Premiere 30. November 2008

Die Kopien
Von Caryl Churchill

Das Stück

Ein Familiendrama in Zeiten perfektionierter Gentechnik in naher Zukunft: Ein Sohn stellt fest, dass er ein Klon ist. Er stellt seinen Vater zur Rede, der schuldbewusst die Spuren des Jahrzehnte zurückliegenden Klonexperiments verwischt. Der Vater hatte aus einem scheinbar missratenen leiblichen Sohn eine Kopie klonen lassen, die er besser erziehen wollte. Anhand zweier genetisch gleicher Söhne, die charakterlich völlig verschieden sind, dekliniert die britische Autorin die Frage durch, was eigentlich die Identität des Menschen ausmacht - Erziehung oder Genetik. Der Text stellt eine brennende Frage der Gegenwart, ohne fertige Antworten zu liefern.

 

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Besetzung

Inszenierung: Gabriel Diaz
Bühne, Kostüme: Romy Springsguth

Salter: Ernst C. Sigrist
Bernard 1, sein Sohn: Sebastian Edtbauer
Bernard 2, sein Sohn: Sebastian Edtbauer
Michael Black, sein Sohn: Sebastian Edtbauer

Pressestimmen

„Lieber möchte man einfach nur ausufern in Begeisterung und atemlos schwärmen: dass es der Berner Inszenierung gelungen ist, dieses angelsächsisch-sachliche Klondebatten-Stück durch den emotionalen Zugriff des venezuelanischen Regisseurs Gabriel Diaz als leidenschaftliche Menschheitstragödie zu zeigen (…). “
— Hannes Veraguth, BaZ, 02.12.2008

„Gut geklont: Das Stadttheater bringt das Erfolgsstück ‚Die Kopien’ von Caryl Churchill als groteskes Drama auf die Bühne. (…) Ohne futuristischen Schnickschnack, aber mit viel Verve und Sinn für die Unwägbarkeiten der Vorlage bringt Regisseur Gabriel Diaz das Kammerspiel auf die Bühne (Romy Springsguth) – als archaisches Vater-Söhne-Drama mit grotesken Zügen.“
— Oliver Meier, Berner Zeitung, 02.12.2008

„Regisseur Gabriel Diaz stellt Churchills faszinierend ausgeklügelter Kunstsprache eine realistische Spiel- und Sprechweise gegenüber, die Ernst C. Sigrist als Vater und Sebastian Edtbauer in der Rolle der Söhne souverän meistern.“
— Simone von Büren, Der Bund, 02.12.2008