Premiere 29. Dezember 2011

Jacques Offenbach
Orpheus in der Unterwelt
Opéra-bouffon in zwei Akten und vier Bildern

Uraufführung 1858 in Paris
Libretto: Hector Jonathan Crémieux, Ludovic Halévy
Dialogfassung von Laura Scozzi, Deutsch von Carolyn Sittig und Kai Weßler
Deutsche Gesangstexte nach Ludwig Kalisch von Kai Weßler
In deutscher Sprache. Mit Übertiteln.

Eine Koproduktion mit Staatstheater Nürnberg,
Opéra de Marseille, Opéra National de Bordeaux.

Dauer: 2.40 Stunden mit einer Pause nach dem 1. Akt.

Hintergründe zur Inszenierung und weitere Informationen finden Sie in unserem Blog.

Das Stück

Um Schein und Sein geht es in der Operette ja grundsätzlich – und in diesem brillanten französischen Offenbach-Exemplar insbesondere. Viel glatte Oberfläche und unangreifbare Mythologie verhüllen doch weniger als sie blossstellen: die Doppelmoral der tugendhaften Gesellschaft.

Das irdische Durchschnittsehepaar Orpheus und Eurydike wäre froh, einander endlich los zu sein. Daneben agieren im Olymp als Wächter über Recht und Ordnung: der lüsterne Göttervater Jupiter, der jedem Rock nachstellt, seine eifersüchtige Gattin Juno, Pluto, der, um seine eigenen Übergriffe zu kaschieren, eine Meuterei gegen den Chef anzettelt, kurz: eine Herrscherriege korrumpierter Amtspersonen. Allen voran greift die personifizierte Allmacht der „Öffentlichen Meinung“ höchstpersönlich in das Stück ein. Szenen einer Ehe bei Göttern und Menschen, geprägt von Langeweile und Seitensprüngen, Vergnügungssucht und Versagensängsten, Lug, Trug und Bestechlichkeit. Eine schadenfrohe Alltagspersiflage, in der der irdische „Prinz von Arkadien“ und seine blonde Venus, verfolgt von der göttlichen Führungsetage, in der Offenbachschen Unterwelt landen. Dieser Höllenstrudel entpuppt sich jedoch als hochwillkommene Alltagsflucht, ein Ausbruch aus der mühsam aufrecht erhaltenen Fassade von Familienehre und Vaterlandstreue. Ähnlichkeiten mit damals und heute lebenden Personen sind rein zufällig.

Den Flyer als PDF finden Sie hier.

Besetzung

Musikalische Leitung: Dorian Keilhack
Inszenierung: Laura Scozzi
Bühne: Juliette Blondelle
Kostüme: Jean-Jacques Delmotte
Choreographieassistenz: Olivier Sferlazza

Eurydike: Anne-Florence Marbot
Jupiter: Armand Arapian, Robin Adams
Orpheus: Andries Cloete
Die öffentliche Meinung: Claude Eichenberger
Cupido: Stephanie Ritz
Juno: Fabienne Jost
John Styx: Jan-Martin Mächler
Aristeus / Pluto: Matthias Grätzel
Diana: Rebekka Maeder
Venus: Lisa Wedekind
Merkur: Tomi Kuusisto

Chor des Stadttheaters Bern
Ballett des Stadttheaters Bern
Berner Symphonieorchester

Pressestimmen

„Frivol von der Tiefgarage bis zur Dachterrasse Mit Offenbachs Buffo-Oper «Orpheus in der Unterwelt» in der Regie von Laura Scozzi bringt das Stadttheater Bern zum Jahreswechsel eine temporeiche Persiflage auf die Bühne. Das in den Hauptrollen hervorragend besetzte Ensemble zeigt sich von seiner besten Seite. “
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 31.12.2011

„Zu Pellys legendären Arbeiten gehört die «Orpheus»-Inszenierung 1997 in Lyon. Ein wenig vom Geist jener Produktion scheint auch in Bern mitzuschwingen: Im französisch leichten, transparenten Orcheskterklang. In der kreativen, körperbetonten Personenregie und Figurenzeichnung. Vor allem aber in der erfrischenden Art, wie ins Hier und Heute transferiert - im Wissen, dass Offenbach seine Parodie des Orpheus-Mythos als bissige Satire auf die Gegenwart verstand und die Doppelmoral aufs Korn nahm. “
— Oliver Meier, Berner Zeitung, 31.12.2011

„Anne-Florence Marbot ist eine grazile Eurydice, stimmlich jedoch eine Power-Frau mit höhensicherem, strahlkräftigem Sopran, die ihrem Orpheus schon mal die Kappe wäscht. Andries Cloete gibt den trakischen Sänger mit jugendlichem Charme. “
— Bruno Rauch, SDA, 30.12.2011

„Die Persiflage in diesem bitterbösen Liebesspiel nimmt von Minute zu Minute dreistere Züge an. Herrlich, was sich Regisseurin Laura Scozzi hat einfallen lassen. Und das Berner Ensemble hält im Tempo mit. (…) Das in den Hauptrollen hervorragend besetzte Berner Ensemble zeigt sich von seiner besten Seite und jongliert mit den ironischen Brechungen, dass es eine Wonne ist. “
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 31.12.2011

Vorstellungen

Do. 29.12.2011, 19.30 Uhr, Stadttheater

Jupiter: Armand Arapian

Sa. 31.12.2011, 19.00 Uhr, Stadttheater

Jupiter: Armand Arapian

Di. 10.01.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

>>wegen Erkrankung Musikalische Leitung: Johannes Pell<<
Jupiter: Robin Adams

Sa. 14.01.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

>>wegen Erkrankung Musikalische Leitung: Johannes Pell<<
Jupiter: Robin Adams
Diana: Anna Baxter

Fr. 27.01.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

>>wegen Erkrankung Musikalische Leitung: Johannes Pell<<
Jupiter: Armand Arapian

Fr. 17.02.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Johannes Pell<<

Jupiter: Armand Arapian

So. 19.02.2012, 18.00 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Johannes Pell
Jupiter: Robin Adams

Di. 21.02.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Johannes Pell
Jupiter: Robin Adams

Sa. 25.02.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung:Enrico Delamboye
Jupiter: Armand Arapian

Di. 20.03.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Johannes Pell
Jupiter: Robin Adams

Sa. 31.03.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Srboljub Dinic
Jupiter: Robin Adams

Mi. 04.04.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Johannes Pell
Jupiter: Armand Arapian

Sa. 14.04.2012, 19.30 Uhr, Stadttheater

Musikalische Leitung: Srboljub Dinic
Jupiter: Armand Arapian

So. 22.04.2012, 15.00 Uhr, Stadttheater

-zum letzten Mal-
Musikalische Leitung: Srboljub Dinic
Jupiter: Armand Arapian

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