Liliana Heimberg
Liliana Heimberg, geboren 1956 in Wimmis/BE, studierte Schauspiel an der Akademie Zürich und der Hochschule der Künste Berlin. Sie arbeitete als freischaffende Theaterpädagogin und Schauspielerin im Ensemble des Theaters am Neumarkt Zürich, bevor sie im Jahr 1989 das Vaudeville Theater Zürich gründete, das sie bis 1998 leitete. Die Gruppe brachte unter der dramaturgischen Begleitung von Liliana Heimberg mehrere Uraufführungen heraus, u.a. Fröhlicher - ein Fest von Urs Widmer, Liebäugeln zu Texten von Niklaus Meienberg, Trommeln über Mittag von Katja Früh und Patrick Frey, sowie die Marx Brothers Radio Show, ein Ensembleprojekt unter Leitung von Stefan Viering. Parallel dazu übernahm Liliana Heimberg die künstlerische Leitung der vielbeachteten Matinée-Reihen in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich und dem Theater am Hechtplatz.
Als Regisseurin arbeitete Liliana Heimberg bislang ausschliesslich ortsbezogen. Die gewählten Räume bespielt und überschreibt sie mit professionellen und nicht professionellen Darstellenden aller Generationen sowie Musikern, Tänzern und bildenden Künstlern. Beispielsweise entwickelte Heimberg das Konzept für die Einweihung der Schweizerischen Botschaft in Berlin und liess die Räumlichkeiten in einer achtstündigen Performance mit über siebzig Mitwirkenden aller Künste bespielen. Für die Schweizerische Kulturstiftung Pro Helvetia kreierte sie Fabula - ein Stück Schweiz in 5 Landessprachen, welches in verschiedenen Gebäuden der Schweiz zur Aufführung kam. Ihre Inszenierung von Dieter Schnebels Glossolalie mit dem Ensemble Recherche aus Freiburg im Breisgau anlässlich der Wittener Kammermusiktage war über mehrere Jahre in Konzertsälen in England, Italien, Spanien und Deutschland zu sehen.
Seit 1993 ist Liliana Heimberg die Leiterin des Studiengangs Theaterpädagogik an der Zürcher Hochschule der Künste und leitet seit 2008 zwei geförderte Forschungsprojekte des Schweizerischen Nationalfonds zum Freilichttheaterschaffen der Schweiz.
Spielzeit 2011/12
Inszenierung:Looslis Kinder














