Oper im Gespräch "Orpheus in der Unterwelt"
Vortragsreihe und Einführung zu den Neuinszenierungen
Als ca. einstündige Einführung zur abendlichen Vorstellung oder als tiefergehende Information nach einem Vorstellungsbesuch gedacht, werden hier künstlerische, inhaltliche und biografische Aspekte, ästhetischer und historischer Kontext eines Werkes näher betrachtet. Die Redner sind Musikwissenschaftler der Universität Bern, Spezialisten für die jeweilige Entstehungszeit oder den Komponisten des besprochenen Werkes.
Neu an der bereits etablierten Reihe ist die veränderte Anfangszeit. „Oper im Gespräch“ findet nun direkt vor einer Aufführung des besprochenen Werkes statt und bietet so die Möglichkeit einer detaillierten Einführung zum Abend. Aber auch Besucher anderer Vorstellungen sind natürlich weiterhin als Gäste willkommen.
Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom Stadttheater Bern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern.
„Oper im Gespräch“ / jeweils samstags um 17.30 Uhr / Stadttheater Foyer / Eintritt frei
Das Stück
Mit: Prof. Anselm Gerhard, Universität Bern
Was geschieht, wenn sich die Götter des alten Griechenlands genauso schlecht benehmen wie vergnügungssüchtige Pariser der besseren Gesellschaft? In Orphée aux enfers, der ersten grösseren Operette Jacques Offenbachs, wird der Mythos von Orpheus’ unerschütterlicher Liebe auf den Kopf gestellt: Der Musiklehrer am Konservatorium von Theben ist froh, seine Frau endlich loszuwerden, der Göttervater Jupiter sieht die Chance, die schöne Eurydike zu erobern. Als beissende Gesellschaftskritik karikiert das Erfolgsstück aus dem Jahre 1858 nicht nur den Glauben an das ‚Wahre, Schöne und Gute’, sondern auch die Konventionen eines zum Leerlauf erstarrten Musiktheaters, das sich selbst viel zu ernst nimmt.














