Pierrot Lunaire
Kammerkonzert des Ensemble Paul Klee
Das Stück
In Albert Girauds symbolistischen Gedichten voller rätselhafter Bilder hat der Mond seine romantischen Eigenschaften verloren. Er macht zwar weiterhin trunken, aber trunken zum Tode. Sein Licht ist bleich und lässt die Welt kühl erscheinen, er klingt kristallen und macht die Schatten zu «finstren, schwarzen Riesenfaltern». Schönbergs 21 Miniaturen für Sprechstimme und fünf Instrumentalisten sind aphoristisch kurz und voller durchsichtiger Klangfarben. Als eigentliche Winterreise des 20. Jahrhunderts bleibt «Pierrot Lunaire» eines der faszinierendsten Klangexperimente zu Beginn der Neuen Musik.
Als Kontrast spielt das Ensemble Paul Klee – ein Ensemble herausragender Musikerinnen und Musiker, die sich solistisch und kammermusikalisch profiliert haben – mit Freunden Schuberts «Oktett». Diese Musik, sagt der Schubertforscher Peter Gülke, komme «woandersher, frei von den Göttern, wo keine Erklärung mehr nötig ist».
Programm:
Arnold Schönberg: Pierrot Lunaire (1912)
Franz Schubert: Oktett (1824)
Besetzung
Ensemble Paul Klee und Freunde:
Marianne Pousseur (Stimme)
Eva Aroutunian (Klavier)
Kaspar Zehnder (Flöte/Piccolo)
Fabio di Càsola (Klarinette/Bassklarinette)
Dorothy Mosher (Fagott)
Veselin Manchev (Horn)
Alexis Vincent (Violine)
Barbara Doll (Violine/Viola)
Alexander Besa (Viola)
Matthias Schranz (Violoncello)
Ivan Nestic (Kontrabass)
Eine Veranstaltung des Ensemble Paul Klee im Rahmen des Musikfestival Bern
Unterstützt durch die Zunftgesellschaft zu Schmieden