Premiere 12. Januar 2011

Wiederaufnahme
Werther
Nach dem Briefroman von Johann Wolfgang Goethe-Fassung von Max Merker

Das Stück

Werther ist in Erbschaftsangelegenheiten in eine ländliche Kleinstadt gereist. Dort lernt er auf einem Ball eine junge Frau kennen, die aber bereits einem anderen versprochen ist. Um diesem Dilemma zu entfliehen, nimmt er eine weit entfernte Stelle an, die ihn aber völlig frustriert. Im Laufe der Zeit verdüstert sich seine Stimmung mehr und mehr, zumal die Angebetete inzwischen verheiratet ist. Immer stärker entflieht Werther der Realität und lebt nur noch in seiner Fantasie. Nach einem neuerlichen Zusammentreffen mit dem Grund seines Unglücks erschiesst er sich schliesslich. Ein christliches Begräbnis wird ihm verwehrt.

Einer der wohl bekanntesten Selbstmörder der Weltliteratur ist dieser Werther, der seinen Autor 1774 im Alter von 24 Jahren berühmt machte. Ganz im Stil des Sturm und Drang geschrieben, umfasst der Briefroman Die Leiden des jungen Werthers anderthalb Jahre im Leben des Titelhelden, in denen er einem Freund von seinen Liebeshoffnungen und Seelenqualen berichtet. Werthers unstillbare Sehnsucht nach Unbedingtheit in der Liebe, sein aus der Zurückweisung resultierender Rückzug aus der Welt in die eigene Innerlichkeit und sein radikales Ende machten ihn für Generationen zu dem literarischen Vorbild aller unglücklich Liebenden. Das Schicksal Werthers wird auch heute noch jeden, der im Herzen jung (geblieben) ist, packen und mitreissen.

Informationen zu einem Workshop der Pädagogischen Hochschule für Lehrpersonen finden Sie hier.

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Besetzung

Inszenierung: Max Merker
Bühne: Anna Bucher
Kostüme: Daniela Sieber

Werther: Sebastian Edtbauer
Lotte: Mona Kloos
Albert: Fabian Guggisberg

Pressestimmen

„Näher beim Text, also mit dem Klang des Originals, aber dennoch in anregender Distanz siedelt Max Merker seine dramatische Fassung an, einen lockeren Reigen von Szenen und epischen Passagen. In seiner packenden Inszenierung, welche die Gesetze der historischen Treue ignoriert, steht nicht so sehr die Liebesgeschichte zwischen Werther und Lotte im Vordergrund, sondern der allmähliche Selbstverlust des Protagonisten. (…) Sebastian Edtbauer stellt mit seiner Werther-Deutung einen veritablen Sturm-und Drang-Typ auf die Bühne. “
— Beatrice Eichmann-Leutenberger, NZZ, 14.01.2011

„Dass dieser Werther, der ebenso zeitlos wie modern ist, so überzeugend funktioniert, liegt nicht nur an der raffinierten Textcollage und der temporeichen Inszenierung, sondern vor allem auch an der grossartigen Performance von Sebastian Edtbauer. “
— Brigitta Niederhauser , Der Bund , 14.01.2011

„Max Merker, der junge, deutsche Autor, Regisseur und Schauspieler hat den Tand des tragischen Liebestaumels entsorgt: In seiner griffigen Bühnenfassung, die er aus Goethes Briefroman destiliiert, wird das Psychogramm eines jungen Mannes sichtbar, der sich abhandenkommt in einem Gefühlschaos aus Selbstverliebtheit und Frustration, Melancholie und Euphorie. “
— Brigitta Niederhauser , Der Bund , 14.01.2011

Vorstellungen

Di. 18.10.2011, 19.30 Uhr, Vidmar:2
Di. 08.11.2011, 19.30 Uhr, Vidmar:2
Di. 22.11.2011, 19.30 Uhr, Vidmar:2
Mi. 23.11.2011, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2
Di. 20.12.2011, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2
Mi. 21.12.2011, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2
Di. 24.01.2012, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2
Di. 21.02.2012, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2 Ausverkauft
Di. 20.03.2012, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2 Ausverkauft
Mi. 04.04.2012, 19.30–20:45 Uhr, Vidmar:2 Billette