee ist der Klassiker schlechthin unter den Handlungsballetten. Doch was bleibt von der Geschichte, wenn die Liebenden vereint sind, der schwarze Schwan entlarvt und das Tutu abgestreift ist? Mit Swan, dem dreiteiligen Tanzabend, präsentiert die Tanzcompagnie Konzert Theater Bern neue Perspektiven auf den Klassiker. Und diese Sichtweisen gehen tiefer, sind aktueller und radikaler.

Nach dem grossen Erfolg von Vier Jahreszeiten im letzten Jahr setzt sich Tanzchefin Estefania Miranda in ihrer neuen Choreografie auf kritische Weise mit der Tradition der Ballerinen in Schwanensee auseinander. Die Choreografin gibt ihrem Stück eine feministische Note und schickt Titelfigur Odile auf die Suche nach ihrem Selbst – in einem Zeitalter, in dem grosse Tanzcompagnien ihre Hauptrollen nach wie vor fast ausschliesslich mit Künstler*innen weisser Hautfarbe besetzen. Jo Strømgren kreiert seinerseits ein poetisches Tanzstück über die Widersprüche und Extreme des Ballettklassikers. Und Ihsan Rustem widmet sich schliesslich der Doppelrolle des weissen und des schwarzen Schwans, die zwischen Gut und Böse oszilliert.

Die Compagnie tanzt teilweise auf Spitze und unter anderem zu Tschaikowskys Originalmusik. Das Berner Symphonieorchesters, das von Thomas Rösner dirigiert wird, begleitet die Tänzerinnen und Tänzer.

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Foto (© Gregory Batardon)

Krylov | Oue. Symphonische Dichtungen

 

Sergej Krylov und Eiji Oue: Symphonische Dichtungen

3. Symphoniekonzert

Dirigent Eiji Oue
Violine Sergej Krylov
Berner Symphonieorchester

RICHARD STRAUSS Don Juan. Symphonische Dichtung op. 20 (1888) (17’)
JEAN SIBELIUS Violinkonzert d-Moll op. 47 (1903/04, rev. 1905) (35’)
MAURICE RAVEL «Ma mère l’oye». Suite (1908 – 1911) (17’)
OTTORINO RESPIGHI «Pini di Roma». Symphonische Dichtung (1924) (23’)

Konzerte: 17. & 18. Oktober 2019 | 19:30 Uhr | Casino Bern

Französische Märchenbilder, ein Macho aus dem Bilderbuch und die Via Appia, auf der römische Heerscharen dem Sieg entgegenmarschieren – das 3. Symphoniekonzert entführt sein Publikum in Fantasiewelten. Forsche Orchestertutti, süssholzraspelnde Geigensoli und ebensolche Oboenkantilenen stehen sich in Strauss’ Don Juan gegenüber. Die Partitur erfordert den psychologischen Feinsinn eines Spezialisten wie Eiji Oue.

Schon vor Jahren begeisterte der japanische Maestro das Publikum mit einem umfassenden Strauss-Programm. Jetzt setzt er an zu einem Konzertabend, der zusätzlich die impressionistische Welt eines Ravel und die opulente Klangkultur Ottorino Respighis beinhaltet – und mittendrin das berühmte Violinkonzert des finnischen Nationalheiligen Jean Sibelius. Als Solist eingeladen ist der aus Moskau stammende Sergej Krylov. Der Violinist lässt mit seinem Spiel die grosse russische Tradition lebendig werden und verspricht eine Sternstunde der Virtuosität und des Ausdrucks.

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Fotos (© Mary Slepkova)

Der grosse Diktator

 

Der grosse Diktator erstmals auf deutschsprachiger Theaterbühne

Nach dem Film von Charlie Chaplin
Deutschsprachige Erstaufführung
Mit englischen Übertiteln

Premiere: 19. Oktober 2019, Stadttheater

Charlie Chaplin war ein Weltstar, seine Filme erreichten Millionen. Umso mutiger war es, dass er in Der grosse Diktator (1940) den Nationalsozialismus mit aller Kunst der Satire kritisierte. Konzert Theater Bern bringt Chaplins Filmklassiker zum ersten Mal auf eine deutschsprachige Theaterbühne.

Die Geschichte über die groteske Verwechslung zwischen dem Diktator Tomaniens, Adenoid Hynkel, und dem jüdischen Friseur spielt in den 1930er Jahren, zur Zeit der Machtergreifung Hitlers. Nach einer trickreichen Flucht aus der Gefangenschaft hält der jüdische Friseur – der von allen für Hynkel gehalten wird – seine weltberühmt gewordene Schlussrede. Sie ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen den Hass und sollte zu einem Schlüsselmoment der Filmgeschichte werden. Gerade heute, in Zeiten erneut erstarkender nationaler Ideologien, ist die Rede von beklemmender Aktualität.

Regisseur und Schauspielchef Cihan Inan hat basierend auf Chaplins Film eine eigene Bühnenfassung geschrieben. Ensemblemitglied Gabriel Schneider, jüngst in der Kritikerumfrage des Fachblatts «Theater heute» als bester Nachwuchsdarsteller genannt, ist in der Doppelrolle Adenoid Hynkel/Friseur zu sehen.

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Fotos (© Annette Boutellier)

Il barbiere di Siviglia

 

Opernregisseurin Cordula Däuper ist zurück am Konzert Theater Bern!

Oper von Gioachino Rossini

Premiere: 13. Oktober 2019, Stadttheater

Die Geschichte ist in zwei Sätzen erzählt: Ein ältlicher Vormund sperrt die abenteuerlustige Schönheit Rosina zuhause ein, weil er sie heiraten und dadurch an ihr Vermögen kommen will. Der junge Graf Almaviva verliebt sich seinerseits auf den ersten Blick unsterblich in Rosina und verhindert die Ehe, tatkräftig unterstützt von seinem ehemaligen Diener Figaro, jetzt Barbier und Hansdampf in allen Gassen.

Man könnte Il barbiere di Siviglia von Gioachino Rossini durchaus abkürzen und direkt das glückliche Ende verkünden. Doch Cordula Däuper, die mit ihrer Cenerentola-Inszenierung 2014.15 am Konzert Theater Bern bewiesen hat, dass sie «Rossini kann», hat alles andere vor: Sie kostet die unvorhersehbaren und haarsträubenden Situationen, in die Rossinis Figuren geraten, mit unglaublicher Spielfreude aus. Eine erfrischend andere Optik auf die Geschichte bietet auch das Bühnenbild, und der musikalische Leiter Matthew Toogood verspricht, den Witz im Text in der Musik fortzusetzen – das Publikum erwartet ein musiktheatrales Feuerwerk schlechthin!

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Fotos (© Annette Boutellier)

GABETTA | VENZAGO. ELGARS CELLOKONZERT

 

Starcellistin Sol Gabetta zu Gast beim Berner Symphonieorchester

2. Symphoniekonzert

Mario Venzago | Dirigent
Sol Gabetta | Violoncello
Berner Symphonieorchester

BENJAMIN BRITTEN, «The Young Person’s Guide to the Orchestra». Variations and fugue on a theme of Purcell op. 34 (20’)
EDWARD ELGAR, Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 85 (28’)
MODEST MUSSORGSKY, Bilder einer Ausstellung (Instrumentierung Maurice Ravel) (29’)

Konzerte: 26. & 27. September 2019 | 19:30 Uhr | Casino Bern

Wenige vermögen so zu verzaubern wie Sol Gabetta. Die junge argentinische Cellistin mit Wahlheimat Basel steht für grenzenlose Virtuosität, künstlerische Vielseitigkeit und emotionale Tiefe. Gemeinsam mit Mario Venzago und dem Berner Symphonieorchester stellt die Musikerin ihr Können mit dem Cellokonzert von Edward Elgar unter Beweis. Ihre Einspielung des Konzertes – mit Mario Venzago – erfuhr 2010 hymnisches Lob seitens der Kritik.
Umrandet wird dieser Saison-Höhepunkt von zwei Meisterwerken, die der klanglichen Vielfalt des Orchesters huldigen: Brittens Orchesterführer für Jung (und Alt) und Mussorgskys «Bilder einer Ausstellung» zeigen in leuchtenden Tableaus alle Facetten des Berner Symphonieorchesters.

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Fotos (© Marco Borggreve)

Der Sohn

 

Elmar Goerden zeigt den dritten Teil seiner Trilogie

URAUFFÜHRUNG

Premiere: 20. September 2019, 19:30, Vidmar 1

Mit Penelope und Die Irrfahrten des Odysseus inszenierte Elmar Goerden am Konzert Theater Bern bereits zwei Stücke, die aus seiner Feder stammen. Der Sohn ist der letzte Teil dieser Trilogie, die sich Homers Odyssee zur Ausgangslage nimmt. Nachdem mit Penelope und Odysseus die Eltern im Zentrum standen, legt Goerden nun den Fokus auf die Figur des Sohnes.

Er taucht in seinem Stück ein in das Leben des Telemachos und schreibt dessen Geschichte mit Blick auf die Gegenwart neu. Dabei wirft er mit beissendem Humor ein Schlaglicht auf die Kuriositäten, die das Konstrukt der modernen Familie offenbart. Wie schon in den ersten beiden Teilen zeichnet Goerden in einer Doppelfunktion als Autor und Regisseur verantwortlich.

Goerden war im Frühjahr mit seinem Stück Die Abweichungen an die Mülheimer Theatertage eingeladen worden. Zuletzt inszenierte der Deutsche am Schauspiel Stuttgart, im Theater in der Josefstadt in Wien und bei Konzert Theater Bern die Oper Fierabras. Im April 2020 wird er mit Pelléas et Mélisande bereits die zweite Opernproduktion auf die Stadttheaterbühne bringen.

Wir freuen uns, Sie zu der Premiere von Der Sohn begrüssen zu dürfen. Für Vorausberichte, Interviews oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte jederzeit an mich.

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Fotos (© Janosch Abel)

frau verschwindet (versionen)

 

Eine Frau erfindet sich neu

Von Julia Haenni | URAUFFÜHRUNG

Premiere: 7. September 2019, 19:30, Vidmar 2

Eine Frau stellt ein Paar weisse Turnschuhe vor ihre Haustür – und verschwindet plötzlich. Zwei Nachbarinnen rätseln, was mit der Frau passiert sein könnte. Wurde sie Opfer eines Delikts? Ist sie nur einkaufen gegangen? Oder ist sie losgezogen, um sich neu zu erfinden? Versionen der verschwundenen Frau kehren zurück in die Wohnung. Sie zeigen, was die Frau auch sein kann, wenn sie befreit ist von Zuschreibungen und Klischees: kein Opfer, sondern eine Heldin, die wider aller Erwartungen und Konventionen ihre eigene Heldengeschichte schreibt.

Autorin und Regisseurin Julia Haenni hat frau verschwindet (versionen) im Rahmen ihrer Hausautorinnenschaft in der Saison 2018.19 bei Konzert Theater Bern geschrieben. In ihrem vielstimmigen Theatertext fordert sie Frauen (und Männer) heraus, dem Frausein mit einer neuen Offenheit zu begegnen. Oder sollten wir gar in Utopien denken?

Inszeniert von der deutschen Regisseurin Marie Bues, die sich einen Namen gemacht hat als progressive Theaterfrau, ist frau verschwindet (versionen) weder verbissen noch fundamentalistisch. Vielmehr demontiert das Stück auf humorvolle, ja komödiantische Weise Klischees. Als starke Frauenfiguren sind die drei Ensemble-Mitgliederinnen Florentine Krafft, Grazia Pergoletti und Irina Wrona zu sehen. Für die Bühne und die Kostüme zeichnen mit Konstantina Dacheva und Indra Nauck ebenfalls Frauen verantwortlich.

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Foto (© Annette Boutellier)

Walden

 

Kommen Sie walden mit uns!

Von Showcase Beat Le Mot | URAUFFÜHRUNG

Premiere: 6. September 2019, 19:00, Vidmar +

Am Anfang stand ein Baum. Dann kamen Menschen, fällten ihn, zersägten ihn zu Regalen und machten aus seinem Holz Bücher, damit sie sich etwas Gescheites in die Regale stellen konnten. Ohne Baum gäbe es kein Wissen, denn wer durch das Dickicht der Bibliotheksregale streift, wird feststellen, dass um ihn alles eigentlich Wald ist – transformierter und ausgebeuteter Wald.

Das legendäre deutsche Performancekollektiv Showcase Beat Le Mot will den wirklichen Wald zum Sprechen bringen und nicht den Dschungel aus Buchstaben, der zwischen zwei Buchdeckeln steckt. Dafür nimmt es sein Publikum mit auf einen spätsommerlichen Abendspaziergang im Könizer Wald. Dabei gibt es so einiges zu entdecken: Pflanzen leben ihre Theatralität aus und Wurzeln lachen sich kaputt über waldbadende Menschen und Jogger*innen, die von Igeln überholt werden.

Freundlich soll die Waldperformance jedoch nicht werden, denn was wir der Natur antun, schreibt sich mit dem ABC des Kolonialismus: Ausbeutung, Grausamkeit, Profitgier, Überheblichkeit. Die Natur wird zu einer Ware degradiert. Darum soll Walden unsere Sinne schärfen – und der Spaziergang in einem Aufbegehren enden.