Erich Sidler
Erich Sidler ging nach dem Regiestudium an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich 1995 als Regieassistent nach Hannover ans Staatsschauspiel. Bald trat er mit eigenen Arbeiten hervor. Er erhielt den Regieförderpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für seine Dramatisierung und Inszenierung von Kleists „Die Marquise von O.“ Weitere Arbeiten in Hannover folgten, etwa „Maienschlager“ von Katharina Gericke, Fassbinders „Händler der vier Jahreszeiten“ und „Tätowierung“ von Dea Loher. Engagements führten ihn ans Theater Essen, das Nationaltheater Mannheim, das Maxim Gorki Theater in Berlin und ans Staatstheater Stuttgart, wo er unter Friedrich Schirmer Hausregisseur wurde. Seit 2003 arbeitet Sidler wieder als freier Regisseur an verschiedenen Häusern. Sein Hauptinteresse gilt der neuen Dramatik und jungen Autoren. 2004 hat er am Staatstheater Stuttgart „Die Ballade vom Nadelbaumkiller“ von Rebecca Kricheldorf inszeniert. Diese Uraufführung wurde zu den Theatertagen in Heidelberg und Mülheim eingeladen. Zuletzt setzte er an der Staatsoper Hannover die Uraufführung von Edward Rushtons Oper „Die fromme Helene“ in Szene. In Bern inszenierte er in der Spielzeit 2007/08 seine eigene Bearbeitung von Gotthelfs „Die schwarze Spinne“ und die Deutschsprachige Erstaufführung von Enda Walshs „The Homefront“.