Premiere 4. Februar 2009
Monolog braucht Bühne
Von Rosa Pock
Uraufführung
Das Stück
Monolog braucht Bühne war 1993 Rosa Pocks erste Buchveröffentlichung. Mit Witz und Eigensinn verwandelt die österreichische Autorin in 39 Paragraphen Privates wie Allgemeines in stark rhythmisierte Prosa: Eine Trennungsgeschichte und der zögerliche Versuch einer Frau zu einem Neubeginn. Das wortreiche Ausprobieren einer neuen Identität in der Autonomie. Unter anderem.
Von lyrischen Formen ausgehend, nähert sich Rosa Pocks Schreiben der Prosa an und entwickelt eine ganz eigene Sprache. In ihrem ersten Werk hat sie einen Weg gefunden, nicht nur die Grammatik zu relativieren, sondern unsere Vorstellungen von uns selber und der Welt höchst produktiv zu irritieren. Alles ist gleichzeitig traurig und witzig, einfach und kompliziert, konventionell und überraschend. Die Autorin nimmt es genau mit der Sprache, sie dreht und wendet die Worte, zerhackt die Syntax und beweist Sinn für Humor. Sie hat sich eine Sprache angeeignet, die die Welt von ihrem Gewicht befreit und ihr gleich – wie sollte es auch anders sein – neue Gewichte anhängt.
Randnotizen - Das virtuelle Tagebuch / Steirischer Herbst 2006
Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.
Besetzung
Inszenierung: Luise Helle
Bühne, Kostüme: Anna Bucher
Mit: Sabine Martin
Pressestimmen
„Der atemlose Erzählduktus prägt den ganzen Text und ist unter anderem wortbewusst aufscheinender Ausdruck einer befreiend reflektierten Trennung sowie unverhohlener Ansatz einer neu definierten Identität ohne Vorgaben einer Paarbindung.
“
— Roland Erne, Solothurner Zeitung, 03.02.2009
„So konfus dieses Protokoll erst tönt, so kunstvoll raffiniert ist der fesselnde Rhythmus, der sofort eine unglaubliche Sogwirkung entwickelt. Und es erstaunt, dass der Monolog nicht früher für die Bühne entdeckt worden und bis heute erst in einer Radiofassung zu hören gewesen ist.
“
— Brigitta Niederhauser , Bund, 06.02.2009
„Es ist die Sprache, die die österreichische Schriftstellerin Rosa Pock in ihrem 1993 erschienenen Romandebüt ‚Monolog braucht Bühne’ erfunden hat. Jetzt ist die gleichnamige, dramatisierte Fassung erstmals auf der Bühne zu sehen. Ein Einfrauenstück - und die Besetzung könnte mit Sabine Martin nicht besser gewählt sein.
“
— Marina Bolzli, BZ, 06.02.2009