Premiere 12. November 2011
Andrew Bovell
Am Ende des Regens
Schweizer Erstaufführung
Das Stück
2039. In der australischen Wüste regnet es seit Tagen. Gabriel York fällt ein Fisch vor die Füsse, der nach Meer riecht. Achtzig Jahre zuvor hatte sein Urgrossvater in London prophezeit, dass eines Tages Fische vom Himmel fallen würden, als Vorboten einer die Menschheit verschlingenden Flut. Das Stück spielt zwischen dieser Vorhersage im Jahre 1959 und ihrer Erfüllung im Jahre 2039.
Gabriel Law verfolgt in den 80er Jahren die Schritte seines Vaters, der in den 50ern aus London verschwand und dessen Spur sich in Australien verlor. Bei seinen Recherchen trifft er in Australien die Liebe seines Lebens, Gabrielle York. Parallel zu der Liebesgeschichte von Gabriel und Gabrielle entfalten sich die Geschichten der Vorfahren und Nachkommen des Paares und bringen den Zuschauer zurück in die Zukunft, zurück ins Jahr 2039 - zurück zu beider Sohn Gabriel York, der als alter Mann seinen Sohn Andrew mit dem vom Himmel gefallenen Fisch bewirtet. Andrew ist gekommen, um endlich seinen Vater und dessen Vergangenheit zu verstehen. Aber für Gabriel York ist die Vergangenheit so mysteriös wie der Fisch, der vom Himmel fiel …
Nach den Umweltkatastrophen, die den australischen Kontinent im Winter 2011 heimsuchten, muss man Am Ende des Regens fast ein prophetisches Stück nennen. Darüber hinaus schafft der australische Autor, was nur Theater kann: Mit einfachsten, poetischen Mitteln konstruiert er ein Stück von geradezu epischen Ausmassen, das Generationen und Kontinente überspannt und sichtbar macht, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Umwelt und des Menschen einander durchdringen und beeinflussen.
Den Flyer als PDF finden Sie hier.
Besetzung
Inszenierung: Elias Perrig
Bühne: Beate Fassnacht
Kostüme: Sara Kittelmann
Video: Philipp Ludwig Stangl
Gabriel York (50 Jahre alt): Ernst C. Sigrist
Elisabeth Law (Mitte 50): Sabine Martin
Gabrielle York (24 Jahre alt): Mona Kloos
Joe Ryan (50 Jahre alt): Walter Küng
Gabrielle York (50 Jahre alt): Henriette Cejpek
Elisabeth Law (Mitte 30): Marianne Hamre
Gabriel Law (28 Jahre alt): Sebastian Edtbauer
Henry Law (Mitte 40): Stefano Wenk
Andrew Price (Ende 20): Diego Valsecchi
Pressestimmen
„Trotz der schlichten Bilder - und womöglich gerade wegen der Konzentration auf Text und Ensemble langweilt die fast zweistündige Darbietung in keinem Augenblick. Der Applaus der Zuschauer in Bern, die das komplexe Epos gebannt mitverfolgt hatten, fiel am Samstag an der Premiere entsprechend kräftig aus.“
— Serge Kuhn, SDA, 13.11.2011
„Elias Perrigs Inszenierung der Schweizer Erstaufführung am Stadttheater Bern spiegelt diese Sorgfalt in seiner szenischen Feinarbeit mit dem gewandten Schauspielensemble. (…) Perrig etabliert über Gesten und Konstellationen subtile Bezüge zwischen Figuren, lässt sie auf Kommentare und Objekte reagieren, einander beobachten oder ignorieren.“
— Simone von Büren, Basler Zeitung, 14.11.2011
„Ernst C. Sigrist macht den Eingangsmonolog und die Begegnung mit seinem verlorenen Sohn (Diego Valsecchi) zu eindringlicher Rollenprosa. (…) Zu den Szenen, die sich einprägen, gehören jene mit Stefano Wenk als mit seiner pädophilen Veranlagung ringender Henry Law. (…) Ebenso gehört genauso zu den grossen Momenten des Abends die Bemühungen seiner älter gewordenen Frau (Sabine Martin), den erwachsenen Sohn Gabriel (Sebastian Edtbauer) von der Suche nach dem Vater abzuhalten. Berührend aber auch die Auftritte der australischen Familie York: die kurze tragische Begegnung der jungen Gabrielle (Mona Kloos) mit Gabriel Law und die Beziehung der älteren (Henriette Cejpek) mit Joe Ryan (Walter Küng).“
— Charles Linsmayer, Der Bund, 14.11.2011
„Regisseur Elias Perrig inszeniert das Stück als Schweizer Erstaufführung in den Vidmarhallen. Gewagte Einfälle gibt es kaum. Diese braucht Bovells Text auch nicht, der - je länger man ihm lauscht - eine Sogwirkung entfaltet. Eine schier unglaubliche Geschichte wird uns erzählt. (…) Dieser Theaterabend lässt einen alles andere als kalt. “
— Helen Lagger, Berner Zeitung, 15.11.2011
Vorstellungen
Do. 17.11.2011, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Sa. 26.11.2011, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Fr. 02.12.2011, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
<<Vorstellung wird auf Sa 3.12. 19.30 Uhr verlegt- Karten behalten Ihre Gültigkeit-bitte für die Umplatzierung mit Bern Billett in Verbindung setzen>>
Fr. 09.12.2011, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Do. 22.12.2011, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Sa. 07.01.2012, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Do. 26.01.2012, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
Fr. 17.02.2012, 19.30–21:30 Uhr, Vidmar:1
<<Vorstellung entfällt. Stattdessen wird Andorra gespielt.>>
<<Vorstellung entfällt. Stattdessen wird Hamlet gespielt.>>
-zum letzten Mal-














