Premiere 19. Februar 2009

Die Bibel als Theater
Ein Projekt von Shimon Levy und Henriette Cejpek

Uraufführung

Das Stück

Das „Buch der Bücher“ fasziniert seit Jahrtausenden die Menschen des europäischen Kulturkreises. Die Bibel ist das „Heilige Buch“ des jüdischen und christlichen Glaubens, aber auch der Grundstein moderner Ethik. Auch im säkularisierten Denken der Neuzeit haben sich ihre Spuren tief eingegraben und die Geschichten, die in ihr erzählt werden weisen den Weg in das Mythen-Fundament Europas.
Die Theatralität der biblischen Geschichten, ihr starker dramaturgischer Aufbau, hat den renommierten israelischen Theaterwissenschaftler, Übersetzer und Regisseur Shimon Levy lange fasziniert. Zusammen mit der Schauspielerin Henriette Cejpek setzt er die starken Frauenfiguren des Alten Testaments (z.B. Abigail (1 Sam 25), Tamar (2 Sam 13), Ruth, Yael (Richter 4),  Deborah (Richter 5), die Nebenfrau (Richter 19) oder die Seherin von Endor (1 Sam 28)) der Spannung des Bühnenraums aus, um sie quasi aus ihrem religiösen Kontext zu (er)lösen.
Der Arbeit zugrunde liegen wird die Übersetzung Martin Luthers, die von ausgesprochener Schönheit, aber auch nicht fei von Übersetzungsfehlern ist, die in die christliche Kultur eingegangen sind.

 

Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.

Besetzung

Inszenierung: Shimon Levy
Bühne, Kostüme: Romy Springsguth
Musik & Sound Design: James Reynolds

Mit: Henriette Cejpek

Pressestimmen

„Von Abigail bis zur ‚Hexe von Endor’: Das Solostück ‚Die Bibel als Theater’ von Shimon Levy und Henriette Cejpek porträtiert eindrückliche Frauenfiguren aus dem Alten Testament. Die neue Produktion hat Shimon Levy zusammen mit der Schauspielerin Henriette Cejpek erarbeitet. Sie spielt das halbe Dutzend Figuren allein, unterstützt von der suggestiven Musik des US-Komponisten James Reynolds. “
— Marie-Louise Zimmermann, BZ, 19.02.2009

„Levy und Cejpek haben diese ‚Bibellesung’, die sich eng ans Original hält, einfallsreich angerichtet: Wunderschön etwa, wenn die Hexe aus En-dor den Geist des toten Samuel als drohend gestikulierenden Schatten hinter einer Papierwand erscheinen lässt. Oder wenn das Vergewaltigungsopfer Tamar Brotteig knetet, dass es tönt, als ob Leiber aufeinander klatschen. “
— Irene Widmer , SDA, 20.02.2009

„(…) heisst die Bibel-Adaption von Shimon Levy, die von der Schauspielerin Henriette Cejpek eindrucksvoll umgesetzt wird. (…) Was der israelische Regisseur sie dabei tun lässt (…), wirkt elementar und ausdrucksstark und taucht den Text in eine Atmosphäre, in der das Archaische der alten Texte zusammen mit dem Rituellen der Inszenierung etwas Kultisch-Religiöses anzunehmen beginnt. “
— Charles Linsmayer, Der Bund, 21.02.2009

„Regisseur Levy bringt packendes auf die Bühne, was exakt so in der Bibel steht. Und das Fazit? Verkrustete Ansichten von Ehre und Rache haben früher zu Leid, Mord und Krieg geführt. Sie wabern auch heute noch in einigen Köpfen rum. “
— Sandro Pfammatter, Blick, 23.02.2009