Dave Maric
Der britische Komponist akustischer und elektronischer Musik studiert Musik an der City University, London, mit einem besonderen Schwerpunkt in Performance- und Musiktechnologie. Ab 1991 führen seine offensichtlichen Qualitäten als Pianist (bei denen er eine klassische Ausbildung mit Ausflügen in verschiedenen Formen von Jazz und Improvisation paart) schnell zu einer ganzen Reihe von Auftrittsmöglichkeiten mit u. a. Marc Ribot, Gunther Schuller, John Adams, dem BBC Symphony Orchestra, dem London Philharmonic Orchestra, der London Sinfonietta und der Steve Martland Band
Erst im Jahr 2000 kommt es zu einer ersten Auftragskomposition: Trilogy, ein Werk für den Schlagzeugsolisten Colin Currie. Aus dem sofortigen Erfolg dieses Werkes resultieren zahlreiche neue Kammermusikwerke für hochrangige klassische Solisten, darunter die Geigerin Viktoria Mullova und die Pianistinnen Katia und Marielle Labeque.
Mit Katia Labeque arbeitet Dave Maric ausserdem über mehrere Jahre bei einem Performance-Projekt namens „the Katia Labeque Band“ zusammen; die Künstler gehen europaweit auf Tournee und 2003 erscheint dazu eine Aufnahme mit dem Titel Unspoken.
Weitere Auftragsarbeiten erhält er von einer ganzen Reihe von Festivals und Organisationen wie dem Lucerne Festival, Radio France und BBC Radio 3; sie umfassen neue Stücke für Labeque, Mullova und Currie sowie auch für das Orchestre National de Montpellier, den Trompeter Hakan Hardenberger und den Gitarristen Fred Frith. Viele der für Colin Currie geschriebenen Kompositionen erscheinen 2007 auf dem Album Borrowed Time bei Onyx Classics.
Dave Maric interessiert sich seit langem für klassischen und zeitgenössischen Tanz. Sein Kammermusikwerk Broken Fiction (2002) ist das erste von vielen Werken, das in der Zusammenarbeit mit der britischen Choreographin Cathy Marston entsteht. Weitere gemeinsame Projekte sind You, Cuba (2004); vier kurze Tanzfilme für Channel 4 (UK) und Shore (2006), eine 'in situ'-Produktion für Stimmen, Holzblasinstrumente und Perkussion im Bamburgh Castle, Northumberland. Besonders hervorzuheben sind in dem Zusammenhang aber vor allem die Partituren für abendfüllende Choreographien: Die Musik zu Ghosts kreiert er 2005 für das Royal Opera House; diese Produktion wird in der Spielzeit 2007/08 am Stadttheater Bern neueinstudiert. Seine erste Partitur für Orchester komponiert er für das Ballett A Tale of Two Cities (2008) für das Northern Ballet Theatre. 2009 entsteht die Musik für die Produktion Sturmhöhe des Bern:Ballett.Spielzeit 2008/09
Auftragskomposition:Sturmhöhe
Musiker:
Sturmhöhe