Jules Maxwell

Jules Maxwells Musikkarriere beginnt auf recht ungewöhnliche Weise: Ohne jegliche Absicht, die Musik zum Beruf zu machen, wird er – eigentlich Politikstudent an der Queen’s University in Belfast - Mitglied der dortigen Theatergruppe und beginnt, die Musik für deren Inszenierungen zu komponieren. Diese Gruppe von Schauspielern, Schriftstellern, Regisseuren und Musikern schliesst sich kurz darauf zur Tinderbox Theatre Company zusammen, Maxwell kreiert von 1988 bis 2002 insgesamt 15 Kompositionen für das Ensemble. Nach und nach beginnt er, parallel auch als Komponist für zeitgenössische Tanzcompagnien zu arbeiten.

1997 komponiert er den Soundtrack für den Oscar-nominierten Kurzfilm Dance Lexie Dance des Regisseurs und ehemaligen Studienkollegen Tim Loane; für das Belfast Festival arbeitet er erstmals mit Wayne McGregor im rahmen des Tanzprojekts Cybergeneration zusammen.

Diese Erfolge führen zu immer mehr Engagements in London, 1997 siedelt er ganz dorthin um. Inzwischen komponierte er die Musik für unzählige Theater-, Tanz- und Filmproduktionen. Neben Wayne McGregor und Cathy Marston arbeitet er auch mit der israelischen Choreographin Jasmin Vardimon zusammen und verbrachte ein Jahr bei der Retina Dance Company in Antwerpen.

Aufgrund seines besonderen Interesses für Filmmusik komponierte er während der letzten sechs Jahre die Soundtracks für Terry Loane (Cluck), Colin Bateman (The Devil You Know), Suzanne Arnold (The Goblin Market) und Lucy Baldwyn (Freeze).

Nichtsdestotrotz bleibt Maxwell seinen Wurzeln als Pianist treu. In Belfast arbeitete er mehrere Jahr mit Brian Houston zusammen und co-produzierte dessen Debütalbum als Solist. Maxwell spielte ausserdem Klavier bei Peacefrog, Iain Archer, Disraeli Gears; mit diesen Künstlern spielte er als Vorgruppe bei Konzerten von INXS, Van Morrison, David Bowie, Elvis Costello, The Cranberries, Squeeze, Hal Ketchum, Jools Holland und Nick Lowe. Er hat eng mit Ken Haddock zusammengearbeitet und dessen Album Sweetest Hour co-produziert.

Bis heute hat er drei eigene Alben herausgebracht: Bolt , eine Auswahl an Liedern und Insturmentalstücken; Hard Shoulder (1998) entstammt seiner Arbeit mit seinem Quartett The Jules Maxwell Project für die Retina Dance Company. Candy Floss ist ist eine Erforschung der Kindheit mittels Klanglandschaften und Kinderliedern.

1997 wurde ihm der James Kilfedder Arts Award verliehen, 2003 erhielt er den Bass Ireland Award.