Premiere 6. Dezember 2008
Gaetano Donizetti /
L’Elisir d’amore
Melodramma giocoso in zwei Akten
Libretto von Felice Romani
nach dem Textbuch von Augustin Eugène Scribe
zur Oper „Le Philtre“ von Daniel François Esprit Auber
Uraufführung 1832 in Mailand
In italienischer Sprache. Mit deutschen Übertiteln.
Das Stück
Donizettis „Liebestrank“ ist die romantischste aller komischen italienischen Opern des 19. Jahrhunderts. „Der musikalische Stil dieser Partitur ist lebhaft, glänzend, dem Buffa-Genre treu. Die Gefühle werden mit der musikalischen Leidenschaft behandelt, für die der Komponist der ,Anna Bolena’ berühmt ist“, schwärmte ein Kritiker nach der Mailänder Uraufführung. Die leichtgewichtige Handlung bietet einen armen Einfaltspinsel auf, der sich – zunächst unglücklich – in eine situierte, aber kapriziöse Landschöne verliebt. Zusammen mit dem angeberischen Herzensbrecher Belcore, dem Wunderdoktor und Strassenhändler Dulcamara, dessen Liebestrank die Emotionen und Melodien perlen lässt und dem agilen Chorvolk bilden sie das Personal für einen turbulenten Tag im Flair südlicher Sonne.
Die Musik reiht eine Kette musikalischer Kabinettstückchen von verschwenderischer Pracht aneinander. Von melodischer Süsse über rasante Cabaletten bis zu lärmenden Volksszenen breitet Donizetti seinen vielfarbigen Bilderbogen italienischen Dolcevita-Gefühls von schier unerschöpflichem Einfallsreichtum und wundersamer Ausdrucksfülle aus. Dabei durchschreitet der turbulente Verlauf vor dem glücklichen Ende auch tragische Tiefen wie Nemorinos abgrundtief-fassungslose Klage „Una furtiva lagrima“, die selbst das Publikum zu Tränen rührt.
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Besetzung
Musikalische Leitung: Dorian Keilhack
Inszenierung: Aron Stiehl
Bühne, Kostüme: Jürgen Franz Kirner
Choreinstudierung: Alexander Martin
Choreographie: Pascale Chevroton
Adina: Anne-Florence Marbot, Hélène Le Corre, Julia Neumann
Nemorino: Alexey Kudrya, Andries Cloete
Belcore: Robin Adams
Dulcamare: Carlos Esquivel, Richard Ackermann
Gianetta: Qin Du
Tänzerinnen: Andrea Cristina Bieri, Lenamaria Graber, Caroline Rösslein, Patricia Rotondaro, Pascale Sauteur, Soledad Steinhardt, Dijana Vidovic
Statisterie des Stadttheaters Bern
Chor des Stadttheaters Bern
Berner Symphonieorchester
Pressestimmen
„Den buntesten Auftritt erhält der umtriebige Quacksalber Dulcamara, der dem verzweifelten Nemorino eine Flasche Bordeaux als Liebeselixier verkauft (…). Carlos Esquivel verleiht dieser Prachtrolle mit intonationssicherem Bass eine zusätzliche Leichtigkeit.
“
— Maria Künzli, Berner Zeitung, 08.12.2008
„Robin Adams war ein stimmiger Belcore: ein Macho wie aus dem Bilderbuch mit kräftigem, sicher geführtem Bariton. Das Premierenpublikum zeigte sich am Schluss begeistert und bejubelte alle Mitwirkenden.
“
— Alfred Ziltener, Bündner Tagblatt, 08.12.2008
„Hélène Le Corre, die kurzfristig für die erkrankte Anne-Florence Marbot eingesprungen ist, hat als Adina in kurzer Frist eine herausragende Leistung erarbeitet. Denn in Stiehls Spiel gibt es kein Rampensingen, sind in der Personenregie Bewegung und wechselnde Konstellationen angesagt.
“
— Hanspeter Renggli, Der Bund, 08.12.2008