Premiere 7. Juni 2012

Momo
Ballett von Didy Veldman nach der Romanvorlage von Michael Ende-Musik: Dimitri Schostakowitsch in einer Zusammenstellung von Philip Feeney

Uraufführung

Zum Blick hinter die Kulissen mit Choreographin Didy Veldman geht es hier.

Spieldauer ca. 1 Stunden, 45 Minuten. Eine Pause.

Das Stück

Erstmals wird die grosse Orchester-Ballettproduktion des Bern:Balletts von einer Gastchoreographin gestaltet. Die Niederländerin Didy Veldman hat sich längst Rang und Namen in der Tanzwelt erarbeitet und mit zahlreichen bedeutenden Ensembles gearbeitet. Für sie ist das Buch Momo zeitlos gültig und bietet sich geradezu an, in tänzerische Form gegossen zu werden. In Antwort auf die Frage nach ihren Plänen für die Choreographie sagt Veldman: «Mich interessieren bei der Adaption der Geschichte für den Tanz die Kontraste in der Bewegung, das Gefühl, Zeit zu haben oder auch nicht, je nachdem, ob ich das Geschehen schneller laufen lasse oder verlangsame. Ich möchte mit dem Publikum zusammen die Aufmerksamkeit für das Thema Zeit schärfen und untersuchen, wie wir sie wahrnehmen. Zum Leben in unserer westlichen Welt scheint es dazuzugehören, dass wir ständig ‹unter Druck› sind, immer geschäftig, permanent auf dem Sprung. Wir sind zwar oft allein, aber selbst dann gönnen wir uns selten eine Pause. Es ist sogar so, dass dieses Verhalten in unserer Gesellschaft als Gütezeichen gilt, und wir neigen dazu, uns schuldig zu fühlen, wenn wir davon abweichen. Wenn ich mich nun durch Momo inspirieren lasse, dann habe ich genau diese Thematik im Blick.»

Besetzung

Choreographie: Didy Veldman
Musikalische Leitung: Dorian Keilhack
Bühne, Kostüme: Becs Andrews
Musik: Philip Feeney
Video: Hambi Haralambous

Bern:Ballett – das Ballett des Stadttheaters Bern
Berner Symphonieorchester

Pressestimmen

„Das Ballett «Momo» nach Michael Endes Buchvorlage ist voller choreografischer Einfälle, Poesie und Humor. An der Premiere bezauberte das Ensemble des Bern-Balletts das Publikum - allen voran Hauptdarstellerin Hui-Chen Tsai.“
— Helen Lagger, Berner Zeitung, 18.10.2010

„Feiner Humor ist eine grosse Stärke dieser Inszenierung. Eine der witzigsten und an choreografischen Einfällen reichsten Szenen spielt im Coiffeursalon von Herrn Fusi (Erion Xhevdet Kruja).“
— Helen Lagger, Berner Zeitung, 18.10.2010

„Die von Philip Feeney zusammengestellte Musik des russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch (1906-1975) erweist sich zur Untermalung des Phänomens als optimal und hilft auch, die beiden Welten, diejenige von Momo und ihren Freunden und diejenige von den grauen Herren, in gegenseitigen Kontrast zu setzen. “
— Helen Lagger, Berner Zeitung, 18.10.2010

„Momo (Hui-Chen Tsai), schwarzhaarig und im roten Röckchen, hält die Szenen zusammen. Bis die Herren in Grau die Regie übernehmen. Dem Friseur Fusi (Erion Krujo) rechnen sie vor, wie viel Zeit er verschwendet. Milliarden von Sekunden.“
— Marianne Mühlemann, Der Bund, 18.10.2010

„Die Balletturaufführung «Momo» am Stadttheater Bern garantiert einen unterhaltsamen Abend für alle Altersstufen. Michael Endes weltberühmtes Märchen wird mit tollen Bühnenbildern, stimmiger Musikbegleitung und einer konventionellen Tanzinszenierung umgesetzt. “
— Denise Chefsailles , SFD, 17.10.2010

„Absolut überzeugend und kongenial eingesetzt ist die Musik von Schostakowitsch, live gespielt vom Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Dorian Keilhack. Und ausnehmend schön sind die diversen Bühnenbilder und -requisiten der Bühnengestalterin Becs Andrews.“
— Denise Chefsailles , SFD , 17.10.2010

Vorstellungen

Do. 07.06.2012, 19.30–21:15 Uhr, Stadttheater Billette
Sa. 09.06.2012, 19.30–21:15 Uhr, Stadttheater Billette
So. 17.06.2012, 18.00–19:45 Uhr, Stadttheater Billette
Do. 21.06.2012, 19.30–21:15 Uhr, Stadttheater Billette
Sa. 23.06.2012, 19.30–21:15 Uhr, Stadttheater Billette