Oper im Gespräch "Der fliegende Holländer"

Vortragsreihe und Einführung zu den Neuinszenierungen

Als ca. einstündige Einführung zur abendlichen Vorstellung oder als tiefergehende Information nach einem Vorstellungsbesuch gedacht, werden hier künstlerische, inhaltliche und biografische Aspekte, ästhetischer und historischer Kontext eines Werkes näher betrachtet. Die Redner sind Musikwissenschaftler der Universität Bern, Spezialisten für die jeweilige Entstehungszeit oder den Komponisten des besprochenen Werkes.

Neu an der bereits etablierten Reihe ist die veränderte Anfangszeit. „Oper im Gespräch“ findet nun direkt vor einer Aufführung des besprochenen Werkes statt und bietet so die Möglichkeit einer detaillierten Einführung zum Abend. Aber auch Besucher anderer Vorstellungen sind natürlich weiterhin als Gäste willkommen.

Die Vortragsreihe wird veranstaltet vom Stadttheater Bern in Zusammenarbeit mit dem Institut für Musikwissenschaft der Universität Bern.

„Oper im Gespräch“ / jeweils samstags um 17.30 Uhr / Stadttheater Foyer / Eintritt frei

Das Stück

Mit: PD Dr. Arne Stollberg, Universität Bern

Als „dramatische Ballade“ – so charakterisierte Wagner selbst jene Oper, mit der es ihm in den 1840er Jahren gelang, seine eigene musiktheatralische Sprache zu finden. Einerseits versammelte er in dem Werk die Einflüsse von Komponisten wie Weber und Marschner, andererseits liess er erstmals anklingen, was sein weiteres Schaffen bestimmen sollte: die Rückwendung zum Mythos und die Überwindung der konventionellen Opernform. Mit dem Motiv der Erlösung durch Liebe und der Figur des Aussenseiters identifizierte sich Wagner nicht zuletzt deshalb, weil er als Exilant in Paris die Not des geächteten Künstlers am eigenen Leib erfahren musste. Diese autobiografische Dimension, die „balladenhafte“ Dramaturgie der Oper und ihr musikgeschichtlicher Ort sollen im Zentrum der Präsentation stehen.

Vorstellungen

Sa. 24.09.2011, 17.30 Uhr, Stadttheater Foyer