Oper im Gespräch "Così fan tutte"
Vortragsreihe und Einführung zu den Neuinszenierungen
Als ca. einstündige Einführung zur abendlichen Vorstellung oder als tiefergehende Information nach einem Vorstellungsbesuch gedacht, werden hier künstlerische, inhaltliche und biografische Aspekte, ästhetischer und historischer Kontext eines Werkes näher betrachtet. Die Redner sind Musikwissenschaftler der Universität Bern, Spezialisten für die jeweilige Entstehungszeit oder den Komponisten des besprochenen Werkes.
Neu an der bereits etablierten Reihe ist die veränderte Anfangszeit. „Oper im Gespräch“ findet nun direkt vor einer Aufführung des besprochenen Werkes statt und bietet so die Möglichkeit einer detaillierten Einführung zum Abend. Aber auch Besucher anderer Vorstellungen sind natürlich weiterhin als Gäste willkommen.
Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom Stadttheater Bern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern.
„Oper im Gespräch“ / jeweils samstags um 17.30 Uhr / Stadttheater Foyer / Eintritt frei
Das Stück
Mit: Prof. Dr. Cristina Urchueguia, Universität Bern
Lorenzo da Pontes Libretto zu Così fan tutte war ursprünglich für den erfolgsverwöhnten Antonio Salieri bestimmt. Warum der geschickte Salieri den Auftrag an Mozart abgab, ist uns heute nicht mehr begreiflich. Das 19. Jahrhundert urteilte anders, damals galt die Oper als Ausrutscher in Mozarts Schaffen. Nicht nur Mozarts nachgeborene Kollegen Beethoven und Wagner fanden das Libretto lächerlich und sittenfeindlich. Mit dem Schluss, der vordergründig versöhnlich wirkt, ohne jedoch die Laster der Protagonisten anzuprangern geschweige denn zu heilen, tat man sich schwer, sollte doch das Theater als Sittenanstalt wirken. Doch, vielleicht, liegt im Kernproblem des Werkes auch die Wurzel seiner Modernität verborgen: der Schonungslose und doch empathische Blick muss bekanntlich gelernt sein.














