Premiere 21. Januar 2009

Such stuff that dreams are made on
Zweiteiliger Ballettabend

Das Stück


1. Teil
Schweizer Erstaufführung
before the tempest… after the storm

Choreographie: Cathy Marston
Musik: Jules Maxwell
Bühne, Kostüme: Jon Bausor
Lichtdesign: Simon Bennison

Besetzung:
1. Duo: Martina Langmann, Chien-Ming Chang
2. Duo: Jenny Tattersall, Erick Guillard

Cathy Marston kreierte „before the tempest … after the storm“ 2004 als Auftragswerk für das Royal Opera House in London. Es ist ein getanztes Diptychon, das als poetische Ergänzung zu Shakespeares „Sturm“ die Spuren von Caliban und Ariel verfolgt. W.H. Auden hingegen hat mit „The Sea and the Mirror“ eine Coda zum „Sturm“ geschrieben, in der er die Figuren in der Zeit nach dem Ende des „Sturms“ Selbstgespräche führen lässt. „before the tempest…after the storm“ lässt Auszüge aus diesen beiden Werken in die eigens für diese Choreographie geschriebene Musik einfliessen.

2. Teil
Uraufführung



Choreographie: Guilherme Botelho
Bühne: Stefanie Liniger, Guilherme Botelho
Kostüme: Julia Hansen 
Lichtdesign: Pascal Burgat

Auch für das neue Stück von Guilherme Botelho gilt als Vorgabe das übergreifende Thema "Sturm". Doch von dem in Genf lebenden brasilianischen Choreographen ist eine völlig andere Herangehensweise zu erwarten, sowohl inhaltlich, als auch, was die Tanzsprache anbelangt. Es ist ein glücklicher Zufall, dass es Cathy Marston gelungen war, Botelho für den zweiten Teil des Abends zu verpflichten. Immerhin ist er frisch gekürter Preisträger des mit 30.000,- Franken dotierten Schweizer Tanz- und Choreographiepreises 2008; im Rahmen des neuen „Tanz IN. Bern“-Festivals erhielt er im Oktober 2008 die Auszeichnung für sein Gesamtwerk. Dazu kommt, dass Botelhos bisherige Produktionen bisher immer für die Tänzer seiner eigenen Compagnie Alias entstanden. Es wird also spannend sein zu beobachten, inwieweit anders trainierte und geprägte Tänzer einen Einfluss auf seinen choreographischen Stil haben. In der Umsetzung des Themas Sturm ist er völlig frei; es ist ihm überlassen, ob er sich bei seiner neuen Kreation, die zur Zeit noch keinen Titel hat, streng an der inhaltlichen Vorlage bewegt oder sich nur assoziativ vom Stück inspirieren lässt. Wer seine bisherigen Arbeiten kennt, wird ohnehin neugierig sein!

Kostprobe:
15.01.2009, 18:30 Uhr, Vidmar:1  (findet nicht im Stadttheater statt, wie fälschlicherweise auf dem Flyer vermerkt) 

Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.

Besetzung

Pressestimmen

„Dieses magische Fliessband in eine Richtung wirkt wie eine Betäubungsspritze. Und jede Veränderung wie eine Explosion. Eine mutige Programmation. Sie tut dem Abend gut, gerade weil er zu Diskussionen anregt: Etwa über einen Tanzbegriff, der weiter greift, als viele ihn gerne haben möchten. “
— Marianne Mühlemann , Bund, 23.01.2009

„Für konservative Tanzfans mag Botelhos Evolutionsstück eine Grenzerfahrung sein. Wer sich jedoch darauf einlässt, taucht unversehens in einen hypnotischen (Alb-)Traum ab. “
— Lucie Machac, BZ, 23.01.2009

„Das an dem zweiteiligen Ballettabend (…) vorgegebene Thema ‚Sturm’ geht Botelho abstrakt an und verordnet den zwölf Tänzerinnen und Tänzern des Berner Balletts fünfzig Minuten lang vor allem eine intensive Bodenarbeit. Im Vierfüsslergang krabbeln die Tänzer unermüdlich von links nach rechts über die Bühne wie Kriechtiere auf einer geheimnisvollen Wanderung. “
— Martina Wohlthat , NZZ, 23.01.2009

„So zeitgenössisch hat man das Berner Ballett unter Marston noch nie gesehen. Es war ein mutiger Entscheid, Botelho zu beauftragen, und einer, der sich gelohnt hat. Ebenso wie sich für Botelbo die Entscheidung gelohnt hat, sein Terrain des Tanztheaters für einmal zu verlassen und sich an einer abstrakten Komposition zu versuchen. “
— Felizitas Ammann, Tages Anzeiger, 23.01.2009

„Formal und stilistisch in den beiden partiellen Ansätzen sehr unterschiedlich, lotet der Abend in überzeugenden Bildern die Spannweiten zeitgenössischer tänzerischer Ausdrucksformen aus. “
— Anne-Sophie Scholl , MZ, 24.01.2009