Premiere 15. Oktober 2011
Wiederaufnahme
Warum das Kind in der Polenta kocht
Von Aglaja Veteranyi
Eine Koproduktion des Deutschen Schauspielhauses
in Hamburg mit dem Stadttheater Bern
Das Stück
Warum das Kind in der Polenta kocht von Aglaja Veteranyi ist ein lyrisches Hohe- und Klagelied auf eine unbehauste und harte Kindheit, die gleichzeitig voll von poetischen und eigenwilligen Bildern der Befreiung davon ist. Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, dessen rumänische Artistenfamilie den Verheissungen des Westens folgt – beseelt von der Sehnsucht nach einem besseren Leben. Doch das Mädchen muss später feststellen: «Meine Familie ist im Ausland wie Glas zerbrochen.»
Wir zeigen die Inszenierung von Philipp Ludwig Stangl, Schauspielmusiker am Stadttheater Bern, und Nadine Schwitter, Ensemblemitglied am Jungen Schauspielhaus Hamburg, in der die herbe Wirklichkeit dieses autobiographischen Märchens als Ausgangspunkt genommen wird, um von dort aus der Kraft und Poesie der kindlichen Perspektive Veteranyis Raum zu geben.
Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.
Besetzung
Inszenierung: Nadine Schwitter, Philipp Ludwig Stangl
Musik, Video: Philipp Ludwig Stangl
Kostüm: Katrin Plötzky
Bühne (Bern): Erik Noorlander
Illustration: Stephanie Wunderlich
von und mit: Nadine Schwitter
Pressestimmen
„Die junge Schauspielerin Nadine Schwitter, die auch für die Inszenierung verantwortlich ist, tritt erst auf wie ein Nummerngirl, das zu strahlen anfängt, sobald die Scheinwerfer auf es gerichtet sind. Versucht, mit dem Gleissen des grossen Augenblicks auch den schäbigen Alltag zu illuminieren, den Horror und die Ängste auszublenden.
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— Brigitta Niederhauser, Der Bund, 30.05.2011
„So gross wie die Verzückung, endlich dazuzugehören, ist die Verstörung des Mädchens. Diesen unlösbaren Konflikt hat Aglaja Veteranyi in gewaltigen Sprachbildern so präzis fixiert wie ein Messerwerfer seine Messer in der Drehscheibe. Und Nadine Schwitters sorgt in der 50-minütigen Überlebenshochseilnummer mit ungekünstelter Naivität und abgrundtiefer Verzweiflung für die perfekte Schwingung von Gedanken wie «bevor ich geboren wurde, war ich jemand».
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— Brigitta Niederhauser, Der Bund, 30.05.2011
„Die Gestik von Nadine Schwitter bleibt ebenso karg, gerade dadurch verliert sie aber nie die Aufmerksamkeit des Publikums. Und wenn sie dann mithilfe eines grossen Kochtopfs vordemonstriert, weshalb das Kind im Märchen in der kochenden Polenta gelandet sein könnte, wirkt das umso mehr, ist überraschend und berührend. Überhaupt ist es der jungen Schweizerin, die das Stück am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg in Koproduktion mit dem Stadttheater Bern produziert hat, gelungen, den sprachverliebten und beklemmenden Text von Aglaja Veteranyi überzeugend auf die Bühne zu bringen. Die Verlorenheit, die das Mädchen fühlt, weil es fern der Heimat ist, ist greifbar, das Unglück, das die ganze Familie immer mehr befällt, spürbar.
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— Marina Bolzli, Berner Zeitung, 30.05.2011














