Premiere 26. Oktober 2008

wohnen. unter glas
Von Ewald Palmetshofer

Schweizer Erstaufführung

Das Stück

Vor Jahren, bevor sich ihre Wege getrennt, ihre politischen Überzeugungen gewandelt, ihre Lebens- und Liebeskonzepte geändert haben, waren sie mal eine Clique. Jetzt treffen sich Jeani, Babsi und Max wieder und merken vor allem eines: Früher war das meiste sonnenklar, inzwischen ist es undurchsichtig und von zahlreichen kommunikativen Hürden begleitet. Kaum ein Satz, der nicht viele Anläufe bräuchte, kaum ein Gedanke, der nicht viele Sätze bräuchte, bevor er zuende gebracht wird. Das hochmusikalische Stück durchleuchtet das Innere dreier Figuren zwischen 30 und 40 und trifft ins Zentrum des Lebensgefühls des urbanen Menschen im Zeitalter höchster Verunsicherung.

Radiointerview mit dem Autor Ewald Palmetshofer

Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.

Besetzung

Pressestimmen

„Johannes Rieder (…) setzt die zwei Dutzend Szenenpartikel entsprechend ihrem jeweiligen Gehalt um: als relativ realistischen Small Talk, als musikalische Wortduette oder als von quadratischem Spot-Light gerahmte introspektive Monologe. Auch das Bühnenbild – kleine Felsbrocken vor Bergpanorama – passt gut: Die Figuren wirken wie ausgesetzt in einer Geröllwüste. “
— Irene Widmer, SFD, 27.10.2008

„Die einstige Wärme ist verschwunden und lässt sich auch nicht durch enthusiastische Interessensbekundungen wiederherstellen. Zu vieles hat sich verändert. Das schildert uns der impotente Max (Diego Valsecchi) in seinen Monologen mit einer gehörigen Portion Verzweiflung. “
— Lena Rittmeyer, Der Bund, 28.10.2008

„Im Verzicht auf textferne Effekte ist Rieder eine standfeste Schweizer Erstaufführung gelungen. Auf der kleinen Vidmar-Bühne zum Tragen kommt der nun auch für Bern entdeckte Palmetshofer-Sound aus dem Mund seiner Figuren, die mal allein, dann gemeinsam und bisweilen eng verkrallt buchstäblich im Bühnenlicht stehen. “
— Roland Erne, MZ, 28.10.2008

„In der schweizerischen Erstaufführung setzt Johannes Rieder dieses Sprechstück mit Henriette Cejpek, Diego Valsecchi und Friederike Pöschel straff und schnörkellos um. “
— Beatrice Eichmann-Leutenegger , NZZ, 31.10.2008