Premiere 9. September 2009
Giacomo Puccini
La Bohème
Szenen in vier Bildern
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica
Nach Henri Murgers «Les scènes de la vie de Bohème»
Uraufführung 1896 in Turin
In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln.
Das Stück
Was erleben vier junge Männer, die am Rande der Gesellschaft leben, nicht willens und in der Lage, sich ihr anzupassen? Die grosse Liebe? Armut? Den Kampf der Anarchie gegen das Establishment? Und woher das unstillbare Vergnügen des Publikums der ganzen Welt, sich immer wieder der tragisch endenden Geschichte von Rodolfo und Mimì mit nostalgischer Wehmut hinzugeben? «Woran stirbt Mimì?» ist die grosse Frage jeder Inszenierungskonzeption dieser Oper.
Grundlage der beispiellosen Beliebtheit und lebendigen Aktualität der Oper sind ohne Zweifel die unsterblich schönen Melodien Puccinis. Seine detailreich und genau die fesselnde Bohèmiens-Atmosphäre charakterisierende Musik ist realistisch und unsentimental. Ähnlich der Meisterschaft grosser Impressionisten in der Malerei zeigt sich hier die Fähigkeit eines Komponisten, leblosen Dingen und alltäglichen Vorgängen mit musikalischen Mitteln poetisches Leben einzuhauchen. Lyrische Episoden werden durch humorvolle Turbulenzen kontrastiert, und darüber schwebt die Klang gewordene Sehnsucht nach einem Minimum an Glück als Voraussetzung des Lebens.
Eine perfekte Mischung von Komödie und Tragödie, Humor und Pathos prägte schon die literarische Vorlage von Henri Murger, der «dieses reizende, entsetzliche Leben» mit Charme, Ironie, Unbekümmertheit und Frivolität in seinem Roman plastisch schilderte. Die Oper lenkt den Blick auf die emotionalen Zustände der Figuren und schafft eine zeitlose und universale Anziehungskraft, die das Publikum fühlen lässt, dass diese jungen Menschen in jeder Stadt und zu jeder Zeit zu finden sind.
Den Flyer als PDF zum Ausdrucken oder Weiterschicken, finden Sie hier.
In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Fernsehen
La Bohème im Hochhaus
Livesendung am
29. September 2009, 20.05 Uhr, SF 1 und arte
Musikalische Leitung: Srboljub Dinić
Inszenierung im Hochhaus: Anja Horst
Chor des Stadttheater Bern
Chorleitung: Alexander Martin
Kinderchor der Musikschule Köniz
Berner Symphonieorchester
Sehen Sie hier
Das Schweizer Fernsehen produziert in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bern La Bohème im Hochhaus.
Giacomo Puccinis Oper steht ab dem 9. September als Eröffnungsinszenierung der Saison im Spielplan des Musiktheaters.
Nach dem grossen Erfolg von La Traviata im Hauptbahnhof wechselt das Schweizer Fernsehen für das nächste Opernprojekt vom öffentlichsten Raum der Schweiz zum privatesten: Spielort wird ein Hochhaus in Bern-Bethlehem sein. La Bohème im Hochhaus wird am Dienstag, 29. September um 20.05 live auf SF 1 ausgestrahlt.
Eine Hochhaussiedlung im Gäbelbachquartier in Bern-Bethlehem: Strenge Fassaden, 250 Wohnungen pro Haus - Menschen aus mehr als 20 Nationen. In diese multikulturelle Vorstadtwelt bricht die Oper ein. Das Fernsehpublikum erlebt das Pathos von La Bohème in den Mietwohnungen eines Berner Hochhausquartiers.
Gespielt und gesungen wird live im ganzen Hochhaus: in den Wohnungen, in der Waschküche, im Fahrstuhl und auf dem Dach. Der 40-köpfige Chor des Stadttheaters steht dicht gedrängt im Wohnzimmer. Die Gastgeber erzählen ihre Geschichte, lauschen gespannt: Rodolfos Arie «Che gelida manina» aus dem Küchenfenster lässt keinen kalt. Das Liebesduett erklingt im Fahrstuhl, das erschütternde Finale im Nussbaumschlafzimmer drei Etagen höher. Das ganze Hochhaus klingt: Eine Opernaufführung wie eine Installation, ein Objekt. Soziale Realität und Theaterfiktion
prallen aufeinander. Für zwei Stunden taucht Puccinis Musik
Bethlehem in Poesie, und das Hochhaus hebt ab.
La Bohème im Hochhaus entsteht in Zusammenarbeit des Stadttheater Bern mit dem Schweizer Fernsehen, dem Berner Symphonieorchester und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Gäbelbachquartiers in Bern-Bethlehem.
Besetzung
Aktuelle Besetzung auf der Spielplan-Seite:
Musikalische Leitung: Srboljub Dinić, Dorian Keilhack
Inszenierung: Mariame Clément
Bühne, Kostüme: Julia Hansen
Chor: Alexander Martin
Mitarbeit Chorszenen: Joshua Monten
Leitung Kinderchor: Thomas Mattmüller
Mimí: Tamara Alexeeva
Rodolfo: Hoyoon Chung, Giorgio Caruso
Marcello: Robin Adams
Schaunard: Gerardo Garciacano
Colline: Carlos Esquivel
Parpignol: Mariusz Chrzanowski
Benôit, Alcindoro: Lionel Peintre, Claudio Ottino
Musetta: Daniela Bruera, Agnieszka Slawinska
Chor und Extrachor des Stadttheater Bern
Kinderchor der Musikschule Köniz
Berner Symphonieorchester
Pressestimmen
„Bunt, bilderstark und lebensecht: Mariame Clément bringt zur Saisoneröffnung Giacomo Puccinis «La Bohme» auf die Stadttheaterbühne. Eine prägnante Inszenierung, getragen von einem glänzenden Orchester.Die französische Regisseurin spielt mit dem romantischen Pathos, ohne es ins Lächerliche zu ziehen. Manches wird überdreht, manches gebrochen, mit einer Ironie, die der sanften Irritation verpflichtet ist und das Verhältnis von Kunst und Realität zur Debatte stellt.“
— Oliver Meier, Berner Zeitung, 11.09.2009
„So naturalistisch und detailverliebt wie die Ausstattung ist auch Cléments Personenführung: nah am Text und minutiös der Musik nachgehört. So gelingen stimmige Rollenporträts, geradezu schmerzhaft deutlich wie das seelische Duell zwischen Marcello und Musetta.“
— St Galler Tagblatt, 11.09.2009
„Wenn Tisch, Klavier, Bett und Ofen dann zum ersten schwelgerischen Liebesgesang Mimis und Rodolfos in die Höhe schweben, ist klar, dass wir uns nicht in Paris, sondern im Theater befinden und es um die Poesie der Bühne geht. Dies auch ganz am Schluss noch, wenn die Seitenwände zusammengeschoben werden und monströsen Rosenblüten Platz machen, die die Todesszenerie einrahmen.“
— Herbert Büttiker , Landbote, 11.09.2009
„Das Berner Symphonieorchester unter der Leitung von Srboljub Dinic steuert eine Fülle von vitalen transparenten Klängen hei. Sie verleihen den nostalgischen Bildern Frische, treiben die Handlung an. Der neue Klangboden scheint sich zu bewähren, die Akustik ist hervorragend.“
— Jürgen Verdofsky , Tagesanzeiger, 11.09.2009
„Tamara Alexeeva ist eine selbstbewusste, natürliche und doch verletzliche Mimì, ihre leuchtende, sehr angenehm timbrierte Stimme vermag die tiefen Gefühle der Zuneigung, der Liebe und des Schmerzes aufs Wunderbarste auszudrücken. Hoyoon Chung ist ganz der joviale, leichtlebige Rodolfo. Robin Adams ist sowohl darstellerisch als auch stimmlich ein wunderbar facettenreicher Marcello. Das Herrenquartett wird durch die tolle Leistung von Gerardo Garciacano als Schaunard und Carlos Esquivel als Colline ergänzt.“
— Welt der Oper
Vorstellungen
15.09.2009, 19.30 Uhr, Stadttheater
19.09.2009, 19.30 Uhr, Stadttheater
26.09.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
04.10.2009, 15.00–17:20 Uhr, Stadttheater
11.10.2009, 18.00–20:20 Uhr, Stadttheater
25.10.2009, 18.00–20:20 Uhr, Stadttheater
27.10.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
14.11.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
geschlossene Vorstellung
geschlossene Vorstellung
11.12.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
19.12.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
29.12.2009, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
17.01.2010, 18.00–20:20 Uhr, Stadttheater
24.01.2010, 18.00–20:20 Uhr, Stadttheater
13.02.2010, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
17.02.2010, 19.30–21:50 Uhr, Stadttheater
07.03.2010, 18.00–20:20 Uhr, Stadttheater
-LETZTE VORSTELLUNG-














