Günter Missenhardt
Gesangsstudium in München, u. a. bei Helge Rosvaenge. Debüt 1965 an der Bayerischen Staatsoper. Ensemblemitglied an der Oper Frankfurt 1968–1972 und 1973–1979 am Stadttheater Bern. Seither alle wichtigen Basspartien an allen grossen Bühnen Europas.
Seine Lieblingspartien, Ochs in Der Rosenkavalier (335mal) und Osmin in Die Entführung aus dem Serail (ca. 250mal) (1991 Aufnahme unter Bruno Weil für Sony), die er beide vor 35 Jahren erstmals in Bern sang, verkörperte er seitdem u. a. auch an Opernhäusern wie Staatsoper Wien, Bayerische Staatsoper München, Paris (Grand Opéra, Théâtre des Champs-Elysées), Berlin (Deutsche Oper, Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper), London (Royal Opera House Covent Garden), Mailänder Scala, Barcelona, Madrid, Sevilla, Brüssel, Dresden, Zürich, Genf, Strassburg, Lyon, Toulouse, Düsseldorf, Essen, Bonn, Helsinki, Oslo, Genua, Washington und Tel Aviv.
Andere wichtige Stationen waren Sarastro in Die Zauberflöte in Beijing und Shanghai anlässlich des ersten Gastspiels der Bayerischen Staatsoper in China 1984, bei den Salzburger Festspielen 2003 Dijab in der Uraufführung von Henzes L’Upupa oder der Triumph der Sohnesliebe und 2005 bei den Bregenzer Festspielen Jeronimus in Carl Nielsens Maskerade.