Premiere 18. Februar 2012

V:dance everywhere
Choreographien von Erick Guillard, Jyrki Karttunen und Noa Zuk

Uraufführungen

Das Stück

Es ist schon (fast) Tradition, dass das Bern:Ballett im zweiten Programm der Saison mehrere choreographische Handschriften präsentiert:

Speakers (Uraufführung)
Choreographie: Noa Zuk / Musik: Ohad Fishof u.a. / Bühne: Stefanie Liniger / Kostüme: Catherine Voeffray

Die israelische Choreographin, langjährige Tänzerin von Ohad Naharins Batsheva Dance Company, arbeitet erstmals für das Berner Ensemble. Bei ihren choreographischen Arbeiten arbeitet sie eng mit dem Komponisten Ohad Fishof zusammen; Choreographie und Musikcollage entstehen teilweise gleichzeitig. Für ihr tänzerisches Vokabular verwendet sie gerne alltägliche, z. B. dem Sport entstammende Bewegungselemente, die sie virtuos weiterentwickelt und in verblüffend neue Zusammenhänge stellt.

 

Ultima Thule (Uraufführung)

Choreographie: Erick Guillard / Musik: Derek Charke, Marcus Goddard /  Bühne: Stefanie Liniger / Kostüme: Catherine Voeffray

Erick Guillard war bis Ende der Saison 2010/11 als Tänzer beim Bern:Ballett. Inzwischen hat er sich gänzlich auf seine choreographische Karriere verlegt. Nach Liquidation, das er in der vergangenen Saison für fünf Tänzer der Compagnie schuf, hat er nun von Cathy Marston die Aufgabe erhalten, ein Stück für eine grössere Gruppe zu choreographieren.

 

Digital Duende

Choreographie: Jyrki Karttunen / Musik: Saint-Preux, C. Curet Alonso, Hugues Le Bars u.a. / Licht-, Bühnen- und Sounddesign: Kimmo Karjunen / uraufgeführt durch das Karttunen Kollektiv

Für einmal keine Uraufführung, sondern schon fast ein 'Klassiker der Moderne': Jyrki Karttunen verfügt über eine solide Ballettausbildung, wurde jedoch am stärksten von Jorma Uotinen geprägt und hat längst einen modernen, eigenständigen Tanzstil entwickelt. Mit dem Stück Digital Duende gelang ihm 1998 der Durchbruch auch international. Nach nun beinahe 15 Jahren wirkt sein Stück für zwei Tänzer immer noch frisch und zeitlos. Es zeigt beispielhaft Karttunens Kunst der Balance zwischen starkem Gefühl und Zurückhaltung. Mittels einer fliessenden und unterhaltsamen Bewegungssprache, die er meist in eine klare, eher reduzierte Szene platziert, gelingt es ihm immer wieder, seine 'inneren Visionen' visuell und emotional erfahrbar zu machen.

Den Flyer als PDF finden Sie hier.

Besetzung

Choreographie: Erick Guillard, Jyrki Karttunen, Noa Zuk
Bühne: Stefanie Liniger
Kostüme: Catherine Voeffray
Licht, Bühne, Soundcollage: Kimmo Karjunen(Digital Duende)

Pressestimmen

„«V: dance everywhere» zeigt das Berner Ballettensemble tänzerisch von seiner besten Seite.“
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 20.02.2012

„«Speakers» heisst das Stück der Israelin Noa Zuk, die ihre Choreografie in Bern mit dem für die Musik zuständigen Ohad Fishof für sechs Tänzer neu einstudiert hat.(…) Lautmalerisches Vokabular, wie man es aus Comics kennt, erklingt im Vollformat. Analog bringen die Tänzer eingefrorene Bewegungen in Gang - etwa wenn Stephanie Amurao in katzenartiger Anmut ein tonloses Brüllen und Fauchen inszeniert. Und obwohl sich das ausgefeilte Vokabular an der karikaturesken Überzeichnung der Popwelt orientiert, verschmelzen Akustik und Tanz zum harmonischen Ganzen. In Bild und Ton geht es um Bewegung pur. Das Stück jongliert virtuos mit den Tanzgrundkoordinaten.“
— Anne-Sophie Scholl, Berner Zeitung, 20.02.2012

„Mit spielerischer Experimentierfreude verzahnt Jyrki Karttunen in seiner Musikcollage rauen Flamenco und gläsernen KlassikSingsang (Saint-Preux). Das ist gewagt, funktioniert aber erstaunlich gut. Franklyn Lee und Gary Marshall tanzen die zwei Seiten einer Figur mit viel Elastizität und Ausdruck. “
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 20.02.2012

„Erick Guillard zeigt Thule als «Nicht-Ort hinter dem Nordwind», ein Niemandsland, in dem der Choreograf den Quell aller Sehnsüchte verortet.(…) Die kollektive Einsamkeit hat sich wie Staub in den Bewegungsmustern festgesetzt. Einige wirken wie erstarrt, andere laufen und rollen orientierungslos durcheinander oder bauen sich Diagonalen ins Licht, das hier Freiheit bedeutet. Doch in diesem Spiel führt jeder Weg immer wieder an den Anfangspunkt. (…) Erick Guillard hält den Menschen den Spiegel vor. Thule ist überall da, wo Rituale dumpf und blutleer geworden sind, die Hoffnungen erstarrt, die Ideale abgeschliffen wie die Kanten der grauen Kiesel im Fliessgewässer. “
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 20.02.2012

Vorstellungen

Sa. 18.02.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1
So. 26.02.2012, 18.00 Uhr, Vidmar:1 Billette
Sa. 03.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette
Mi. 07.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette
Fr. 09.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette
Mi. 14.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette
Fr. 16.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette
Fr. 23.03.2012, 19.30 Uhr, Vidmar:1 Billette