Karole Armitage

Karole Armitage startet ihre Karriere 1973 als Tänzerin beim Ballet du Grand Théâtre de Genève, einer Compagnie, bei der sie intensiv mit dem Werk von George Balanchine in Kontakt kommt. Von 1976 bis 1981 ist sie Mitglied der Merce Cunningham Dance Company in New York. Schon parallel zu ihrer aktiven Karriere als Tänzerin entstehen die ersten Choreographien, Ne (1978) und Drastic Classicism (1981). 1984 lädt Mikhail Baryschnikov sie ein, ein Werk für das American Ballet zu kreieren; 1987 entsteht auf Anregung von Rudolph Nureyev eine Choreographie für das Ballett der Pariser Oper. 1995 wird sie zur Leiterin von Maggio Danza in Florenz ernannt. Von 1999 bis 2002 ist sie die Chefchoreographin des Ballet de Lorraine (F). 2004 kehrt sie nach New York zurück, um für das Joyce Theater ein neues Ballett zu kreieren. Ein Jahr später gründet Armitage ihre eigene Compagnie Armitage Gone! Dance, die bis heute weltweit tourt. Die Künstlerin hat Choreographien für zahlreiche Compagnien geschaffen, darunter das White Oak Project, das Ballett der Deutschen Oper Berlin, Les Ballets de Monte-Carlo und das Alvin Ailey Dance Theater. Immer wieder überschreitet sie Grenzen, so inszeniert sie Opern u. a. für das Teatro di San Carlo in Neapel und für das Théâtre du Châtelet, Paris. Neben Zusammenarbeit mit Designern wie Jean-Paul Gaultier und Christian Lacroix oder bildenden Künstlern wie Jeff Koons und Philip Taaffe choreographiert sie auch für die Popikonen Madonna und Michael Jackson. 2008 kreiert sie die Choreographie für das hochgelobte Broadway-Musical Passing Strange. 2007 erhält sie Frankreichs vornehmste Kulturauszeichnung, sie wird zum ‚Commandeur dans L’Ordres des Arts et des Lettres‘ ernannt.