Premiere 13. Januar 2012

Wiederaufnahme
Altweiberfrühling (Die Herbstzeitlosen)
Von Stefan Vögel. Komödie nach dem Drehbuch des Films «Die Herbstzeitlosen» von Sabine Pochhammer und Bettina Oberli. In Mundart.

Schweizerdeutsche Erstaufführung

Das Stück

Um ihrem Leben noch einen Sinn zu geben, erfüllt sich die betagte Martha ihren langgehegten Mädchentraum und eröffnet nach dem Tod des Ehemannes ihre eigene Dessous-Boutique mit selbst entworfener Wäsche. Im Dorf regt sich Widerstand: Dorfpfarrer Walter, ihr eigener Sohn, hätte aus dem ehemaligen Tante-Emma-Laden lieber den neuen Treffpunkt für seine Bibelgruppe gemacht und Fritz, der Bürgermeister, fürchtet eine Verrohung der Sitten im ländlichen Dorfleben. Dem zuweilen handgreiflichen Versuch, sie von ihrer Idee abzuhalten, stellen sich Martha und ihre drei sehr unterschiedlichen Freundinnen erfolgreich entgegen und zeigen so der ganzen Welt, dass es für grosse Träume nie zu spät ist. Die Komödie erzählt auf anrührende Weise vom Alter, von der zweiten Chance im Leben und vom Mut, der nötig ist, um sie zu nutzen.
Altweiberfrühling ist Stefan Vögels witzige Bearbeitung des sehr erfolgreichen Schweizer Films Die Herbstzeitlosen aus dem Jahre 2006. Vögel ist freischaffender Theaterautor und Schauspieler. Der Vorarlberger schreibt seit 1993 für die Bühne und wurde 2003 in Wien mit dem Dramatikerpreis ausgezeichnet. Auf der Bühne des Stadttheaters wird ein Teil der originalen Filmbesetzung zu sehen sein, u.a. Heidi Maria Glössner als Marthas quirlige Freundin Lisi.

Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.

Besetzung

Inszenierung: Stefan Huber
Bühne: Stephan Prattes
Kostüme: Heike Seidler
Musik: Michael Frei

Martha Jost: Sibylle Brunner
Walter Jost (Pfarrer): Ernst C. Sigrist
Lisi Bigler: Heidi Maria Glössner
Hanni Bieri: Monica Gubser
Fritz Bieri: Stefano Wenk
Frieda Eggenschwyler: Suzanne Thommen
Shirley Bigler: Dorothée Müggler
Bettina & Nathalie Fritz' Töchter: Fabiola Kuonen, Nadira Haribe
Akkordeonist: Antonello Messina

Pressestimmen

„"Ein Volktheater füllt das Stadtheater Bern-Standing-Ovations." Beitrag zur Premiere Altweiberfrühling“
— Elisa Häni, DRS 1, 04.02.2011 (Website)

„Voll auf Touren kommt die Damenriege, wenn sie singt. Regisseur Stefan Huber verpasst der Story mit Lüpfigem wie «S isch ja nur es chlises gsi» einen Touch «Kleine Niederdorfoper». Damit schafft er eine ironische Distanz zum rührigen Geschehen und verstärkt das Schwankhafte. “
— Brigitta Niederhauser, Tagesanzeiger, 05.02.2011

„Die Senioren-Selbstverwirklichungsmaschine schnurrt wie gewohnt, und die zweieinviertel Stunden gehen so federleicht vorbei, wie die Damen übers schiefe Parkett trippeln. “
— Regula Freuler, NZZ am Sonntag , 06.02.2011

„An der Premiere im Stadttheater Bern wurden die Schauspielerinnen und Schauspieler mit Standing Ovations gefeiert. “
— Peter Steiger, Berner Zeitung, 05.02.2011

„Ein munteres, süffiges Volkstheater der hemdsärmligen Dialoge und der geschärften Konturen sorgt bei der Premiere für viel Szenenapplaus und stehende Ovationen.“
— Brigitta Niederhauser, Der Bund, 05.02.2011

„Glössner beeindruckt als Amerika-begeisterte Saftwurzel und als ewig-junge attraktive Dessousträgerin. Gubser rührt als Bäuerin, die ihrem unausstehlichen Sohn endlich zeigt, wo Bartli den Most holt. Suzanne Thommen ist als Frieda Eggenschwyler reich und trotzdem charmant. “
— Peter Steiger, Berner Zeitung, 05.02.2011

„Brunner und Glaser: Beide berühren, beiden fliegen die Herzen zu. Stefano Wenk ist als Fritz Bieri ein vergnüglicher Bösewicht. Ernst C. .Sigrist hat als bigotter Pfarrer Walter Jost ein höllisch gutes Gespür fürs Widerwärtige.“
— Peter Steiger, Berner Zeitung, 05.02.2011

„Michael Frei hat packende Schauspielmusik geschrieben. Stephan Prattes gut funktionierende Ausstattung illustriert mit einer leicht schrägen Bühne, dass sich die dörfliche Idylle dem Ende zuneigt.“
— Peter Steiger, Berner Zeitung, 05.02.2011

„Mal wirsch, mal zart, Sibylle Brunner als Martha tappt nicht in die Falle, Stefanie Glaser spielen zu wollen. Misstrauisch ist ihre Martha auch den eigenen Träumen gegenüber. (…)Glänzte Heidi Maria Glössner bereits auf der Leinwand als sexy Sixtysomething, so darf sie nun auf der Bühne mehr als einen Striptease lang ihr grosses Talent als altersloses Showgirl ausspielen.“
— Brigitta Niederhauser, Der Bund, 05.02.2011

„Der Vorarlberger Dramatiker und Kabarettist Stefan Vögel hat daraus einen Schwank gemacht nach allen Regeln der Kunst: präzis gesetzte Pointen, nicht allzu anspruchsvoller Humor und sanft überzeichnete Figuren. “
— Aargauer Zeitung, 05.02.2011

Vorstellungen

Fr. 13.01.2012, 19.30–21:45 Uhr, Stadttheater
Fr. 10.02.2012, 19.30–21:45 Uhr, Stadttheater Billette
Do. 22.03.2012, 19.30–21:45 Uhr, Stadttheater Billette
So. 01.04.2012, 18.00–21:45 Uhr, Stadttheater Billette
Do. 19.04.2012, 19.30–21:45 Uhr, Stadttheater Billette
Di. 15.05.2012, 19.30–21:45 Uhr, Stadttheater Billette