Premiere 29. April 2011
Uraufführung
Flight of Gravity
Choreographie von Cathy Marston
>>Zum 50. Todesjahr des Komponisten Martinů<<
Hörprobe der CAMERATA BERN im Rahmen der Martinů Festtage, Stadtcasino Basel November 2010
Das Stück
Ein nicht nur tänzerisches, sondern auch musikalisches Erlebnis: Im Rahmen dieses neuen, abendfüllenden Balletts kommt es in dieser Form erstmalig zu einer Kooperation zwischen dem Bern:Ballett und der CAMERATA BERN! Das Programm verdankt seine Entstehung der Initiative von Robert Kolinsky, dem Künstlerischen Leiter der «MARTINŮ FESTTAGE». Das Stadttheater Bern war – wie alle anderen dem Schweizerischen Bühnenverband angeschlossenen Opernhäuser und Theater – gebeten worden, sich an den Feierlichkeiten rund um das 50. Todesjahr Martinůs zu beteiligen. Der tschechische Komponist umschliesst mit seinen Lebensdaten (1890 in Polička, Ostböhmen bis 1959 in Liestal bei Basel) «bewegte Zeiten»; er war mit der Schweiz eng verbunden durch ein Refugium, das ihm Paul Sacher anbot.
Cathy Marston hat bereits zuvor erfolgreich zu Martinůs Musik gearbeitet: «An epic of pure dance and an exultant kaleidoscope of moves», schrieb der englische «Guardian» anlässlich ihrer Kreation für das Northern Ballet Theatre. Ihre neue Choreographie entsteht zu einer Auswahl von Kompositionen aus Martinůs Œuvre; ergänzend und kontrastierend hierzu werden voraussichtlich Musikstücke des Barock verwendet.
Besetzung
Choreographie: Cathy Marston
Bühne: Jann Messerli
Kostüme: Catherine Voeffray
Tomas 1: Erick Guillard
Tomas 2: Yu-Min Yang
Tomas 3: Denis Puzanov
Teresa 1: Izumi Shuto
Teresa 2: Hui-Chen Tsai
Teresa 3: Marion Zurbach
Sabina 1: Stephanie Amurao
Sabina 2: Martina Langmann
Sabina 3: Irene Andreetto
Ingenieur: Franklyn Lee (a.G.)
Franz: Gary Marshall
Neutrale Frauen: Maria Demandt, Fhunyue Gao, Georgia Usborne, Stephanie Amurao, Martina Langmann, Hui-Chen Tsai, Irene Andreetto
Neutrale Männer: Fra, Ilan Kav, Gary Marshall, Yu-Min Yang
Musik "CAMERATA BERN"
Alexander Janiczek (Violine, Leitung)
Robert Kolinsky (Klavier)
Pressestimmen
„Ballettchefin Cathy Marston liess sich diesmal von Milan Kunderas Kultroman «Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins» (1984) inspirieren. Entstanden ist «Flight of Gravity», eine atmosphärisch dichte Choreografie, die Kunderas unvereinbare Liebeskonzepte auslotet. (…) Wie aber bringt man die innere Zerrissenheit von Kunderas Figuren adäquat auf die Bühne? Marston greift zu einem dramaturgischen Trick: Sie spaltet Tomas' Charakter auf drei Tänzer auf, jenen von Teresa und Sabina auf je drei Tänzerinnen. Durch diese Vervielfachung gewinnen die Figuren an psychologischer Tiefe, gleichzeitig öffnet sich ein scheinbar grenzenloses Spektrum an Interaktionen, die sich sogar simultan entwickeln können. Auf diese Weise entstehen Szenen, deren entlarvender Zauber ans Herz rührt. “
— Lucie Machac, Berner Zeitung, 02.05.2011
„
Dass dies gelingt, ist nicht zuletzt den Musikern der renommierten Camerata Bern zu verdanken, die bei «Flight of Gravity» live spielen. Perfekt aufeinander abgestimmt, lenken sie mit einer düster verdichteten bis verführerisch leichten Musik (Martinü, Penderecki, Silvestrov,:Tartini) das menschliche Treiben. Marston und ihr Ensemble spiegeln das musikalische Kammerspiel mit einer entsprechend intimen Tanzsprache - mal lyrisch, mal dynamisch, lasziv bis gehemmt.
“
— Lucie Machac, Berner Zeitung, 02.05.2011
„Ein berauschender Anblick. Auf der Bühne im Vidmar stehen über dreissig Leute im tosenden Schlussapplaus. […] Was die Camerata Bern (Leitung: Alexander Janiczek) und das Berner Ballett gemeinsam auf die Bühne bringen, hat Klasse. […] Die tänzerischen Leitmotive, welche Cathy Marston ihren Protagonisten auf den Leib geschneidert hat, sind eindringlich und vieldeutig zu lesen. Das macht die Auseinandersetzung spannend.“
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 02.05.2011
„Getanzt wird in und vor dem Bühnenaufbau von Jann Messerli, einer raffinierten Wand mit Galerie für das Orchester, verspiegelten Öffnungen und Treppen […] Fantasievoll lässt die Choreografin die Tanzenden den Raum zwischen mobilen Elementen und verspiegelten Kasten nutzen. Selbstironisch blitzt ihr Humor auf, wenn ein hinter einem Tresen verstecktes Liebespaar plötzlich als optische Täuschung in Einzelteile zerlegt aufscheint. Ein Vexierspiel mit einfachsten Mitteln.“
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 02.05.2011
„Unvergesslich ist beispielsweise die von Sabina (Martina Langmann) durch raffinierte Verführungskunst bewirkte Verwandlung von der gehemmten zur gelöst lächelnden Teresa (Marion Zurbach). Es gibt Liebesspiele zu beobachten, die versteckt hinter Bühnenelementen stattfinden. (…)
Im Hintergrund der Bühne hat sich, etwas erhöht, das Kammerorchester Camerata Bern installiert: Es ist verantwortlich für die erstklassige musikalische Begleitung der Uraufführung. Zum Beispiel, wenn am Schluss dieses nuancierten Tanzabends die zarten Klänge des Kammerorchesters an perlende Luftblasen erinnern, die in einem Glas Wasser aufsteigen.“
— Denise Chefsailles, Südostschweiz am Sonntag, 01.05.2011
Vorstellungen
03.05.2011, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:1
mit Aufführung des Bern:Ballett U70 Tanzclub
mit Aufführung des Bern:Ballett U70 Tanzclub
08.05.2011, 18.00–19:10 Uhr, Vidmar:1
12.05.2011, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:1
mit Aufführung des Bern:Ballett U70 Tanzclub
mit Aufführung des Bern:Ballett U70 Tanzclub
17.06.2011, 19.30–20:40 Uhr, Vidmar:1
19.06.2011, 18.00–19:10 Uhr, Vidmar:1














