Premiere 10. September 2011

Leo Dick
Der Wunsch, Indianer zu werden
Musiktheater in drei Teilen

mit Texten von Karly May, Franz Kafka u.a.

Uraufführung / Auftragswerk des Stadttheaters Bern
Im Rahmen des Musikfestival Bern 2011

Diese ungewöhnliche Produktion richtet sich an Menschen ab 12, die stehen und gehen können und weder grosse Fahrstühle, hohe Stufen, den Blick in Abgründe, noch Neue Musik scheuen und neugierig sind auf ein einzigartiges RaumKlang-Erlebnis!

Eine Koproduktion von Stadttheater Bern, Musikfestival Bern, Musikschule Konservatorium Bern, Hochschule der Künste Bern
Das Festivalzentrum im Foyer des Stadttheaters ist täglich ab 21.30 Uhr geöffnet und bietet Lesungen, Konzerte, Gespräche und die Möglichkeit zum Austausch.
Nähere Infos unter www.musikfestivalbern.ch

Mit freundlicher Unterstützung der Ursula Wirz-Stiftung

Das Stück

Der Wunsch, Indianer zu werden ist eine musiktheatralische Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Sie beginnt an einer Hintertür des Stadttheaters und führt durch unerforschte Winkel dieses geheimnisvollen Labyrinths, bevor sie den Sehnsuchtsort Bühne erreicht. Den Reisenden begegnen unterwegs fantastische Gestalten aus den grossen Amerika-Romanen Karl Mays und Franz Kafkas, dargestellt von professionellen Opernsängern, aber auch Künstlern aus der freien Musikszene Bern. Sie alle sind Passagiere auf dem Überseedampfer „Independent Trader“: die Schiffsbesatzung, gestrenge Einreisebeamte auf Ellis Island, eine Broadway-Truppe, Politiker im Wahlkampf, Rothäute und Westmänner.

Auch das Publikum schliesst sich den Glückssuchern an. Nach der Passage durch die Theater-Katakomben muss es die Kunsträume der Bühne durchwandern, bevor der Zuschauersaal als Reiseziel erscheint. Dort lockt in den Weiten der unendlichen Prärie zum Schluss „Das grosse Naturtheater von Oklahoma“ mit dem Versprechen, jeden willkommen zu heissen...

Leo Dick studierte Musiktheaterregie in Berlin und Komposition als Meisterschüler von Georges Aperghis an der Berner Hochschule der Künste. In den vergangenen Jahren brachte er im In- und Ausland zahlreiche eigene Musiktheaterarbeiten heraus. Derzeit arbeitet er als Dozent im Bereich „Théâtre Musical“ an der HKB und lebt in Bern.

Den Flyer als PDF finden Sie hier.

Besetzung

Idee, Komposition, Inszenierung: Leo Dick
Elektronische Komposition: Marcel Saegesser
Co-Regie, Bühne, Kostüme, Video: Tassilo Tesche
Musikalische Leitung: Titus Engel

Schwester, Banjo: Chiara Asquini
Therese: Barbara Berger
2. Stewardess, Piccolo: Elisabeth de Merode
Halef, Oud: Wael Sami Elkholy
Heizer: Carlos Esquivel
Brunelda: Fabienne Jost
Officer, Tasteninstrumente, Schlagzeug: Annekatrin Klein
Steward: Chasper-Curò Mani
Student, Melodica: Daniele Pintaudi
1. Stewardess: Stephanie Ritz

Ensemble Ardent
Leitung: Patrick Secchiari

Chor des Stadttheaters Bern
Jugend Sinfonie Orchester  
Konservatorium Bern

Pressestimmen

„Gelungenes Konzept, überzeugende Darsteller: Leo Dick bahnt mit seinem überraschungsreichen Musiktheater «Der Wunsch, Indianer zu werden» ganz neue Wege ins Berner Stadttheater und nach Amerika.“
— Daniel Allenbach, Der Bund, 12.09.2011

„Mit Stimmcollagen, elektronischen und orchestralen Überlagerungen und szenischer Interaktion schafft Dick wahre Assoziationsgewitter. Amerika entsteht eben im Kopf - und so bringt dieser unterhaltsame Theaterabend eine Reise in eine fantasievolle und fantastische Neue Welt für all jene, die wie Kafka und Karl May immer nach Amerika wollten und trotzdem am liebsten zu Hause bleiben, um sich die eigenen Träume von diesem Land der (scheinbar) unbegrenzten Möglichkeiten zu bewahren. “
— Daniel Allenbach, Der Bund, 12.09.2011

„Es ist heterogene, betörend assoziative Musik, mit vielen Zitaten, die collageartig zusammengefügt wurden: die amerikanische Nationalhymne, Wilder Westen, Broadway-Anleihen, ein bisschen «Westside». Textlich stützt sich Leo Dick auf Karl May und Franz Kafkas «Amerika»-Roman. «Der Wunsch, Indianer zu werden», kommt aber ohne eigentliche Handlung oder Dialoge aus. Auch hier hält sich der Komponist an Assoziationen, was über weite Strecken gut funktioniert: Klangcollagen, die schrillen Figuren, die Kulisse - man ist auch ohne Handlung gut unterhalten. Auch, weil Leo Dick geschickt mit Klischees und deren Verfremdung spielt.“
— Maria Künzli, Berner Zeitung, 12.09.2011

„Ausgezeichnetes Ensemble «Der Wunsch, Indianer zu werden» lebt von den originellen Schauplätzen und von einem durchwegs engagierten, sängerisch wie darstellerisch ausgezeichneten Ensemble.“
— Maria Künzli, Berner Zeitung, 12.09.2011

Vorstellungen

Sa. 10.09.2011, 19.30–21:40 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

So. 11.09.2011, 15.00–17:10 Uhr, Stadttheater

mit kostenloser Kinderbetreuung
-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

So. 11.09.2011, 18.00–20:10 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

Mo. 12.09.2011, 10.00–12:10 Uhr, Stadttheater

-Eingang:Seitengang französische Kirche, Predigergasse 3-

Mo. 12.09.2011, 19.30–21:40 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

Di. 13.09.2011, 19.30–21:40 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

Mi. 14.09.2011, 19.30–21:40 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-

Do. 15.09.2011, 19.30–21:40 Uhr, Stadttheater

-Eingang: Seitengang französische Kirche-Predigergasse 3-