Premiere 31. Dezember 2011
Pierre Carlet de Marivaux
Triumph der Liebe
Neu übersetzt von Almuth Voβ
Das Stück
Marivaux hat ein halbes Jahrhundert nach seinem grossen Vorgänger Molière die Liebe in den Mittelpunkt seiner über 30 Stücke gestellt. Seine Komödien beschreiben in Form von subtilen Seelenanalysen innere Vorgänge wie Eifersucht, Stolz, Eitelkeit und Scham. In Triumph der Liebe entwickelt Marivaux ein Verwirrspiel in einem Märchenland, in dem sich die Figuren trotz strategischer Pläne von den Emotionen leiten lassen.
Leonida, Prinzessin von Sparta, tritt als Mann verkleidet in den Park des Philosophen Hermokrates. Dieser zieht in strenger Abgeschiedenheit zusammen mit seiner spröden Schwester Leontine Agis, den Sohn des früheren und unrechtmässig verdrängten Königs auf. An diesem Ort, wo Weisheit, Vernunft und Verzicht das Mass aller Dinge sind, will Leonida unter dem Namen Phokion Agis verführen und zur Heirat bewegen, um gemeinsam mit ihm den Königsthron zu besteigen. Mit Hilfe der Verkleidungslist, die sie je nach Situation und Gesprächspartner unterschiedlich nutzt, gelingt es ihr, allen den Verstand zu rauben. Leonida/Phokion spielt mit ihren Reizen, verführt, liebt – täuscht aber Liebe auch nur vor, wenn es sie ihrem Ziel, Agis zu sehen, näher bringt.
Triumph der Liebe ist eine Komödie, in der die Liebe als Mittel zum Zweck eingesetzt wird und sich die Figuren trotz beschlossener Askese von ihr überwältigen lassen.
Besetzung
Inszenierung: Matthias Kaschig
Bühne: Michael Böhler
Kostüme: Stefani Klie
Musik: Philipp Ludwig Stangl
Léonide, Prinzessin: Mona Kloos
Corine, Gesellschafterin: Judith Cuénod
Hermocrate, Philosoph: Ernst C. Sigrist
Léontine, Schwester: Henriette Cejpek
Agis: Andri Schenardi
Dimas, Gärtner: Philip Hagmann
Arlequin, Diener: Diego Valsecchi
Pressestimmen
„Léonide alias Phocion wird von Mona Kloos gespielt, und ihrem gewinnenden Charme erliegen nach und nach sowohl die tantenhaft-spröde Léontine (Henriette Cejpek), die sie als Phocion umgarnt, als auch der Philosoph Hermocrate (Ernst C. Sigrist), für den sie sich als Apasie ausgibt.“
— Charles Linsmayer, Der Bund, 03.01.2012
„Da liegen, stehen oder sitzen die Protagonisten, wenn sie nicht gerade zum Einsatz kommen, herum, das Geschehen wie von ferne beobachtend oder in einer bestimmten Pose wie Statuen festgefroren. Zusammen mit den schrägen Kostümen von Stefani Klie und einer Reihe von absurden Riesenpflanzen, die ganz plötzlich aus dem Boden oder aus der Wand hervorbrechen, ergibt das eine grotesk-surreale, vielleicht auch parabelhafte Situation, die durch die ruckartigen und oftmals künstlich anmutenden Bewegungen der Akteure noch verstärkt wird. “
— Charles Linsmayer, Der Bund, 03.01.2012
„Kaschig, der hier bereits denkwürdige Produktionen (darunter «Woyzeck» und «Parzival») verantwortet hat, feiert Marivaux als kühlen Gott des Experiments und zeigt eine abgründige Groteske, in der die Mechanik des Stücks als abstrakte Versuchsanordnung spannungsvoll zum Ausdruck kommt. “
— Oliver Meier, Berner Zeitung, 03.01.2012
Vorstellungen
danach Spiel mit uns - Silvesterparty. Eintritt für Premierenbesucher von "Triumph der Liebe" frei
Mi. 11.01.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
-entfällt aufgrund Erkrankung im Ensemble-anstelle dessen spielen wir Am Ende des Regens. Karten behalten ihre Gültigkeit od können für eine andere Triumph der Liebe Vorstellung getauscht werden.
Sa. 28.01.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
Do. 02.02.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
Sa. 11.02.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
Sa. 24.03.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
Do. 29.03.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
Mi. 09.05.2012, 19.30–21:45 Uhr, Vidmar:1
<<verschoben vom 25.02.2012>>














