Premiere 7. März 2009

Hugos schöner Schatten
Ein Kübler / Koblet-Stück von Gerhard Meister

Uraufführung

Das Stück

Zwei Helden des Sports, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zwei Leben auf dem Velosattel, die nicht unterschiedlicher hätten verlaufen können. Zwei Helden des Radsports, die die Schweiz in den fünfziger Jahren in zwei Lager teilten. Auf der einen Seite der asketische Ferdinand Kübler, der aus kleinsten Verhältnissen stammte und sich mit eiserner Selbstdisziplin an die Spitze des Radsports pedalierte. Der sich nach seinem Ausscheiden aus dem Rennzirkus eine solide bürgerliche Existenz aufbaute, der aber auch einer der ersten Radrennfahrer war, die des Dopings bezichtigt wurden. Auf der anderen Seite der Lebemann Hugo Koblet, der „pédaleur de charme“, der selten ungekämmt ins Ziel fuhr, der schnelle Autos und schöne Frauen liebte und seine Karriere tragisch beenden musste, nachdem ihm - gegen seinen Willen - Amphetamine gespritzt wurden, die sein Herz schädigten.

Der Berner Autor Gerhard Meister stellt in seinem Stück die Biografien der beiden Ausnahmesportler gegenüber, lässt das Duell zwischen Askese und Sinnesfreude vor dem Hintergrund der faszinierenden Welt des Radsports in einen furiosen Endspurt münden. In diesem faszinierenden Requiem erzählt er aus einer Zeit, in der die Preisgelder noch niedrig, das Doping noch am Anfang und die Fahrer weitgehend auf sich alleine gestellt waren.

Einen Bericht von Radio DRS2 zum Stück finden Sie hier.

Ein Interview mit Autor Gerhard Meister finden Sie hier.

Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.

Besetzung

Pressestimmen

„Man braucht kein Radsportfan zu sein, um an Gerhard Meisters Kübler/Koblet-Stück ‚Hugos schöner Schatten’ in der Berner Vidmar Vergnügen zu haben. Dafür sorgen exzellente Schauspieler und die einfallsreiche Regie von Katharina Ramser. “
— Irene Widmer, SDA, 08.03.2009

„Im neuen Stück von Gerhard Meister ‚Hugos schöner Schatten’ kommt es zum Showdown zwischen den Schweizer Radsportlegenden Kübler und Koblet. Das Stadttheater Bern feierte die Uraufführung mit reichlich Szenenapplaus. (…) Der Schweizer Autor stellt der Askese von ‚Ferdy National’ Kübler die Sinnesfreude des ‚Péda1eur de charme’ Hugo Koblet gegenüber und zeigt die unterschiedlichen Lebensentwürfe in Etappen. “
— Magdalena Nadolska, BZ, 09.03.2009

„Una rivisitazione teatrale del confronto che nell'immediato dopo guerra ha infiammato ed entusiasmato le platee, in patria e all'estero. Quello fra Hugo Koblet e Ferdi Kübler. Come ticinesi, li sentiamo anche un po' nostri, questi due campioni del pedale. Hugo Kobelt per aver vinto, come primo non-italiano, il giro d'Italia nel 1950, Ferdi Kübler per essersi imposto, in una volata mozzafiato, ai campionati del mondo di Varese nel 1951. “
— Piergiorgio Baroni, Corriere del Ticino, 09.03.2009

„Koblet war Schweizer. Und so ein Ausnahmetalent gehörte damals, in den fünfziger Jahren, in diesem Land vom hohen Stahlross gerissen. Das jedenfalls deutet Gerhard Meister in seinem neuen Stück ‚Hugos schöner Schatten’ an. Er rollt Koblets Aufstieg und Fall in einer revueähnlichen Szenenfolge auf und verschränkt sie mit der Karriere von Koblets Kontrahenten Ferdy Kübler, dem Inbegriff des Chrampfers. “
— Tobias Hoffmann, NZZ, 09.03.2009

„Den legendären Konkurrenten hat der Berner Dramatiker Gerhard Meister mit ‚Hugos schöner Schatten’ nun ein Stück gewidmet, das fraglos mehr sein will. Entstanden ist ein Zeitbild auf dokumentarischem Hintergrund, das sich als ‚Requiem auf den Radsport’ versteht und schweizerischer Befindlichkeit nachspürt.“
— Roland Erne, Solothurner Zeitung, 09.03.2009

„In ‚Hugos schöner Schatten’ zeichnet der in Zürich lebende Dramatiker Gerhard Meister den Rennsportler Hugo Koblet als Projektionsfigur für die Jugend der 50er-Jahre. (…) Und so hat Diego Valsecchi in der Titelrolle über lange Zeit nicht viel mehr zu tun als zu lächeln und künstliche Blumen in Empfang zu nehmen. Derweil sein Nebenbuhler Ferdi Kübler (Ernst C. Sigrist) rackert. Wie ein Irrer am Klausen trainiert. Wo Hugo strahlt, schwitzt der redselige Kleingeist Ferdi.“
— Charlotte Staehelin, Tages Anzeiger, 09.03.2009

„Meisters Radfahrerstück ‚Hugos schöner Schatten’ kommt im Stadttheater Bern ungedopt und gekämmt ins Uraufführungsziel. (…) Katharina Ramser macht aus Meisters biographischem Doppelporträt eine unterhaltsame Tour de Force durch die Schweizer Sport- und Mentalitätsgeschichte. “
— Martin Halter , FAZ, 13.03.2009

Vorstellungen

14.06.2009, 15:00–17:15 Uhr, Vidmar:1 Billette