Premiere 30. Dezember 2011
Das Glas Wasser
Lustspiel von Eugène Scribe
Das Stück
England zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Das Königreich liegt seit Jahren im Krieg mit Frankreich, und manche Leute können dabei nur gewinnen. Die Herzogin von Marlborough zum Beispiel, die als engste Vertraute und Beraterin der englischen Königin quasi freie Hand in der Politik und großes Interesse daran hat, dass dieser Krieg lange dauert. Denn so bleibt ihr Ehemann möglichst lange an der Front und sie kann in Ruhe den süssen, jungen Leutnant Masham erobern. Und außerdem ist der Krieg für sie ein finanziell lukratives Geschäft, mit satten Gewinnen bei verschiedenen Transaktionen. Allerdings ist auch ihre Vorgesetzte, die Königin, höchstselbst an Masham interessiert, was die Handlung des Stückes in Gang setzt. Masham seinerseits ist der einzig Naive in dem Ganzen: Er liebt nur die junge Abigail, die schnell lernt, welche Tugenden man braucht, um bei Hofe die Karriereleiter empor zu klettern ... Dass am Ende jeder den oder das bekommt, was er verdient und überdies der Krieg ein Ende findet, dafür sorgt im verbalen Schlagabtausch mit der Herzogin von Marlborough der Viscount von Bolingbroke, der die Fäden der Intrige besser zu spinnen versteht als jede(r) andere.
In der Autorengalerie der Pariser Comédie Francaise steht seine Büste gleich neben der von Victor Hugo: Anders als sein Nachbar hat Eugène Scribe (1791-1861) es zwar nie zum Nationaldichter gebracht, aber er war einer der produktivsten und erfolgreichsten Dramatiker Frankreichs. „Das Glas Wasser“ ist so amüsant wie allzeit aktuell ist: Jedes weltpolitische Ereignis hat seinen Grund in einem zutiefst menschlichen Interesse, sei es nun (privat-) wirtschaftlicher oder gar erotischer Natur ...
Wir spielen dieses veritable „pièce bien faite“ in unmittelbarer Nähe der Macht in einem der eleganten Bankettsäle des Hotels Bellevue.
Besetzung
Inszenierung: Max Merker
Bühne, Kostüme: Stefanie Liniger
Musik: Michael Frei
Königin Anna von England: Milva Stark
Lady Churchill, Herzogin von Marlborough: Sabine Martin
Lord Henry von Saint-John, Viscount von Bolingbrok: Ingo Ospelt
Arthur Marsham, Fähnrich im Garderegiment: Sebastian Edtbauer
Abigail Churchill, Cousine der Herzogin: Nadine Schwitter
Marquis de Torcy, Gesandter Ludwig XIV: Jonathan Loosli
Thompson, Butler der Königin: Marcus Signer
Musiker: Kathrin Bögli, Michael Frei
Pressestimmen
„Theaterstück über die Macht in den Hinterzimmern“
— Ellinor Landmann, drs2 aktuell, 31.12.2011 (Website)
„Ihre Krallen fahren sie alle aus, allen voran Lady Churchill (Sabine Martin), die auch die Königin am Gängelband hat, in Sir Henry (Ingo Ospelt) aber einen ebenbürtigen Gegner gefunden hat. Von Begierde und Machthunger zerfressen, mutieren sie auch alle zu Karikaturen.“
— Brigitta Niederhauser, Der Bund, 03.01.2012
„«Ihre Majestät, Königin Anna von England!», ruft Butler Thompson und schwingt den Goldstock. Im Foyer des Hotels Bellevue wartet Politprominenz, darunter Stadtpräsident Alexander Tschäppät, auf die Königin. Dumm nur, dass Ihre Majestät bereits an der Hoteldrehtür scheitert. Und so köstlich ging es fast drei (!) kurzweilige Stunden weiter. Geschickt beziehtMax Merker in seiner Inszenierung den Schauplatz ins Spiel ein und bricht die Handlung immer wieder ironisch-musikalisch auf.“
— Oliver Meier, Berner Zeitung, 03.01.2012
„Ein Vergnügen sind die pointierten Dialoge und das Spiel mit Redewendungen.“
— Sarah Leonor Müller, Basler Zeitung, 02.01.2012
Vorstellungen
Mi. 04.01.2012, 19.30 Uhr, Hotel Bellevue
So. 15.01.2012, 18.00 Uhr, Hotel Bellevue
Sa. 11.02.2012, 19.30 Uhr, Hotel Bellevue
So. 19.02.2012, 14.00 Uhr, Hotel Bellevue
Sa. 25.02.2012, 19.30 Uhr, Hotel Bellevue
So. 26.02.2012, 18.00 Uhr, Hotel Bellevue
Fr. 20.04.2012, 19.30 Uhr, Hotel Bellevue
So. 22.04.2012, 18.00 Uhr, Hotel Bellevue














